Samstag, 19. Juni 2010

Windmaschinchen hilft SF beim Geld Sparen!

Wer meinen letzten Blog-Eintrag gelesen hat, weiss, dass SF (Schweizer Fernsehen) offenbar über einen nationalen Vorentscheid diskutiert. Der Haken an der Sache ist aber das Budget und somit das fehlende Geld. Dabei wäre das Geld so einfach zu beschaffen, indem man die unsägliche Sendung "glanz & gloria" streichen würde!

Frage: Was sind wohl die beruflichen Voraussetzungen, um Beiträge, wie diesen zu produzieren?
Video vom 01.06.2010

Und solche Leute nennen sich dann Journalisten und solche Produktionsleiter nennen sich Medienverantwortliche!

Windmaschinchen gehört nicht zu jenen Leuten, die prinzipiell auf SF eindreschen, denn dazu sind ein paar wenige Informations-Sendungen zu gut, aber beim Betrachten solch dilettantischer Beiträge, zeigt Windmaschinchen den Verantwortlichen die rote Karte. Wie dieser Beitrag durchgewunken werden konnte, bleibt mir schleierhaft.

Nun, wenn die Sendung so billig ist wie dieser Beitrag, gibts wohl auch nicht viel einzusparen...!

Freitag, 18. Juni 2010

Schweiz 2011: Vorentscheid?

Nach dem ESC ist vor dem ESC. Während sich Windmaschinchen langsam auf den Sommerschlaf vorbereitet, wird hinter den (SF-)Kulissen offenbar bereits über den nächsten ESC diskutiert. Und offenbar diskutiert man bei SF über das Auswahlverfahren für 2011. Dabei geht es vor allem darum, dass das Publikum (also der Gebührenzahler) darüber entscheiden kann, wer die Schweiz 2011 vertreten darf/soll/muss!

Eine diesbezüglich im Netz kursierende Meldung (z.B. auf 20Minuten Online) liest sich wie folgt:

"Das SF könnte sich vorstellen, den nächsten Song-Contest-Kandidaten vom Publikum bestimmen zu lassen – in einer einmaligen Vorentscheidungsshow. Das berichten die Fernseh-Magazine «TELE» und «TV-Star». Die Idee hat aber einen Nachteil: Sie kostet. «Das Problem ist das Budget. Wenn wir das Geld bekommen, finde ich es aber super», erklärte dazu SF-Events-Redaktionsleiter Sven Sarbach. Derzeit diskutieren die Vertreter von SF, TSI und RSI über das Vorgehen. Eine Entscheid soll in Kürze gefällt werden."


Da hat Stefan Raab am Leutschenbach offenbar einiges bewegt, so die Meldung denn überhaupt stimmt!

Nachdem sich das System der internen Auswahl bei SF bis heute nicht positiv auf die Resultate ausgewirkt hat (Ausnahme Vanilla Ninja 2005), ist ein Wechsel des Auswahlverfahrens nur eine logische Konsequenz.

Aber wir sollten uns im Klaren sein, dass ein reiner Systemwechsel noch lange nicht zum erhofften Erfolg führen wird. Dazu braucht es viel, unter anderem auch Glück!

Ein Vorentscheid mit einer einzigen Show scheint mir angebracht zu sein, wie dies z.B. Dänemark 2010 vorgemacht hat. Alles andere wäre eine komplette Selbstüberschätzung des schweizerischen Musikmarktes!

Wichtig: sollte sich SF für einen Vorentscheid mit mehreren Artisten entschliessen, muss unbedingt vermieden werden, dass SF alleine die Finalteilnehmer bestimmt. SF steht nicht unbedingt für modernes, hippes und Jugend-lastiges Fernsehen!

Ok, dies gesagt, gehts jetzt wohl darum, wie so ein Vorentscheid aussehen könnte. Windmaschinchen hat dazu folgende Variante entwickelt: diese Variante sieht eine Mischung des spanischen sowie finnischen Systems vor!

Kurze Fassung dieser Variante:
International ausgeschriebener Wettbewerb
Genre-neutral in einer der vier Landessprachen oder Englisch gesungen
Nur eine Show, die Finalshow!
10 Finalisten bestehend aus 7 per Internet gewählten Artisten sowie 3 Einladung von SF!


Es kann sich irgend jemand mit einem Song für das Schweizer Finale anmelden - Schweizer, Immigranten, Asylanten, Auswanderer, Ausländer, E.T. - you name ! Also Herkunfts-neutral und vor allem Genre-neutral. Sprache: eine der vier Landessprachen (inkl. Dialekt!!) oder Englisch. Es gelten ganz einfach die Teilnahmebedingungen der EBU.

Aus all diesen Einsendungen entsorgt SF dann mal den Mist à la Chikiliquatre. Alle andern Beiträge stellt SF, wie dies eben in Spanien üblich ist, konsequent online. Die Internetnutzer stimmen dann über ihre Lieblingslieder online ab. Betreffend Internetmissbrauch kann sich SF schon einmal beim spanischen Fernsehen informieren lassen. Die haben da schon reichlich Erfahrung gesammelt mit.
Nach Ablauf der Abstimmung werden die ersten sieben fürs Finale eingeladen.

Aus Finnland kommt jener Teil, der es SF erlaubt, Artisten selbst vorzuschlagen/einzuladen. Damit würden SF-nahe Labels wie Universal oder Sony und EMI nicht vom Karren geschubst...! SF würde dann drei Einladungen aussprechen und das Teilnehmerfeld wäre somit komplett.

Die Final-Show würde somit von zehn Artisten ausgetragen, welche natürlich alle live singen müssen! Danach entscheidet das Schweizer Volk per SMS ab. Da sich die Schweiz als urdemokratisches Land versteht, bleibt eine Jury mal aussen vor! Somit würde alle Verantwortung ans Volk weitergegeben, und SF wäre somit fürs erste mal aus dem Schussfeld.

Um die "patriotischen" Schweizer zu beruhigen, könnte sichergestellt werden, dass von den zehn Finalisten mindesten deren vier Interpreten aus der Schweiz stammen müssten, ist aber keine wirklich gute Lösung für Windmaschinchen in Anbetracht der Tatsache der zurzeit herrschenden (Innovations-)Flaute auf dem nationalen Musikmarkt! Vergessen dürfen wir eines nicht: wirklich gute Stimmen aus Schweizer Kehlen gibt es hier in der Schweiz nun wirklich nicht sehr viele....!! Was jetzt nicht heissen muss, dass wir erneut Francine Jordi ins Rennen schicken müssen.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Switzerland 3 points.....!

Oh Mann, so 'ne Blamage....! Die Schweiz hat bereits nach der ersten Partie an der Fussball-WM mehr Punkte auf dem Konto als am ESC in Oslo!

Zuständig dafür war nicht Vania, sondern Gelson Fernandes, der das Schweizer Fussballvolk in der 52. Minute ins Glück schoss!

Vielleicht sollten wir nächstes Jahr die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft an den ESC schicken, denn dann wären uns Punkte aus dem halben Balkan sowie Süd(ost)europas gewiss, wenn man bedenkt, aus welchen familiären Hintergründen sich unsere "Nati" zusammensetzt...!

Gelson Fernandes mit dem Tor zum 1-0 gegen Spanien:


Donnerstag, 10. Juni 2010

Backstage gossip at its best! Glenys Vargas ESC-Erfahrung

Die Frau, die sich traut! Glenys Vargas, eine der 3 Background Sängerinnen von Juliana Pasha (Albanien), beschreibt (auf Englisch) in ihrem Blog, welche Erfahrungen sie in Oslo gemacht hat. Ihre umwerfend ehrlichen und häufig sehr humorvollen Bemerkungen, Geschichten und Meinungen suchen ihresgleichen! Sie äussert sich in einer erstaunlichen Offenheit und Direktheit über ihre Mitstreiter und deren Songs, gibt Anekdoten zum Besten und führt die Leser im wörtlichsten Sinne Backstage! Not to be missed!

Glenys "My big fat eurovision experience" findest du hier!

Glenys Vargas (2. v. r.)


Liebe Glenys, Windmaschinchen will dich 2011 wieder am ESC sehen und hören - diesmal aber centre stage, of course! Und dann darf sich Windmaschinchen auf einen neuen Backstage-Report freuen, dann vielleicht mit dem Titel "My big fat Bockwurst experience" - how about that?

Sonntag, 6. Juni 2010

Schnelldurchlauf gefällig?

Nach der Baschi-Nachricht braucht Windmaschinchen etwas Aufheiterung!



Die Matte ist schon wieder belegt!

Kaum hat sich Windmaschinchen vom Schweizer ESC-Schock 2010 erholt, ist bereits der nächste im Anzug! Oder anders gesagt: kaum ist die Fussmatte vor dem Schweizer Fernseh-Studio wieder frei geworden, und sich der ehemalige Aufenthalter hier und hier die Wunden leckt, hat sich dort bereits ein Neuer installiert: kein Geringerer als Baschi himself!


Wie er in einem Interview der Aargauer Zeitung anvertraute, würde er, guter Song und Unterstützung vorausgesetzt, "sofort am ESC mitmachen"! Immerhin: der Zusatz "Aber mich fragt ja niemand" lässt Raum für Hoffnungen! Liebes SF, bitte fragt nicht!!

Das wird ein grausamer Sommer, wenn Windmaschinchen jeden Morgen mit dem entsetzlichen Gedanken aufwachen müsste, Baschi könnte die Schweiz am ESC vertreten. Bitte SF, lasst dies nicht wahr werden.

Windmaschinchen unterstützt ja nun wirklich alle Schweizer Artisten, die sich freiwillig dem Schlachthof namens ESC annähern. Aber diese Freiwilligkeit hat eben auch Kleingedrucktes im Vertrag, das sich kurz und bündig etwa so liest: "*Ausnahme: Gölä". Dieses Kleingedruckte wird in diesem Moment um den Zusatz "und Baschi" erweitert!

Sicher, Baschi hat einiges an Erfolg vorzuweisen und sein "Bring en hei" (zu Deutsch: Bring ihn nach Hause. Hat also nichts mit "Bring einen Hai" zu tun!!) ist unterdessen Kult in der Schweiz (auch wenn wir immer noch nicht Europameister geschweige Weltmeister geworden sind im Fussball) und er ist der erfolgreichste Teilnehmer der unsäglichen "MusicStar"-Staffeln, die wir erdulden mussten. Ist das wirklich eine Referenz?

Was die Sache noch schlimmer macht, ist die Tatsache, dass Baschi mit Universal Schweiz verknüpft ist, deren "Verbundenheit" zum SF nur allzu bekannt ist (MusicStar, Francine Jordi, Schweizer ESC-Jury 2009/2010) und nichts Gutes erahnen lässt.

Baschi hat bisher erfolgreich Musik gemacht - in der Schweiz! - und seine Ausstrahlung (Typus Love/Hate) ist unbestritten, aber für den ESC fehlt es ihm schlichtweg an Stimme, Gesangstalent und Ausdruck, um auf dieser Ebene zu bestehen. Ob z.B. den Deutschen sein "Hauch-Gesang" gefallen wird oder nicht, wird sich diesen Sommer weisen, wenn Baschi seine auf Hochdeutsch gesungene CD in Lena-Land lancieren wird.

Wer jetzt einwendet, dass auch die Lena nicht singen kann, liegt zwar nicht weit von der Wahrheit entfernt, aber da war noch etwas anderes, das "Satellite" zum Sieg verholfen hat, und das war ihre phänomenale Ausstrahlung und ihre authentische Art, die den meisten andern ESC-Teilnehmern eben abging!

Aber vielleicht ist die Fussmatte vor dem Fernseh-Studio ja immer noch von Lys Assia belegt, die ja ebenfalls ihre Ansprüche auf eine Teilnahme erhoben hat. Heilige Darmentleerung, was muss so eine Fussmatte alles über sich ergehen lassen?

Mittwoch, 2. Juni 2010

ESC 2011: wo, wann und mit wem?

Während das deutsche Publikum immer noch im ESC-Delirium steckt, wird hinter den Kulissen bereits eiligst nach einem passenden Austragungsort gesucht. Ausser dem bayrischen Kotzau scheint sich ja jede Turnhalle besitzenden Gemeinde für den Austragungsort zu bewerben!

Während sich die Stadtväter all dieser möglichen Veranstaltungsorte bereits gegenseitig den Kopf einschlagen, hat Windmaschinchen eine typisch schweizerische und salomonische Lösung anzubieten! Mallorca! Das wäre ein relativ Wetter-sicherer Austragungsort, könnte im Freien durchgeführt werden und würde trotzdem ein Heimspiel für Deutschland. Auflage an die Zuschauer: diese dürften nicht unter einem Alkoholwert von 2 Promille teilnehmen, was kein Problem sein sollte für Windmaschinchen, falls Gölä für die Schweiz ins Rennen geschickt würde!
Jedes Ticket berechtigt zu einem kostenlosen Bier und auf jedem Sitz im Zuschauerraum liegt ein Trinkhalm! Jürgen Drews moderiert (irgendwie) durch die Sendung und damit auch wir Schweizer wieder einmal im Finale stehen, biete ich Michelle Hunziker als Co-Moderatorin an.
Für die Punktevergabe sehe ich natürlich Dagmar Berghoff. Keine würde dies so souverän machen wie sie. Ihre Lottozahlen nach dem "WC T-Versprecher" legendär:



Ach, es wäre ja so einfach, den ESC zu organisieren!

Ein grösseres Problem scheint nun aber der Termin zu sein. Die Shows wurden ja provisorisch schon mal auf den 17./19. und 21. Mai 2011 angesetzt. Nun findet aber am 21. Mai 2011 der deutsche DFB-Pokal (für rosa-lastige Leser: das ist Fussball) statt, der ja bekanntlich auch von der ARD übertragen wird. Windmaschinchen zweifelt sehr, ob die Ball-spielenden Eurovisions-Ignoranten ihren Termin verschieben würden, zumal eine Woche später auch noch der Champions-League-Final stattfinden wird.

Das heisst nichts anderes, dass der ESC 2011 eine Woche früher über die Bühne gehen wird (10./12. und 14. Mai 2011) und Windmaschinchens Warten um eine Woche kürzer ausfallen wird! Hurraaaah! Nur noch 342 Tage bis zum 1. Halbfinale!

Lys, lass los!


Lys Assia, die Schweizer Version der Norma Desmond, war auch dieses Jahr nicht zu vermeiden! Bereits im Anschluss an MvdHs Halbfinal-Auftritt wurde sie kurz eingeblendet. Sicherheitshalber platzierte man sie 15 Meter vom nächsten Mikrofon entfernt. Somit konnte man wenigstens den "Bulgarien/Belgrad"-Versprecher vermeiden. Dass aber wohl auch sonst nicht alles zum Besten steht in ihrem Denkapparat, zeigt folgendes: Ein Schweizer Fan entdeckte die gute Lys am Finalabend (sie sass wie Windmaschinchen, ein paar Schweizer und viele Schweden in der Verliererecke des Zuschauerraums) und hatte das Bedürfnis, sich mit ihr ablichten zu lassen.
Um zu schauen, ob das gute Ding überhaupt noch lebt, das wie ein verlorenes Häufchen Elend auf dem Stuhl sass, meinte er beiläufig, dass es schade sei, dass die Schweiz es nicht ins Finale geschafft habe, worauf die 86-jährige Rosa Mina Schärer (alias Lys Assia) doch ohne mit der Wimper zu zucken meinte: "Das Schweizer Fernsehen müsste halt wieder sie, Lys Assia, ins Rennen schicken, dann würde es nämlich schon klappen!".
Mit besorgtem Gesicht entfernte sich der Schweizer Fan wieder von ihr.

Dieselbe Aussage hat sie nun offenbar auch gegenüber der EBU gemacht.
Zitat: Quelle eurovision.tv

Lys Assia, first ever winner of the Eurovision Song Contest in 1956 for Switzerland

"Over the past years, the Eurovision Song Contest has become a lot bigger. This year, it has been more about the song than the show. There were more good singers this year. Nobody would have thought that after 55 years, this great competition would still be going. It is the best show in the World. I am still keenly interested in the competition, and I think that Switzerland should take me with a good song, good backing, good lighting, I can still do it. I have the experience, I have the charisma and I know what people like. I think I could get Switzerland back in to the Final with a nice, well arranged ballad with good music."

Zu schlechter Letzt reiste dann Windmaschinchen auch noch mit derselben Maschine wie Lys Assia zurück in die Schweiz. Es war nicht der Abschluss, den sich Windmaschinchen wünschte. Offenbar wurde sie vom Flugpersonal nicht als die Celebrity erkannt, als die sie sich fühlt - und musste ihren in der Economy-Class gebuchten Sitz einnehmen. In Zürich angekommen bestieg sie eilends ein Taxi und rauschte von dannen ...! Wohl direkt Richtung Leutschenbach!

Liebe Lys, lass los! Du würdest sicher auf einen Einsatz mit Windmaschine beharren und das könnten wir schlichtweg nicht verantworten. Du wärst in null Komma nichts in den Kulissen hinten...! Zu einem möglichen Titel, wie "Wie ein Vogel im Wind" würde das aber wiederum sehr passen! Hmhh...!