Austragungsort 2011
Über die möglichen Austragungsorte ist bis jetzt nur sehr wenig bekannt. Einzige Tatsache sind die vier Bewerberstädte: Berlin, Hamburg, Hannover und Düsseldorf
Nichtsdestotrotz wird bereits eifrig über Vor- und Nachteile der Kandidaten diskutiert! Dies, obwohl offiziell keine Details über mögliche Arenen, Standorte und Konzepte bekannt sind.
Hier ein paar Gedanken zu den Bewerberstädten:
Softfactors:
Ginge es einzig und alleine um die Tradition der Austragungsorte, käme eigentlich nur Berlin infrage! Seit 1999 fand der ESC mit einer Ausnahme (2004 Istanbul) immer in der Hauptstadt des jeweiligen Landes statt. Was könnte also besser sein als ein ESC in der geschichtsträchtigen und wunderschönen Hauptstadt Deutschlands?
Würde sich der NDR um die wahren, standhaftesten und vor allem langjährigen ESC-Fans Deutschlands kümmern, käme natürlich nur Hamburg infrage. Die Hamburger ESC-Fan-Meile auf der Reeperbahn ist legendär und lobenswert, denn so etwas gibt und gab es nirgendwo in Europa sonst und zwar auch in tristen pre-Lena-Zeiten! Und davon gabs auch in Deutschland eine ganze Menge! Wahrscheinlich war es für einen deutschen Schwulen einfacher, sich vor 30 Jahren Federboa-schwingend durchs bayerische Kotzau zu tänzeln als sich in der 00er-Jahren als ESC-Fan zu outen!
Deutschland zeigte sich echt und ehrlich erfreut über den Sieg, den Lena für das Land eingefahren hat. Da flossen wohl bei einigen ein paar Tränen der Rührung. Und manch "Schlander" konnte sich dem Gedanken "Vielleicht-liebt-uns-doch-der-eine-oder-andere" nicht erwehren!
Aus sentimentalen Gründen und zu Ehren der Siegerin käme also nur Hannover infrage, deren Erfahrung im Umgang mit Messen und Ausstellungen (vor allem nach der Weltausstellung 2000) weltweit bekannt ist mit seinem Messegelände!
Was würde demnach dann für Düsseldorf sprechen in Bezug auf Softfactors? Eigentlich sehr wenig. Hmmm, eigentlich gar nichts! Düsseldorf bringt bei Windmaschinchen keine ESC-spezifischen Gedanken auf! Und den ESC zu Ehren der grössten und besten Band Deutschlands, den "Toten Hosen", an Düsseldorf zu vergeben, grenzt schon fast an musikalischer Gotteslästerung....!
Hardfactors:
(Bitte beachte, dass folgende Informationen über Standort und Hallen bis heute unbestätigt sind und somit zum Teil auf Gerüchten basieren)
Location:
Berlin: Flughafen Tempelhof
Lage: Zentral
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Es gäbe auf dem Areal genügend Platz für die gesamte Organisation und weitere ESC-spezifischen Anlässe.
Der geschichtsträchtige Flughafen mit seinem imposanten wie auch eigenwilligen Design würde mit Bestimmtheit für die wohl beste Kulisse herhalten, die je im ESC-Angebot zu sehen war! Wahrlich grossartig!
Hamburg: Hamburg Messe und Congress Gelände
Lage: sehr zentral
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Die Lage wäre phänomenal. Solch kurze Wege wünscht sich jeder ESC-Fan!
Hannover: Messegelände Hannover
Lage: nicht so zentral
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Die Distanz zum Stadtgrenze ist so etwa acht+ Kilometer. Dazwischen liegt .... nichts. In Berlin hats links und rechts wenigstens immer noch etwas Interessantes zu sehen. Shuttle-Busse sind ja gut und recht, aber nach der ganzen Fahrerei in Oslo wäre eine zentralere Lage doch sehr wünschenswert. Dass die Hannoveraner Messen perfekt organisieren können, haben sie Mal für Mal bewiesen, aber das bringen wohl auch Berliner, Hamburger und Düsseldorfer zustande!
Düsseldorf: Esprit Arena
Lage: nicht so zentral
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Ähnlich wie in Hannover ist auch hier der Weg vom Stadtzentrum zur Arena relativ weit.
Aus kulturell-historischer Sichtweise eines Touristen
Da gibts wahrlich keine Probleme, sich festzulegen:
1. Berlin
2. Hamburg
3. Düsseldorf
4. ....wer war da noch?? Ach ja, Hannover!
Wie sieht die Rangliste soweit aus?
Berlin liegt soweit bei Windmaschinchen klar in Führung (ESC-historisch, geschichtshistorisch, Touristik, kulturell, Location (Tempelhof) und Night-Life)
Für Hamburg sprechen die kurzen Weg ebenso wie die touristischen Aspekte und all die Lys-Assia-Anbeter der Hansestadt!
Düsseldorf hat touristisch sicher einiges zu bieten, liegt aber schlussendlich doch deutlich hinter Berlin und Hamburg. Was sicher für Düsseldorf sprechen würde, wäre ein Gondel-Betrieb entlang des Rheins für die knallharten ESC-Fans zwischen Stadt und Arena anstelle des Rattelbusses ....
Liebe Hannoveraner: ihr zählt mit Bestimmtheit zu den nettesten Deutschen, die ich kenne, und Windmaschinchen VERSTEHT EUCH SOGAR, da ihr das verständlichste und schönste Deutsch sprecht (daher auch die Erleichterung bei Windmaschinchen, dass sich München schlussendlich nicht beworben hat), aber "nur" nette Leute im Angebot zu haben, ist nicht wirklich ein Grund, den ESC 2011 an Hannover zu vergeben, oder?
Ihr verzeiht mir, aber tief in euch drinnen rechnet wohl auch keine und keiner mit dem Erhalt dieses Anlasses, nicht wahr?
Und mit einer Kapazität von unter 10'000 Zuschauern habt ihr auch nicht gerade ein schlagendes Argument für euch. Und genau das schauen wir uns nun mal etwas näher an: die Kapazitäten der Arenen, die Gerüchten zu Folge im Spiel sein sollen.
Kapazitäten der Arenen
Überraschenderweise wurden gemäss Gerüchten weder in Berlin noch in Hamburg auf die O2-Arenen gesetzt. Die finanzielle Last, diese Mega-Event-Hallen während sechs Wochen zu mieten, überstieg wohl bereits früh das Vorstell- wie Machbare! Ob das der Grund war sich gegen z.B. O2 (Berlin/Hamburg) zu entscheiden, oder ob es die Kurzfristigkeit des Anlasses war, lässt sich an dieser Stelle nicht sagen.
Soweit die Gerüchte ins Kraut schiessen, bieten weder Berlin noch Hamburg noch Hannover Kapazitäten von über 10'000 Zuschauern an!!!
Man stelle sich das mal vor: Europas grösste Unterhaltungs-Show findet als eine Art "ESC-in-a-nutshell" statt. Und dies wohl gemerkt in Europas Wirtschafts-Power-House Nr. 1, Deutschland! Dass der NDR sowie die Kandidatenstädte nicht mit ihrem Geld herumschmeissen können/dürfen, erscheint gerade in der heutigen Zeit mehr als logisch. Und da Deutschland ja eh schon für halb Europa (sprich ganz Südeuropa) die Zeche zahlen darf, hats sicher nicht mehr allzu viel Geld übrig für so einen Anlass! Aber lediglich eine Kapazität von weniger als 10'000 Zuschauern zur Verfügung zu stellen, wäre ein riesiger Image-Verlust für Deutschland - und das ist für einmal ohne jegliche Ironie gemeint!
Die Balance zwischen "Geiz ist geil-Denken", Vernunft und Möglichkeiten erscheint mir wohl als die grösste Herausforderung aller Involvierten!
Das heisst, dass der ESC 2011 definitiv in ... Düsseldorf ausgetragen werden MUSS. Die Esprit-Arena bietet genügend Platz und könnte wohl problemlos auf ein Event von ca. 20'000 "heruntergeschraubt" werden!
Die in der Esprit-Arena spielende Fortuna Düsseldorf müsste dann einige ihrer Heimspiele in einem andern Stadion austragen, was sicher machbar wäre (z.B. in der BayArena in Leverkusen, dessen Klub sich ihrerseits ja beim (Um-)Bau ihrer Arena in der Esprit-Arena einnisteten).
Fazit: die Kapazität der gewählten Arena ist von grundlegender Bedeutung und ist wichtiger als alle (ESC-)historischen sowie touristischen Gründe.
Windmaschinchen ist tief im Herzen immer noch für Berlin, aber nur, wenn man auf dem Fluggelände Tempelhof eine (provisorische?) Halle von mindestens 15'000 Zuschauern aufzustellen bereit ist!
Ansonsten kann Deutschland ja die Möglichkeit in Betracht ziehen, den ESC als Franchise weiterzugeben. Zum Beispiel an .... Griechenland! Und hätte den Preis dafür auch gleich selber bezahlt. Und dies eh noch zum halben Preis, als wenn er in Deutschland produziert würde, wohlgemerkt!
Aber im Moment sehe ich eigentlich nur Düsseldorf als logischen Organisator des ESC 2011! Und da nimmt Windmaschinchen sogar einen Schüttelbus von und zur Halle in Kauf...!
