Dienstag, 22. November 2011

Chiara Dubey - "Anima nuova"


Windmaschinchen macht sich Gedanken über die 14 Finalisten, welche am 10. Dezember 2011 in der Bodensee-Arena in Kreuzlingen das Finale der "Grossen Entscheidungs-Show" bestreiten werden.
Bisher erschienen:
Emel - "She"
I Quattro - "Fragile"
Sosofluo - "Quand je ferme mes yeux"
Atomic-Angels - "Black symphony"
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5/14



Artist: Chiara Dubey
Titel: "Anima nuova"

Chiara Dubey im Web:

Zugegeben, Chiara Dubey, die Interpretin dieser feinfühligen Ballade, war nicht zuoberst auf meiner (Tessiner) Liste zu finden. Zudem konnte ich mich anlässlich des Tessiner Finales kaum auf ihren Song konzentrieren, weil ich nonstop dem bedrückenden Gefühl ausgesetzt war, Chiara Dubeys Stimme könnte jeden Moment zusammenbrechen. Die Nervosität schien gross zu sein. Und da "Anima nuova" nicht minder sensibel und zerbrechlich tönt, war meine "Belastung" gleich doppelt so hoch!

Ähnlich wie bei Sosofluo (aus der welschen Selektion), kam wohl auch Chiara Dubey ins Schweizer Finale wie die Jungfrau zum Kind; aus einer neugierigen "mal-schauen-was-passiert"-Haltung heraus wurde plötzlich musikalischer Ernst. Nun also steht sie dort und es gibt noch einiges für sie zu tun.
Die Sicherheit in ihrer Stimme müsste meiner Ansicht nach um einiges stabiler werden. Bühnenerfahrung kann sie natürlich mangels Erfahrung nicht haben, wird aber für Kreuzlingen eminent wichtig sein. Die ganze Darbietung glich dem Inhalt ihres Songs, jenes eines Neuankömmlings dieser Welt, der fragile und hilflos die ersten Sekunden seines Seins über sich ergehen lässt. Im Weiteren empfinde ich das Song-Ende immer noch als "work in progress". Die letzten 30 Sekunden einfach auszu"la,la"-en (wie im Tessiner Finale gehört) oder sogar gesangslos abzuschliessen (wie in der Audio-Fassung - höre unten), ist für mich immer noch keine Lösung. Hier fehlt mir ein überzeugender Abschluss.

Wenn es Chiara Dubey gelingt, die gesangliche und bühnentechnische Unerfahrenheit in eine überzeugende Darbietung umzusetzen in so kurzer Zeit, dann, ja dann könnten wir am 10. Dezember mit "Anima nuova" vielleicht eine selten gesehene und kaum je gespürte Powerhouse-Performance der Feinfühligkeit miterleben.
"Anima nuova" gefällt mir unterdessen sehr gut. Der Song überzeugt mich durch seine enorme Sensibilität und seine wunderbare, grundehrliche Herzlichkeit und Haltung, welche von dieser melodiösen Komposition ausgehen. Hier wurde etwas kreiert, was ich, um das Wort wieder einmal zu gebrauchen, als authentisch bezeichne. Mit Herz fürs Herz! Mit der nötigen Feinfühligkeit, die es braucht, um ein Neugeborenes willkommen zu heissen!

Chiara Dubey - "Anima nuova"
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