Montag, 31. Januar 2011

Sarah Meier: douze points!

Auch wenn es nichts mit dem ESC zu tun hat, es muss erwähnt sein!


Windmaschinchen gingen übers Wochenende die Freudentränen aus.... und die Kleenex vor lauter Rührung!
Was Sarah Meier vergangenes Wochenende geboten hat, war schlichtweg phantastisch. Mit ihrem Sieg an der Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Bern schrieb sie ein grosses Stück Schweizer Sportgeschichte, welche uns Schweizer noch bis zum nächsten ESC-Sieg begleiten wird - also bis ans Lebensende..!
Und all dies schaffte die unglaublich sympathische junge Frau an ihrem allerletzten Wettkampfeinsatz!
Wieder und immer wieder musste sich Windmaschinchen diese tolle Kür und vor allem die so Herz erwärmenden Reaktionen Sarah Meiers anschauen.
Deshalb sei hier noch einmal Sarah Meiers Kür und die darauf folgende Siegerehrung gezeigt, bevor sich Windmaschinchen wieder dem ESC zuwendet.

Sarah Meiers Sieger-Kür:

Siegerehrung:

Samstag, 29. Januar 2011

Finnland: 3. Halbfinal

Finnland hat seine Quali-Runden hinter sich gebracht und mit dem 3. Halbfinal die letzten 4 Finalisten gewählt.

Fürs Finale haben sich qualifiziert:
  • Saara Aalto mit "Blessed with love"
  • Sami Hintsanen mit "Täältä maailmaan"
  • Stala & So mit "Pamela"

Aus den Reihen der Nicht-Qualifizierten aller Halbfinals (k)wählte die Jury Eveliina Määttä mit "Dancing in the dark" ins Finale.

Somit stehen folgende zehn Acts im Finale (12. Februar 2011):
  • Saara Aalto
  • Cardiant
  • Father McKenzie
  • Sami Hintsanen
  • Johanna Iivanainen
  • Marko Maunuksela
  • Milana Misic
  • Eveliina Määttä
  • Paradise Oskar
  • Stala & So.

Zurück zum 3. Halbfinal - auch wenns weh tut...
Die Musikstile der drei vom Publikum gewählten Finalisten könnten nicht unterschiedlicher sein: Musical, Schlager, Glam (oder was immer das auch sein mag).
Was die drei aber alle gemeinsam haben: schlechten Songs (diese Beurteilung ergibt sich aus dem Schnitt: "Nicht schlecht", "Schlecht" sowie "War da was mit Musik?"

Die 23-jährige Saara Aalto, die problemlos als Sarah Brightmans Enkelin durchgehen könnte, ist ein weiteres Casting-Kind dieser Welt (2007/finnische Talent-Show). "Blessed with love" ist als Song "nicht schlecht", gehört aber eher auf die Musical-Bühne denn auf die ESC-Bühne. Allein gestellt fühlt sich die Musik "unverstanden", verloren und ohne Eigenleben an. Integriert in einem Musical würde "Blessed" wohl auf Anhieb funktionieren, auf der ESC-Bühne wirkt der Song aber eher als Fremdkörper. "Blessed" könnte direkt aus Andrew Lloyd Webbers "Whistle down the wind" stammen - lieblich, nett, schlussendlich aber ohne grosse Eindrücke zu hinterlassen! Saara Aalto ist zurzeit bei der finnischen Version von "Wicked" engagiert, nachdem sie bereits in "High School Musical 1 & 2" Unterschlupf gefunden hatte.

Saara Aalto mit "Blessed with love"

Wenn wir schon beim "Look alike" sind (da die Musik an diesem Abend nicht wirklich überzeugen konnte) fällt mir beim Anblick Sami Hintsanens Outfit spontan Al Borland (Schau mal, wer da hämmert) in den Sinn. Das Hemd ist zwar nicht aus Flanell, sieht aber so aus!
"Täältä maailmaan" wäre ein finnischer Song, den man sich von Finnland der 70er/80er-Jahre am ESC gewünscht hätte, anstelle dem, was unseren Ohren dann schlussendlich abverlangt wurde!
"Täältä maailmaan" spult sich im Repeat-Modus ab. Zehn Mal das Gleiche: mal schneller, mal lauter und immer mit einem nur schwer zu ertragenden Pathos. Für ältere Generationen kommt hier sicher grosse Wehmut auf, bei der jüngeren wohl eher die grosse Müdigkeit.
Sami Hintsanen (mit sicht- und hörbaren Stimmproblemen) hat sicher auch davon profitiert, dass er bei YLE (ausgesprochen: ['üüle]) als Moderator einer Karaoke-Show tätig ist. Insofern ist "Täältä maailmaan" ein "schlechter" Song und somit wirklich zum H-YLE....

Sami Hintsanen mit "Täältä maailmaan"

Wenn die Masken fallen....! Wenn dem allgemein gültigen ESC-Hasser nichts (mehr) in den Sinn kommt, wird noch schnell der "Trumpf" Lordi hervorgezogen. Meistens repräsentiert dies auch schon nahezu 100% seines ESC-Wissens! Es entspricht in etwa dem "11 Mann hinter einem Ball herrennen"-Klischee des umgekehrten Publikums. Nun, für einmal dürfen wir Lordi erwähnen, ohne in alte Klischees zurückzufallen. Denn mit Kita alias Sampsa Astala, dem Lead-Sänger von Stala & So., finden wir ein ehemaliges Mitglied von Lordi wieder, das die Band verlassen musste, nachdem er sich entschieden hatte, eine eigene Band UNMASKIERT zu gründen.
Es wäre vielleicht ratsam gewesen, vor dem Masken-Fall eine Stimm-Studie in Auftrag zu geben, um herauszufinden, ob es mit dieser Stimme ratsam sei, eine eigene Gruppe zu gründen. Die Frage wäre eventuell, unter Umständen, nach langem Hin und Her eher mit "Nein" beantwortet worden.

Sampsa Astala ist eine wahr gewordene Mischung aus Pamela Anderson und Elke Heidenreich, ausgestattet mit einer Stimme wie AbFab's Patsy aufwachend und ausgekatert am Morgen danach.
Nein, diese "Pamela" hats nicht wirklich in sich. Immerhin wird man ob all der Maskeraden und Federboas perfekt davon abgehalten, sich die Musik genauer anzuhören. Und nach drei erlittenen Minuten fragt man sich "War da was mit Musik"?
Schade eigentlich, denn vielleicht käme man noch auf die Idee zu denken, dass "Pamela" eigentlich ein recht guter Glam-Rock-Song sein könnte, würde er nur von jemandem gesungen, der dieses Terrain auch beherrscht. Schminken liegt Sampsa Astala eindeutig besser!
Auch die Kameraführung sowie die Beleuchtung (vor allem zu Beginn) liessen zu wünschen übrig. Nun weiss man ja selten, wessen Fehler dies war. Des Sängers oder des Regisseurs?
War es Astalas Fehler, dann war er tüchtig angefeuchtet! Wars der Regisseur, dann war dieser wohl ein enger Bekannter von Mr. Lordi oder hatte einfach Probleme, der richtigen Federboa zu folgen! Who knows?
Das Beste an "Pamela" kommt nach genau 30 Sekunden: Double-Handclap à la Kuunkuiskaajat (Finnland 2010).
Stala & So mit "Pamela"


All jene Acts, die es in den drei Halbfinals nicht schafften, sich direkt fürs Finale zu qualifizieren, hatten noch eine Möglichkeit offen, dieses Ziel zu erreichen: die Jury! Diese hatte das Anrecht, einen Act fürs Finale zu bestimmen. Davon profitiert hat Eveliina Määttä mit ihrem "Dancing in the dark".
Eveliina Määttä war vor ein paar Jahren so etwas wie ein Kinderstar in Finnland. Hier ein Video aus dem Jahre 2000.

Das Schöne an der Jugend ist, dass sie die Möglichkeit hat zu lernen, hinzuzulernen und vor allem aus Fehlern zu lernen.
Je nach Standpunkt kann man Eveliina Määttäs Präsentation von "Dancing in the dark" als niedlich, herzig, ordentlich gemacht, nicht schlecht gesungen, poppig und lässig beurteilen.
Je nach Standpunkt kann man aber auch sagen, dass "Dancing" ein nerviges Stück Pop ist, schlecht gesungen wurde und mit einer schlechten Choreographie und unpassenden Kostümen versehen wurde.
Eveliina Määttä hat das Privileg, sich zu entwickeln und sie hat das Privileg, sich noch entscheiden zu können, ob sie sich entwickeln will oder nicht - Dank ihrer Jugendlichkeit. Sie wird ihre eigenen Schlüsse aus dieser Vorstellung ziehen - wenn sie will!

Eveliina Määttä mit "Dancing in the dark"

Den grössten Schock des Abend erlebte Windmaschinchen aber beim Auftritt von Tommi Soidinmäki, denn die Ähnlichkeiten zwischen Tommi und dem grössten Dauer-Smiley des Schweizer Fernsehens, Matthias Hüppi, waren nicht nur frappant, sondern schon fast beängstigend. Aber ich denke, dass mir das Lied auch ohne diesen Vergleich nicht besser gefallen hätte....! Ins Finale ist es auf jeden Fall nicht gekommen! Trotzdem seis hier gepostet:
Tommi Soidinmäki mit "Seis!


Freitag, 28. Januar 2011

ESC auf dem Glatteis!

Zurzeit findet in Bern die Eiskunstlauf Europameisterschaften statt. Eine Veranstaltung also, die grosso modo das gleiche Publikum anzieht wie der ESC - plus ältere Damen! Ähnlich wie beim ESC, gibts auch hier eine Punktevergabe, die in etwa ebenso undurchschaubar ist! Noch schlimmer: im Gegensatz zum ESC, gibts aber beim Eiskunstlauf kein Televoting sondern nur und ausschliesslich eine JURY.....!

Für das eher exotische Eiskunstlauf-Land Spanien tritt das Eistanz-Paar Sara Hurtado und Adrià Díaz an, welche ihr Kurzprogramm zu Daniel Diges' "Algo pequeñito" (Spanien 2010) absolvierten. Die erstmals bei der Elite antretenden Hurtado/Diaz erreichten mit dieser Vorstellung auf Anhieb das Finale der besten 20 Paare von heute Freitagabend (28. Januar 2011). Ob der Flitzer wohl bereits in Bern eingetroffen ist....?

Sara Hurtado und Adrià Díaz mit "Algo pequeñito"


Update (29.1.11):
Nach der abschliessenden Kür belegten die zwei Spanier den respektablen 15. Schlussrang und verbesserten sich somit um zwei Plätze gegenüber dem Kurzprogramm.

Beifall gabs vor allem nach ca. einer Minute ihrer Vorstellung, als die zwei eine Art Wasserwaage präsentierten! Dies nicht etwa auf seine Lasten, nein, SIE trug die ganze Last. Hab mir beim Zuschauen allein schon eine Zerrung geholt.

Als Spanier zu einem Titel namens "Be Italian" zu tanzen, stellte wohl die grösste Herausforderung des hoffnungsvollen Paares dar! ¡ Enhorabuena !

"Be Italian" aus dem Film "Nine" (basierend auf dem gleichnamigen Musical) wird in dieser Version übrigens von Fergie gesungen (Black Eyed Peas) und ist zugleich der Höhepunkt einer sonst enttäuschenden Film-Version!

Der Vollständigkeit halber hier auch die Kür von Sara Hurtado und Adrià Díaz zu "Be Italian" (aus "Nine")

Dienstag, 25. Januar 2011

Norwegen: 2. Halbfinal


Qualifiziert fürs Finale haben sich:
  • Hanne Sørvaag mit "You're like a melody"
  • Babel Fish mit "Depend on me "

Sie ist als Co-/Autorin (teilweise) verantwortlich für Eurovisions-Verbrechen wie "Disappear" (No Angels/Deutschland 2008), "My heart is yours" (Didrik Solli-Tangen/Norwegen 2010) sowie "Shine" (Sopho Nizharadze/Georgien 2010) und nahm am diesjährigen 1. norwegischen Halbfinale als Co-Writer des Songs "Guns & Boys" teil, welcher (gesungen von Carina Dahl) das Finale verpasste! Ausserhalb des ESC war sie unter anderem für Tarja Turunen (ex-Nightwish) tätig. Die Rede ist von der 1979 in Stavanger geborenen Hanne Sørvaag, welche früher auch schon mal unter dem vielsagenden Künstlernamen "Paris" aufgetreten ist.

Nun wagte sie sich also wieder einmal selbst auf die Bühne und brachte der ESC-Gemeinde das farb- und gesichtslose Mainstream-Liedchen "You're like a melody", auf das nicht wirklich jemand gewartet hat!
Die brutal an Anna Bergendahl erinnernde Präsentation lässt die Hoffnung aufkommen, dass die Norweger sich hüten werden, diese unterdurchschnittlichen drei Minuten nach Düsseldorf zu schicken. Noch ist die Gefahr nicht gebannt, denn "You're like a melody" schaffte es schon mal ins nationale Finale!
Hanne wirkte erstaunlich angespannt und die Choreographie forciert. Was nebst dem flach geratenen Song vor allem nervt, sind die penetranten und geklont wirkenden Lächeln des Backup-Chors. An der ganzen Präsentation wirkt so in etwa alles gekünstelt und freudlos, einstudiert und geplant. Man spürt, dass hier nach "Rezept" gearbeitet wurde. Schade, denn somit geht jegliche Freude und Spontaneität verloren.

Hanne Sørvaag mit "You're like a melody"

Das einzige, was mir von Babel Fish's "Depend on me" geblieben ist, ist das Intro resp. das Outro, mit dem Fenster, welches mich an "Das Spielhaus" vom Schweizer Fernsehen erinnert. "Äs Huus, ä Türe, Fäischter, äis-zwäi, da sinds...". Einfach nur köstlich. Das Signet meine ich, nicht Babel Fish's "Depend on me", welches nur minim besser ist als "You're like a melody". Beide Songs könnten perfekt von Anna Bergendahl gesungen und interpretiert werden, was so in etwa das grösste Un-Kompliment des Tages sein könnte.

Babel Fish mit "Depend on me "


Nächster Termin ist am Samstag, 29. Januar 2011 mit dem 3. Halbfinale.

Sonntag, 23. Januar 2011

Island: 2. Halbfinal - "Nacht" über dem "Eyjafjallajökull"!

Qualifiziert fürs Finale haben sich:
  • Yohanna mit "Nótt"
  • Matthías Matthíasson & Erla Björg Káradóttir mit "Eldgos"

In diesem 2. Halbfinale in Island konzentrierte sich natürlich alles und alle auf Yohanna, die sich gerade mal zwei Jahre Pause "gönnte", um nach Moskau 2009 erneut die Farben Islands vertreten zu können.
Der Druck auf Yohanna ist dieses Mal natürlich um einiges höher, denn mit ihrem sensationellen 2. Platz hat sie sich die Latte gleich selbst sehr hoch gelegt. Und mit ihrem zwar zuckersüssen und leicht kitschigen, aber ungemein eindringlichen Vorstellung von "Is it true?" bleibt nach oben auch nur wenig Platz frei.

Mit ihrem neuen Song "Nótt" bleibt sie sich so ziemlich treu. Von ihr in dieser Situation etwas Neues zu erwarten, wäre vermessen gewesen und ist auch nicht eingetreten. Der Song beinhaltet in etwa ebenso viel Schmalz und Zucker wie "Is it true?". Gesangstechnisch ist "Nótt" aber vielfältiger, vielleicht sogar anspruchsvoller. Ihre Sangeskünste werden facettenreicher dargestellt, auch wenn "Nótt" bei Windmaschinchen - noch - nicht so einfährt wie ihr Moskauer Vorgänger.

Yohanna versteht es mit ihrer glasklaren und reinen Stimme nahezu perfekt, dem unspektakulären und eindimensionalen "Nótt" so etwas wie Gehalt und Form zu geben. Nur wenige Künstler haben dieses Talent und Können. Ihre Stimme ist wahrlich ein Geschenk der Natur! Hinzu kommt die wunderschöne isländische Sprache. Diese Stimme, diese Sprache! Was für ein Traumpaar! Auch wenns nicht lange anhalten würde, dieses Paar, denn, sollte Yohanna gewinnen, wird dieser Titel natürlich umgehend ins Englische übersetzt werden! Gesanglich ist "Nótt" natürlich top. Abstriche gibts ein wenig bei der Interpretation, die nicht gerade als spontan bezeichnet werden kann. Es war wohl eher eine Interpretation des Verstandes und weniger eine Interpretation des Herzens. Sie ist ja auch erst 20-jährig.

Würde "Nótt" von einer anderen Künstlerin oder Künstler interpretiert, wäre Windmaschinchen wohl "less amused" von "Nótt", aber das unendliche Gesangs-Talent namens Yohanna mit ihrer reinen Stimme bringen auch mich manchmal ins Trudeln!

Yohanna mit "Nótt

Mit ins Finale eingezogen sind Matthías Matthíasson & Erla Björg Káradóttir mit "Eldgos". "Eldgos" ist wortwörtlich eine Eruption. Eine Eruption, die sich im Studio des isländischen TV ereignet hat. Eine Eruption des Kitschs und Junks. ESC-Trash par excellence! Leider der schlechteren Sorte!

Das erste "gesungene" Wort von "Eldgos" sagt schon alles aus über diesen Song: Eyjafjallajökull! Eine Berserker-Liebeserklärung an die Natur? Nee! Eine wahrliche Katastrophe, die sich während den knapp drei Minuten breit macht. Als hätte die isländische Aschewolke letztes Jahr nicht schon genug Schaden angerichtet, muss jetzt offenbar auch noch ein Song darüber geschrieben werden. Ein isländischer Ritt der Walküre - glaubhaft dargestellt im Stile der Rocky Horror Picture Show.

Ich sehe die Final-Qualifikation dieses Titels weniger als isländische Naturverbundenheit als vielmehr gelangweiltem Trotz gegenüber dem hyperlangweiligen Balladen-Tsunami (um mal bei den Katastrophen zu bleiben!), der dieses Jahr über die isländische Vorausscheidung geschwappt ist. Falls nicht, soll die Icelandair diesen Titel doch gleich mal als Bord-Musik einsetzen, um zu erfahren, was Aschewolke-Geschädigte davon halten!

Die mittelöstlich angehauchte Schauermusik könnte einem zum Gedanken verleiten, dass der Ausbruch des Eyjafjallajökull nicht etwa ein Akt der Natur sondern des Terrorismus' war!

Matthías Matthíasson & Erla Björg Káradóttir mit "Eldgos"


Nächsten Samstag (29. Januar 2011) gehts in die letzte Runde vor dem Finale (12. Februar 2011). Diese letzte Quali-Runde wird überschattet vom völlig unerwarteten Tod Sigurjón Brinks letzte Woche, einer der Interpreten des nächsten und letzten Halbfinals! Letztes Jahr nahm Sigurjón Brink mit diesem Titel an der isländischen Vorausscheidung teil und war eben vorgesehen, mit seinem neuen Titel "Aftur Heim" (Back Home) am 29. Januar an den Start zu gehen.
Seine Familie hat nun offenbar entschieden, den Song im Rennen zu lassen und von Freunden singen zu lassen, was vom isländischen TV unterstützt wird.

Samstag, 22. Januar 2011

Finnland: 2. Halbfinal

Nach dem gestrigen Halbfinale Finnlands in Tampere muss der dortige Alkoholkonsum wohl überdurchschnittlich gestiegen sein. Alles andere wäre nach dem gesanglichen Massaker an die Ohren eine Überraschung. Was für eine Lieder-Fledderei! Das war der wohl schlechteste Halbfinale seit vielen, vielen Jahren. Und glaubt mir, wir haben schon viele schlechte Vorentscheide gesehen! Bin ich froh, dass wir die 3-Minuten-Regel haben....!

Da war mal dieser Jimi Constantine, der den Anschein machte, als hätte er die 5 Promille-Grenze überschritten, bevor er das finnische Fernseh-Studio erreicht hatte! Vielleicht hätte ihm jemand mitteilen sollen, dass sich sein Pferdchen nicht mehr unter seinem Barsch befindet - so breitbeinig wie der da auf der Bühne stand! Wie so einer wohl auf Mallorca auftreten mag, wenn er mal der erbärmlichen finnischen Kälte entwichen ist? Nicht, dass ich es wirklich wissen möchte...! Auf jeden Fall nicht breitbeiniger, so viel steht schon mal fest! Das Gute an seinem Song: er ist rausgeflogen!

Auch rausgeflogen ist Soma Manuchar mit "Strong". "Strong" war eigentlich nur der Titel, alles andere war weak an dieser Addams-Family-Vorstellung! Schon nur ein erster Blick auf die "Sängerin" brachte Windmaschinchen seine erste Panik-Attacke des Abends ein. Die Bauchnabel rutschen auch immer wie höher......!
Die schien ja kaum etwas Textilisches an zu haben. Oder hatte sie schlicht und ergreifend den Fahrplan ihres Auftrittes nicht unter Kontrolle und kam nicht mehr dazu, mehr anzuziehen? Auch hier: ich will es gar nicht erst wissen. Als dann "Strong" so weak und erbärmlich vorgetragen wurde, schaute Windmaschinchen sich schon mal nach einer Flasche Wodka um! Nur so hätten sich die falschen Töne wieder auf eine Reihe bringen lassen!

Wenn du also von fünf Songs bereits zwei solche Rohrkrepierer im Angebot hast, bedeutet das nichts anderes, als dass die anderen drei sich somit fürs Finale qualifiziert haben. Und die waren beileibe um nichts besser!

Qualifiziert fürs Finale haben sich:
Milana Misic mit "Sydämeni kaksi maata"
Father McKenzie mit "Good enough"
Paradise Oskar mit "Da da dam"

Milana Misic's Verschnitt aus Tango und 1001 Nacht wurde wohl auch in einem Vollrausch komponiert. Das ganze erinnerte an ein Potpourri finnischer ESC-Songs der 70er-Jahre, dass einem schier die Tränen einfroren. Bitter, wenn die Beschreibung des Songs sich bereits im ersten Teil ihres Nachnamens herauszukristallisieren scheint...! Und Milanas Mode-Berater scheint einen isländischen Pass zu haben...
Milana Misic mit "Sydämeni kaksi maata"

Father McKenzie scheinen keine wirklich grosse Ansprüche an sich und ihre Songs zu haben, denn "Good enough" ist mit Sicherheit nicht gut genug, um irgendwelche Stricke zu zerreissen. Der Lead-Sänger von Father McKenzie kann von Glück reden, dass er nach 2:24 nicht gestürzt ist! Und den Schluss hat er auch fast verpasst. Das ständige Gehopse war nervig. Hey Junge, die Drinks shaket man VOR dem Trinken, nicht danach!
Father McKenzie mit "Good enough"

Was beim ESC manchmal wirklich nervt, sind die Copycats, zu welchen man auch Paradise Oskar zählen muss! Da hat für einmal ein transparenter Belgier unerwarteten Erfolg mit einem Liedchen über Intimitäten mit einer Gitarre und ein Jahr später tummeln sich jedwelche Leichthormönchen auf den europäischen Vorentscheiden herum. Es sind vor allem die einfach denkenden Verantwortlichen der jeweiligen Fernsehanstalten, die solche Entscheide fällen - nach dem Anstellen folgender Gleichung:

(Belgien 2010 - Gitarre - Jungchen - Liedchen - Langweilchen) 
x
(Finnland 2011 - Gitarre - Jungchen - Liedchen - Langweilchen) 

= ERFOLG!!!

Oh Mannchen, gehen solche Rechnungen selten auf!     ...... Ruhe da hinten! Ich will jetzt wirklich nichts über Anna Rossinelli hören......!
Paradise Oskar mit "Da da dam"

Nein, es war wirklich kein ergiebiger Freitagabend! Somit entpuppt sich das nächste Halbfinale (28. Januar) als Highlight dieser Serie - zwangsläufig...!

Donnerstag, 20. Januar 2011

Island: 1. Halbfinal

Die allgegenwärtige Angst vor einem neuen Vulkan-Desaster scheint beim 1. Halbfinal auf Island die Oberhand gehabt zu haben, denn die zwei ersten Finalisten werden selbst einen Lady-Cracker (in der Schweiz besser bekannt als - politisch inkorrekter - "Frauenfurz") nicht zum Knallen bringen! "Lieb und Nett" war angesagt.

Qualifiziert fürs Finale haben sich:
Erna Hrönn Ólafsdóttir mit "Ástin mín eina "
Haraldur Reynisson mit "Ef ég hefði vængi"

Es ist wirklich erstaunlich, was das kleine Land abseits jeglicher Zivilisation an Gesangstalenten hervorbringt. Jahr für Jahr tauchen "Wunderstimmen" auf und dies aus einem natürlichen Reservoir von gerade mal gut 300'000 Einwohnern! Island ist nicht gerade bekannt dafür, moderne Musik an den ESC zu schicken. Ganz nach dem Motto: willst du frisches Brot von heute, musst du morgen wieder kommen! 2011 scheint in dieselbe Richtung zu gehen.
Irgendwie verzeiht man dies aber diesem Land immer wieder. Und solange es Zuschauer gibt, die dem alten Grand Prix nachtrauern, wird sich Island immer wieder mal fürs grosse Finale qualifizieren. Wie lange dies aber noch andauern wird, ist eine andere Frage.

Windmaschinchen ist ja sehr tolerant, wenn es um die Sprache des jeweiligen Landes geht (die reicht fast bis nach Finnland...). Und Isländisch ist eine jener "nicht-gängigen" Sprachen, die es immer wieder schafft, Windmaschinchen zu verzaubern. Island könnte wohl selbst die chemische Zusammensetzung eines politisch inkorrekten Lady Crackers vorsingen, Windmaschinchen würde es lieben....!
So wird Jahr für Jahr die Vorentscheidung auf Isländisch gesungen, bevor der Siegertitel dann ins Englische übersetzt wird.

Leider ist die Sangeskunst von Erna Hrönn Ólafsdóttir um einiges besser als der Song selber, den sie vortragen darf und dabei immer (ein bisschen zu früh) schön artig in Richtung der nächsten Kameraeinstellung schaut. "Ástin mín eina " ist ein billiger Abklatsch von Bette Midlers "The Rose" und Yohannas "Is it true" und wahrscheinlich noch vielen mehr. Musik, die kaum in ein Ohr hinein gehen will. Und wenn, dann schleunigst durchs andere wieder raus saust. Gut gesungen, niedlich vorgetragen, aber absolut forgettable.

Erna Hrönn Ólafsdóttir mit "Ástin mín eina "



Haraldur Reynissons "Ef ég hefði vængi" entpuppt sich sehr schnell als Schuppen-Pop mit einem Hauch von Pferde-Apfel. Ein nettes Liedchen mit einer netten Melodie, aber schlussendlich ohne Fleisch am Knochen und daher vernachlässigbar.

Haraldur Reynisson mit "Ef ég hefði vængi"


Wie gesagt, ist es erstaunlich, was Island an Gesangstalenten hervorbringt, aber etwas bringt Island wohl nie zustande: Mode-Designer und  Mode-Berater, denen man die Luft gönnt, die sie ein- und ausatmen! Die Katastrophen wiederholen sich Jahr für Jahr, auch wenn Hera Björks Kleider-Gräuel aus dem letzten Jahr kaum noch zu toppen sind.

Norwegen: 1. Halbfinal

In Finnland, Norwegen und Island stehen am Wochenende die nächsten Halbfinals vor der Türe. Deshalb hier noch ein kurzes verspätetes Update über die ersten Finalisten aus Norwegen. Über Finnland wurde hier bereits berichtet.

Qualifiziert fürs Finale haben sich:
Helene Bøksle  mit "Vardlokk"
Åste & Rikke mit "Not that easy (Ah-åh-ah-åh)"

Das stark an Norwegen 2006 (Christine Guldbrandsen - "Alvedansen") erinnernde "Vardlokk" schaffte den Sprung ins Finale wohl mangels besserer Songs. Das 1. Semi Norwegens war musikalisch gesehen eine grosse Enttäuschung. "Vardlokk" ist einfach nur langweilig und drög, bringt viel Gesangstechnik mit, aber gefühlsleeren Inhalt. Wie ein bombastisch gefülltes Nichts zieht sich der Song endlos dahin. Ja, singen kann sie, die Helene Bøksle, aber mehr Positives gibt es an diesen drei verschwendeten Minuten nicht zu berichten.

 Helene Bøksle  mit "Vardlokk"



Der grosse Wurf ist "Not that easy" nicht, aber im Gegensatz zu "Vardlokk" doch um einiges besser. Und was Åste & Rikke, die zwei unterschiedlichen Frauen, auf den Stimmbändern haben, ist schon beeindruckend. Rikke (sie mit den verschobenen Mickey-Mouse-Ohren) ist der optisch "präsenteren" Åste Hunnes Sem (eine Art gebleichte Queen Latifah mit einem Schuss Maria Haukaas Mittet - ehemals Storeng) stimmlich ebenbürtig. Wenn es dann mal nötig sein müsste, liesse sich dieser Song noch einigermassen schönhören, aber ich warte jetzt einmal auf Besseres!

Åste & Rikke mit "Not that easy (Ah-åh-ah-åh)"


Nächster Halbfinal: Samstag, 22. Januar 2011

Montag, 17. Januar 2011

Anna Rossinelli singt im 1. Halbfinal (10. Mai 2011)

Heute Nachmittag wurde die Auslosung der Halbfinals durchgeführt. Diese brachte zutage, dass die Schweiz dem 1. Halbfinal (der ersten Hälfte) zugeteilt wurde. Dieser findet am 10. Mai 2011 statt.
Die genauen Startplätze wurden noch nicht zugeteilt. Diese geschieht beim "Head of delegation"-Meeting im März. Heute ging es lediglich darum, wer in welchem Halbfinal und in welcher Hälfte antreten darf, damit sich die einzelnen Länder-Delegationen bereits organisieren können.

Hier die Aufteilung
1. Halbfinale (10. Mai 2011)
1. Hälfte:
  • Albanien
  • Finnland
  • Armenien
  • Schweiz
  • Norwegen
  • Georgien
  • Türkei
  • Serbien
  • Russland
  • Polen

2. Hälfte:
  • Kroatien
  • Aserbaidschan
  • Litauen
  • Ungarn
  • Malta
  • San Marino
  • Island
  • Griechenland
  • Portugal

Folgende Big5-Länder werden diesen Halbfinal live übertragen und haben dementsprechend auch das Recht zu voten:
Grossbritannien
Spanien


2. Halbfinale (12. Mai 2011)
1. Hälfte
  • Holland
  • Bosnien & Herzegowina
  • Ukraine
  • Zypern
  • Österreich
  • Schweden
  • Moldawien
  • Belgien
  • Slowakei*

2. Hälfte:
  • Israel
  • Mazedonien
  • Dänemark
  • Weissrussland
  • Bulgarien
  • Lettland
  • Estland
  • Rumänien
  • Slowenien
  • Irland
*Die Slowakei hat zwar kürzlich seinen Verzicht auf den ESC 2011 bekanntgegeben, wurde aber trotzdem noch miteinbezogen. Update (17.1.11): Wie in diesem Artikel zu lesen ist, hat sich die Slowakei zu spät abgemeldet und nimmt nun doch teil. Obs der Geschichte letzter Teil war, wird sich noch zeigen....!

Folgende Big5-Länder werden diesen Halbfinal live übertragen und haben dementsprechend auch das Recht zu voten:
Italien
Deutschland
Frankreich

Finale findet am 14. Mai 2011 statt

Stimmungsmässig wird der 1. Halbfinal kaum mehr zu überbieten sein, denn mit den (verfeindeten) Aserbaidschan und Armenien, sowie der Türkei, Griechenland, Russland und Portugal finden sich die wohl lautstärksten Fan-Gemeinden im selben Halbfinal wieder. "We nume nüt passiert....!"

Die Aufteilung Ost-West/Skandinaviens/des Balkans/des Baltikum ist in beiden Halbfinals in etwa ausgewogen. Zypern wurde ebenso von Griechenland getrennt wie San Marino von Italien.

Es fällt aber auf, dass sich mit Griechenland, Aserbaidschan, Russland, Serbien, der Türkei, Georgien, Armenien und Albanien bereits acht "traditionelle" Final-Teilnehmer im 1. Halbfinal befinden. Das wird für die Schweiz ein extrem schwieriges Unterfangen sein, sich gegen diese Konkurrenz durchzusetzen und sich somit wieder einmal für den Samstagabend-Anlass zu qualifizieren!

Im 2. Halbfinal fällt auf, dass Holland und Belgien, sowie Rumänien und Moldawien im selben Halbfinale eingeteilt wurden. Vor allem letztere sind sehr "treue" Freunde. Deutschlands "Stimmrecht" wurde dem 2. Halbfinal zugeteilt, womit sich vor allem Österreich freuen dürfte.

Freuen dürften sich aber vor allem Albanien, Serbien, Kroatien und die Türkei, welche "traditionsgemäss" viele Punkte von der Schweiz erhalten werden - ungeachtet ihrer Songs.

Freuen wir uns aber an Georgien, das ebenfalls unserem Halbfinale zugeordnet wurde. Immerhin erhielt die Schweiz letztes Jahr von diesem Land die einzigen 2 Punkte.....

Samstag, 15. Januar 2011

Finnland: 1. Halbfinal

Mit dem ersten Halbfinale gestern Abend aus Tampere eröffnete Finnland so zu sagen offiziell die intensivste und auch interessanteste Phase der ESC-Saison 2011.
Aus den fünf Beiträge qualifizierten sich deren drei fürs Finale (12.2.11).  Zudem wird eine Jury eine Wildcard unter all den Nicht-Qualifizierten verteilen .

Ins Finale schafften es:
  • Johanna Iivanainen - "Luojani Mun"
  • Marko Maunuksela - "Synkän maan tango"
  • Cardiant - "Rapture in time"

Unterschiedlicher könnten die ersten drei Finalisten nicht sein:
  • eine Ballade, die in etwa so individuell ist wie eine Tanne in den weiten finnischen Wäldern (Johanna Iivanainen)
  • Metal-Getöse, welches den russischen Einmarsch 1808 in Finnland zu simulieren schien (Cardiant ), sowie
  • Tango, der einem nicht nur wegen seiner melancholischen Art die Tränen in die Augen schiessen liess (Marko Maunuksela).
Die Finnen schafften es wenigsten, jene ins Finale zu schicken, die stimmlich am meisten zu überzeugen wussten (zugegeben: Cardiant wäre sicher nicht gerade ein Kandidat um Yohannas "Is it true" to covern...) und überliessen somit die favorisierten Automatic Eye sowie Jonna wieder ihrem eigenen Schicksal.

Eines lässt sich wohl jetzt schon risikolos sagen: den Gewinner des ESC 2011 haben wir in dieser Ausscheidung sicher noch nicht gehört.

Das zweite Halbfinale folgt nächsten Freitag, 21. Januar 2011.

Johanna Iivanainen - "Luojani Mun"


Marko Maunuksela - "Synkän maan tango"


Cardiant "Rapture in time"

Donnerstag, 13. Januar 2011

ESC 2011: "Feel your heart beat" - Logo und Slogan veröffentlicht

Wenige Tage vor dem ersten grossen ESC-Vorentscheid-Wochenende und der Auslosung der Halbfinals (Mo. 17.1.11) wurde nun auch das Logo sowie der Slogan für Düsseldorf 2011 bekanntgegeben.

Dieser lautet "Feel your heart beat" - wie heute auf eurovision.tv nachzulesen ist.

"Feel your heart beat"
(Quelle: eurovision.tv)

Die in England beheimatete Firma "Turquoise" kreierte für den NDR das diesjährige Thema.

Inspiriert wurde die Firma dabei gemäss Artikel durch Lena selber, die in einem Sieger-Interview mit ihren Fingern ein Herz bildete, um sich bei allen zu bedanken, die für sie gestimmt haben.

Damit bricht Düsseldorf mit einer farblichen Tradition, denn es ist das erste Logo seiner Art (die in dieser Form 2004 eingeführt wurden) mit einem schwarzen Hintergrund. Auf diesem schwarzen Hintergrund eine CNN-mässig stilisierte Karte Europas (??), die den knalligen mehrfarbigen Leuchtstreifen freie Bahn gewährt, die das universell wiedererkennbare Herz bilden. Ob das wohl Überreste der isländischen Aschewolke sind, die da hinter dem linken Teil des Herzens noch über Europa schweben....?

Die Farben - inkl. Hintergrund - ergänzen sich sehr gut und kommen sehr gut zur Geltung. Guter Fokus aufs Wesentliche. Die Farben Deutschlands (Schwarz, Rot, Gold) kommen unaufdringlich zum Tragen - auch wenns für einmal (passend zum Anlass) wohl eher "Schwarz, Rosa, Gold" ist!

Das Logo vermittelt mir eine Leichtigkeit, eine Vielfältigkeit, Farbe und Spontaneität. Eigenschaften, die so mancher Besucher im Mai 2011 (noch) nicht so recht mit dem Gastgeberland in Verbindung bringen kann oder will. Lena hat diesbezüglich ja bereits massive Vorarbeit geleistet und einige werden wohl überrascht sein, wie zutreffend dieses Logo sein wird. Windmaschinchen meint: vollauf gelungenes Logo!

Der Slogan "Feel your heart beat"? Find ich nicht so kreativ. Eher schon banal und einfallslos. Athens "Feel the rhythm" (2006) ist noch zu nah und war auch recht eindimensional. Oslos "Share the moment" war zwar auch nicht gerade nobelpreiswürdig, aber kein anderer Slogan der letzten Jahre traf den Nagel so auf den Knopf wie dieser!

Somit hebt sich das Logo optisch schon mal heftig von seinen Vorgängern ab. Ob dies ein (positives) Zeichen ist, für das was Deutschland im Mai Europa bieten wird?

Dienstag, 11. Januar 2011

Anna Rossinellis "In love for a while" als Download verfügbar / Auftritt bei Swiss Awards


Seit ein paar Tagen ist Anna Rossinellis "In love for a while" als Download verfügbar bei iTunes, und Ex Libris. Die physische Single-CD (inkl. Video) erscheint am 18. Februar 2011.
Nachzulesen auf Anna Rossinellis Homepage.

Bis auf einige Text-Passagen hat sich nicht wirklich viel zur "Entscheidungs-Show"-Version geändert und ich denke, dass ist auch gut so. Es bleibt bei einer zurückhaltenden, auf den Gesang gerichtete Produktion, die Annas gesangliche Qualitäten in schöner Form unterstreicht.

Am 8. Januar 2011 hatten sie und ihre Bandkollegen, Georg Dillier und Manuel Meisel, ihren Auftritt anlässlich der Swiss Awards. Und auch am optischen Auftritt hat sich kaum etwas verändert. Dabei trug Anna schon fast trotzig ein helles Top, um (vermutlich) all den billigen Lena-Kopie-Schreiern eins auszuwischen. Wer nur anhand des im "Entscheidungs"-Final getragenen schwarzen Kleides und Annas unbeschwerten Bewegungen auf eine Lena-Kopie schliesst, der macht es sich wirklich leicht. Das einzige, was die Zwei verbindet, ist ihre Unbeschwertheit!

Wer in den letzten paar Wochen das eine oder andere Interview oder den einen oder andern Bericht über Anna Rossinelli gesehen hat, merkte sehr bald, wie eigenständig und selbständig Anna Rossinelli ist. Ihr irgendwelche optische Lena-Anbiederungen unterzuschieben, zielt eindeutig an der Sache und vor allem an der Person vorbei. Leider wird dieser unsägliche Lena-Vergleich in den kommenden Wochen und Monaten anhalten, je näher der ESC 2011 rückt. Bleibt zu hoffen, dass Anna sich auch weiterhin nicht "provozieren" lässt.

Windmaschinchens persönlicher Fashion-Designer ist aber auch der Meinung, dass ihr das schwarze Kleid um einiges besser steht als das helle!

Hier das Video aus "Swiss Awards": Anna Rossinelli - "In love for a while"

Windmaschinchen bei

Donnerstag, 6. Januar 2011

Rumänien 2011: Hotel FM - "Change"

Rumänien

Artist: Hotel FM
Titel: Change

2. Halbfinal
Startplatz: 14

Wiki: Hotel FM
Facebook: Hotel FM

Hotel FM - "Change"

Preview-Video:
Hotel FM - "Change"

Leicht beschwingt, so wie es sich gehört für einen Jahreswechsel, wurde das neue Jahr 2011 in Rumänien willkommen geheissen.
Die beste Nachricht für die Rumänen: beim Voting kostete ein SMS nur noch 68 cents....!

In den letzten Jahren war Rumänien immer wieder dafür besorgt, die besten Lieder eines nationalen Vorentscheids bereitzustellen. Letztes Jahr haperte es bereits ein bisschen und dieses Jahr war es wirklich nicht gerade das Gelbe vom Ei. Hat Rumänien etwa schon sein ganzes Pulver verschossen?

Schlussendlich ist aber wichtig, wer das Land vertritt. Alles andere ist Makulatur!

Unter dem meist gehaltlosen Angebot schwang dann die Gruppe Hotel FM mit dem schmerzstillenden Zuckerwatte-Song "Change" obenaus. Hätte glatt aus der frei schwebenden Schweden-Zucker-Pop-Welt stammen können. Aber so schlecht ist "Change" nun auch wieder nicht....! Im Gegenteil!

Das Lied wäre eigentlich banal und einfallslos, was das Zeug hält, hätte es nicht diesen juckenden, ja, schon fast penetrant guten Beat auf Lager, der selbst Holzpflöcke zum Wippen bringt. Neckisch, wie David Bryan, der Sänger, diesen Beat mit Luft-Kniebeugen unterstützt! Dieser Beat schlägt selbst die schmale Orchestrierung aus vergangenen Jahrzehnten, die diesem Lied verpasst wurde. Die Bläser-Einwürfe zeigen, dass da noch mehr Platz für Fleisch am Knochen sein könnte - ohne dass dadurch die Leichtigkeit, die dem Song eigentlich recht gut steht, auf der Strecke bliebe.

Einzig der Key-Change ist komplett misslungen und billig heraus gekommen. So viel Einfachheit haben wir uns nun auch nicht gewünscht, liebes Hotel FM!

David Bryan, der aus England stammende Sänger, liefert eine klare und recht starke Stimme dazu. Keck und beherzt steht er am Mikrofon und bringt das leichtgewichtige Lied erstaunlich frisch und erfrischend rüber! Unterstützt wird er von seinen zwei Band Kollegen Gabriel Băruța (der "Change" zusammen mit Alexandra Ivan komponiert hat) und Alex Szuz.

"Change" ist ein einfach gestrickter, aber hoch ansteckendes Leichtgewicht von einem Song. Gerade diese Leichtigkeit, die nichts mehr und nichts weniger verspricht, macht es umso sympathischer!

Windmaschinchen bei