Mittwoch, 31. März 2010

Windmachine-Awards 2010: Best Key-Change



(2/6)
Best Key-Change 2010





Island

Hera Björk

"Je ne sais quoi"



Das qualitativ magersüchtige ESC-Jahr 2010 macht sich schon bei der Suche nach dem besten Key-Change bemerkbar! An Mirelas Key-Change vom letzten Jahr kam niemand auch nur annähernd heran!

Nun, einige Songs dieses Jahres haben einen Key-Change, fallen aber aufgrund deren Banalität und Einfachheit gar nicht erst auf. So blieb Windmaschinchen am Schluss nur noch Island und die Schweiz übrig, zwischen denen es sich entscheiden musste.

Lange Zeit lag MvdH vorn. Windmaschinchen entschied sich dann aber für Hera Björk und zwar aus dem simplen Grund, dass sie, im Gegensatz zu MvdH, ihren Song schon mehrmals LIVE vorgetragen hat, und somit bewiesen hat, dass sie ihn, den Key-Change, auch beherrscht!
Für MvdH ist somit die einzige Möglichkeit, einen Windmachine-Award einzufangen, leider schon weg. So viel sei für die nächsten zu vergebenen Awards schon mal verraten!

Daher: Herzlichen Glückwunsch an Hera Björk für den Windmachine-Award für den besten Key-Change! Til hamingju, Hera Björk!

Dienstag, 30. März 2010

Windmachine-Awards 2010: Beste nicht qualifizierte Songs


(1/6)
Beste NICHT-Qualifizierte Songs 2010



Platz 3:
Bronzener Haartrockner 2010




Island

Hvanndalsbræður

"Gleði og glens"




Da gingen eindeutig ein paar Schnuckelpunkte verloren! Die konnten nicht nur singen, die sahen auch gletscherschmelzend gut aus! Oben uniformiert und unten schon halbnackt...! Was will man mehr, um einen Vulkan zum Ausbruch zu bringen! Schmelz!

Platz 2:
Silberner Haartrockner 2010



Finnland

Heli Kajo

"Annankadun kulmassa"



Als Windmaschinchen erstmals diesen Song zu hören kriegte, war es noch entsetzt darüber! Als es dann ein paar Wochen und Monate später feststellen musste, dass nicht viel Besseres kommen sollte, wurde "Annankadun kulmassa" plötzlich Kult!


Platz 1:
Goldener Haartrockner 2010




Dänemark

Jens Marni

"Gloria"



Drei Schlagzeuge auf einmal auf der ESC-Bühne war wohl eine schlechte Idee und wurde vom Pölser-verzehrenden Publikum auch aufs Heftigste verschmäht. "Gloria" blieb chancenlos im Seichttum des dänischen Schlagerschlamms. Auch wenn Rock-Musik am ESC kaum wahrgenommen wird, hätte ein bisschen Haue von "Gloria" der Ausgabe 2010 doch gut getan. Stattdessen muss sich Windmaschinchen mit Weichspüler-Schmalz und einem Dieter Thomas Heck-Verschnitt abfinden! Wahrlich keine gloriosen Aussichten...!

Somit ist das einzige, was für "Gloria" und Jens Marni übrig bleibt, Windmaschinchens Goldener Haartrockner für den besten nicht qualifizierten Song 2010. Til lykke, Jens Marni

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Dass 2010 wohl eher in die "Analen" denn in die "Annalen" eingehen wird, darüber herrscht in der äusserst vielfältigen ESC-Zunft schon fast erschreckend eitle Übereinstimmung.
Was aber dieses Jahr schon fast schockierend war, ist die Tatsache, dass in den Vorausscheidungen auch nicht viel Besseres angeboten wurde! Es war ja nicht so, dass immer der falsche Song ausgewählt wurde, sondern es hatte einfach nichts Besseres dabei.

Windmaschinchens Playlist "ESC 2010 Diverse" blieb dieses Jahr beängstigend "unterbestückt"! Gerade mal elf nicht qualifizierte Songs schafften es dorthin. Nichts im Vergleich mit den 20 Songs aus 2009!

Samstag, 27. März 2010

Meine einzige Hoffnung.....

Dies ist so zu sagen ein rollender Blog-Eintrag der Ukraine.....!



Ukraine

Artist: Vasyl Lazarovich
Titel: I Love You

... es kann nicht schlechter werden!

Es scheint, als ob die Tendenz, absichtlich unterdurchschnittliche Songs an den ESC zu schicken, um das Giga-Event ja nicht austragen zu müssen, weiterhin seine Gültigkeit hat.
Die Ukraine ist dieser ominösen Liste gerade hinzugefügt worden. Irgendjemand wird dabei auf die Schnauze fallen, und zwar dann, wenn nämlich die Zuschauer zwischen Pest und Cholera auswählen müssen.

Vasyl Lazarovich präsentierte 5 (englische) Songs, die zwar sehr unterschiedlich waren, aber doch allesamt in derselben Schublade zu finden waren - in der untersten, wo sich in etwa auch sein Akzent aufhalten muss, den er schon fast niedlich durch alle Songs spazieren führte.

Das Grauen findet also seine Fortsetzung!

Einzige gute Nachricht: die Chancen der Schweiz, sich nach Jahrzehnten wieder einmal fürs Finale zu qualifizieren, steigen unaufhörlich! Die Ukraine startet nämlich wie die Schweiz im selben - 2. - Halbfinal.

Vasyl Lazarovich mit "I love you"




U P D A T E 1:


Ukraine

Panik pur in der Ukraine! Wie heute auf esctoday berichtet wurde, findet in der Ukraine eine neue Ausscheidung statt.
Ob die kürzlich neu gewählte Regierung und dem entsprechenden "Personal-Wechsel" beim TV eine Rolle spielte, oder die Tatsache, dass es sich beim kürzlich erkorenen "I love you" gesungen von Vasyl Wie-Auch-Immer um einen zum Schlaftod führenden Song handelt, wurde weiter nicht kommentiert und ist Windmaschinchen auch so was von egal! Hauptsache, wir kriegen was Besseres aufgetischt.

Wetten, dass diese Geschichte noch nicht zu Ende geschrieben ist?

Also, Verka, pack dein Alu aus, zieh dir die Stern-beschlagene Lümmeltüte über den Kopf und bring uns wieder in Ekstase mit einer neuen "Ai-lu-luu"-Nummer! Mutti darfst du übrigens auch wieder mitnehmen nach Oslo.

So etwas wollen wir sehen, liebe Ukraine:




U P D A T E 2:

Falls die Ukraine die Fussball EM 2012 in diesem Tempo vorantreibt, wie es aus dem schieren Nichts eine nationale ESC-Vorausscheidung zusammengestiefelt hat, besteht echt noch Hoffnung, dass in gut zwei Jahren dort auch ein Fussball-Match durchgeführt werden wird.

Die Liste der ukrainischen (ESC-)Peinlichkeiten Ausgabe 2010 könnten exemplarisch für ein Buch namens "Wie man es NICHT macht!" herhalten!
Nach Chefwechseln in der Regierung und folgedessen auch beim Staatssender wurde bekanntlich dieser Song, gesungen von Alyosha, erkoren.

Alyosha mit "To be free":



U P D A T E 3

Zum Glück war Windmaschinchen diese Woche nicht am PC (muss ja noch schauen, dass der Aufenthalt im exorbitant teuren Oslo irgendwie finanziert wird) und konnte sich somit Zeit und Nerven sparen, den letzten ukrainischen Ausstoss zu kommentieren! Denn "To be free" entsprach nicht den EBU-Vorschriften.....! Wie blond muss man sein, um diese paar Regeln in sein Spatzenhirn zu quetschen?

Nun besteht also Hoffnung, dass sich die Ukraine doch für 3 Minuten entschieden haben, welche in irgendeiner Weise dem Reglement entsprechen könnten.

Das sähe dann folgendermassen aus:


Ukraine

Artist (sehr wahrscheinlich): Alyosha
Titel (sehr wahrscheinlich): Sweet People

Die "To be free"-Sängerin wurde also behalten, nur der Song wurde ausgetauscht. In welchem Verhältnis steht sie wohl zu den zurzeit mächtigen Leuten in der Ukraine?

Die Niederlande werden das Geschenk dankbar annehmen! Denn ihr Song erhielt diese Woche einen regelrechten Schub Richtung Finale, als bekannt wurde, dass sie im 2. Halbfinale direkt nach den zwei Dormikum- und Depressions-Beiträgen aus Aserbaidschan resp. der Ukraine antreten dürfen. Falls bis zu diesem Zeitpunkt nicht schon alle Zuschauer totgeschlafen sind oder an der Zimmerdecke baumeln, werden die Überlebenden hoch erfreut für die Flachländler stimmen.
Würde Estland mit seiner "Siren" nicht im ersten sondern im zweiten Halbfinale und auch direkt vor den Niederländern antreten, könnte man in Amsterdam schon mal den Champagner kühl stellen.
Kaum auszudenken, was in Europa passieren würde, wäre auch die lettische Jammertrine mit ihrem abiturlosen "What for?" in dieser Region angesiedelt! Was die Pest, die Cholera, zwei Weltkriege und Lordi nicht schafften, würden Estland, Lettland, Aserbaidschan und die Ukraine in nur 12 Minuten erledigen: Europa von der Landkarte fegen.

Es empfiehlt sich, nach dem "Genuss" von Alyosha "Sweet People" unverzüglich das unten angehängte "Ik ben verliefd" anzuhören, ansonsten kann Windmaschinchen für nichts mehr garantieren.

Alyosha mit "Sweet people"


Sieneke mit "Ik ben verliefd"



Samstag, 20. März 2010

Frankreich im Offside


Frankreich

Artist: Jessy Matador
Titel: Allez! Ola!

Schade, muss sich Frankreich nicht zuerst fürs ESC-Finale qualifizieren und dabei im Halbfinale auf Irland treffen. Bei diesem Duell würde Frankreich, dies im Gegensatz zur Fussball WM-Quali, als klarer Verlierer vom Platz gehen und somit das grosse Finale verpassen.

Der diesjährige Beitrag Frankreichs passt in etwa so zum ESC, wie wenn man die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft (hier bei uns in der Schweiz wird sie einfach "Nati" genannt!) an der WM in pinkfarbenen Tutus antreten lassen würde. Völlig abseits jeglicher Vernunft.

Windmaschinchen HASST es, wenn es auf Kommando genötigt wird, den Schalter auf "Wir habens ja soooo lustig" zu switchen, wenn einem bei solchen Beiträgen wie diesem die Lust dazu vergeht. Und dann in Oslo wird Windmaschinchen in der vordersten Reihe wohl noch aufgedrängt, "La Ola" mitzumachen. Geht mir voll auf die Prinzenrolle und am Barsch vorbei!

Kein anderes Land hat sich im Vergleich zum Vorjahr von einem Ende der Liste ans andere verabschiedet wie Frankreich! Da kann man nur noch sagen: "S'il fallait le faire", hätte Frankreich noch etwas mehr als 24 Stunden Zeit, eine Vorausscheidung zu veranstalten. Wie uns die Ukraine gezeigt hat, ist selbst dies möglich! Also: Allez, La France! Oder es gibt die rote Karte!

Jessy Matador mit "Allez! Ola!"


Kein Werbespot für Harninkontinenz


Aserbaidschan

Artist: Safura
Titel: Drip Drop

Selbst Rihanna könnte diesen Beitrag nicht schlechter singen. Da würgt und quetscht Safura die Töne heraus, dass einem diese schier leid tun! Und jedem Englisch-Lehrer drücke ich mein absolutes Beileid aus.
Das ist echt gruselig, was die Safura hier von der Bühne schreit. Dies ist umso schlimmer, wenn man bedenkt, dass der Song echte Qualitäten besitzt. Man muss sie nur tief, sehr tief suchen und finden können.

Passender könnte der Titel nicht sein: der Song tröpfelt Ton für Ton vor sich hin.
Dies ist keine Ballade, dies ist eine Jammer-lade! Das weinerliche Flennen über einen Mann, der nach Lippenstift riecht, geht mächtig auf den Bahlsen! Dem Song und vor allem der Interpretation in dieser Form fehlt es in jeder Beziehung an Ecken und Kanten, an Dynamik sowie an Selbstsicherheit und Vertrauen. Der Song und die Vorstellung brauchen so zu sagen noch etwas Haue.
Wir brauchen also eine Transformation von Aserweindschan zu Aserpeitschan, dann würde echt was aus "Drip Drop".

Safura mit "Drip Drop"



"Words, words, words" einer weiteren jemenitischen Nachtigall


Israel

Artist: Harel Skaat
Titel: Milim

Längst überfällig sind Windmaschinchens Gedanken zum israelischen Beitrag 2010. Aber jeder Versuch dazu endete jeweils in erhöhter Müdigkeit und einer leichten Depression.

Das Wehklagen des Sängers käme nur halb so schlimm rüber, wenn der Song nicht so repetitiv wäre. "Immer wieder dieselbe Leier" ist man geneigt zu sagen, ohne auch nur ein einziges Wort verstanden zu haben, aber man spürt das Gejammer. Eine wahre "Jammertrine" dieser Harel Skaat.

Es dauert genau 1:50 bis der Song entscheidet, den Vorwärts-Gang einzuschalten, und nach 2:03 kommt dann noch so etwas wie Dramatik hinzu, die diesem Song so gut tut. Erst hier hebt "Milim" ab und lässt ihn fliegen. Ob bis zu diesem Zeitpunkt die Hälfte der Zuschauer (wieder) eingeschlafen ist, wird sich zeigen.
Immerhin lässt sich sagen, dass Israel sich zum Vorjahr um einiges verbessert hat, dies im Gegensatz zu den meisten andern Ländern Europas. Ihm werden aber die "Hurra, wir wollen Frieden"-Punkte fehlen, welche sich Noa & Mira Awad letztes Jahr mit ihrem überbewerteten "There must be another way" erschleimt haben!
Harel macht mit seiner schönen Stimme immerhin das beste aus dem Song. Er erinnert stark an Boaz (Israel 2008). Wie dieser ist auch Harel jemenitischer Herkunft.
Eine Final-Qualifikation ist mit "Milim" - im Normalfall - garantiert und verdient. Wieviel Harel Skaats "Worte" erreichen, wird sich zeigen!

Nun, am Song kann er nichts mehr ändern, der ist nämlich nicht von ihm geschrieben, die Stimme lässt eigentlich auch keine Wünsche offen und die Schnuckelpunkte in dieser so schnuckellosen Saison hat er praktisch auf sicher. Einzig seinen Nachnamen sollte er als Künstlernamen vielleicht nochmals überdenken....!

Harel Skaat mit "Milim"


Freitag, 19. März 2010

Oslo, we have a problem! oder: die Glaubensfrage ist wieder zurück!


Weissrussland

Artist: Three Plus Two
Titel: Butterflies

Im Gegensatz zur Ukraine fand in Weissrussland weder ein Regierungswechsel statt, noch wurde der TV-Chef ausgetauscht. Nein, die Weissrussen haben schlicht und ergreifend den Song ausgetauscht, was, zugegebenermassen, schon zuvor mal von offizieller Seite in Erwägung gezogen wurde. Windmaschinchens Begeisterung für "Far Away" hielt sich in absoluten Grenzen. Also, weg damit!

Und was bescheren uns die Weissrussen jetzt, heh? Um es mit meinem Lieblingsausdruck zu umschreiben: we have a case of a complete "reversal of fortune"! Schlimmer noch: Windmaschinchens Glaubensfrage ist aktueller denn je!
Mit "Butterflies" liefert Weissrussland die mit Abstand beste Ballade der echten Balladen dieses Jahres. Schlimmer noch: "Butterflies" flattert sich widerstandslos in die Gehörgänge hinein, vergiesst ungefragt seine grandiosen Harmonien, lässt hier einen bolero-esken Takt erklingen, dort einen Synthie-Blasbalg aus Schottland ertönen und lässt alles um sich herum in pompösester Manier davonschmelzen. Es ist grausam! Es ist schlicht und ergreifend grausam! Grausam SCHÖN!

Ich meine, "Butterflies" ist so proppenvoll mit Zuckerguss und Sahne, dass einem im Normalfall speiserückgabe-übel würde, aber die Zubereitung hats in sich, und die ist verführerisch gut. Windmaschinchen möchte sooooo gerne über diese Zucker-Schleuder lästern, bleibt aber wohlig-benebelt im dreiminütigen Schmalztopf hängen! Diese Harmonien sind unwiderstehlich und hier gibts 'ne wahre Sintflut davon. Windmaschinchen LIEBT Harmonien .

Wenn die Jungs live auf der Bühne nur halbwegs so gut singen wie hier im Video (die Harmonie-Nudeln könnte man glattweg in den Background verbannen) und ihr Akzent im Rahmen bleibt, dann haben wir ein Problem. Dann hat Windmaschinchen ein Problem und muss eventuell, vielleicht, womöglich, unter Umständen, gegebenenfalls doch in Betracht ziehen, nächstes Jahr ins Land der letzten wirklichen Diktatur Europas zu reisen. Windmaschinchen HASST Glaubensfragen!

Three Plus Two mit "Butterflies"


Donnerstag, 18. März 2010

Bad Hair-Day!


Albanien

Genau DAS passiert, wenn man 30 Sekunden vor seinem Live-Auftritt mit feuchten und gel-verhangenem Haar von einer sich gerade einübenden Windmaschine erfasst wird.

Juliana Pasha mit "Coupe Windmachine"....
...passiert kurz vor ihrem Auftritt zur Präsentation
der englischen Fassung "It's All About You"


Es kann nicht immer Kaviar sein


Bosnien & Herzegowina

Artist: Vukašin Brajić
Titel: Munja I Grom

Das war ja ein Miniatur-ESC, den das bosnische Fernsehen veranstaltet hat! Vom wankelmütigen Polen (er präsentierte die 523. Version seiner "Legenda") über die drei Drama-Queens aus Kroatien, dem gerockten Mazedonier, dem serbischen Michel aus Lönneberga zur angerauschten Titanic aus Irland gabs eine nette, kunterbunte Vorschau auf das, was uns in Oslo erwarten wird.
Da muss wohl ein ziemliches Gedränge vor der Schminkgarderobe geherrscht haben, bei dessen Kampf um Zutritt die Irländerin, Niamh Kavanagh, als eindeutige Verliererin vom Platz ging! Drei-Wetter-Taft hatte sie auf jeden Fall nicht mit dabei!
"Ovo je Balkan" ging als klarer Sieger dieser Runde hervor. Der Song läuft bei Windmaschinchen unterdessen auf Hoch-Touren!!!

"Safe the best for last" heisst es ja. An diesem Abend wars umgekehrt. "Meine" Regina eröffnete den musikalischen Abend und drückten noch einmal voll auf die Melancholie-Drüse mit ihrem wunderbaren, aber unterbewerteten "Bistra Voda" des vergangenen Jahres. Das isch Musigg!!!

Tja, dann gings ja noch um die Vorstellung des neuen bosnischen Beitrags. Das hoffnungsvolle Warten musste einem Gefühl weichen, das im Englischen am besten mit dem Wort "underwhelmed" beschrieben werden kann.
Fairerweise muss gesagt werden, dass der Tontechniker wohl bereits auf dem Heimweg war, als der sicherlich talentierte Vukašin Brajić seinen Auftritt hatte. Die Sound-Qualität war einfach schlecht.
Nun habe ich mir unterdessen eine Studio-Fassung angehört, um mir "eine zweite Meinung" einzuholen und die sagt: ist auch so nicht viel besser...!
Der Song ist weder Rock, noch Pop, noch Eros Ramazzotti und vor allem ist er nicht "bosnisch" und das vermisse ich grausam an diesem Beitrag. Die englische Version war nur marginal besser, verlor aber dadurch den letzten Halt zu Bosnien.

Der Song ist immer noch besser als viele, viele andere Beiträge dieses Jahrgangs. Windmaschinchen jammert lediglich auf hohem Niveau. Aber nach dem "Lauf" der letzten paar Jahre waren die Hoffnungen natürlich auch hier etwas höher gestellt als etwa, sagen wir mal als in Belgien for that matter!

Statt "Blitz und Donner" gibts nur "Kerzenflackern und lauer Durchzug". Schade, Bosnien, aber diesen Lapsus verzeih ich dir gerne, hast mich ja in den letzten Jahren ziemlich verwöhnt.

Vukašin Brajić mit"Munja I Grom"


Sonntag, 14. März 2010

Vielleicht wäre der 10h-Bus besser gewesen!?


Grossbritannien

Artist: Josh
Titel: That Sounds Good To Me

Never change a winning team! Liegt doch irgendwie auf der Hand, oder? Nach der letztjährigen Casting-Show, aus der Jade als Siegerin hervor ging, und mit dem von Andrew Lloyd Webber komponierten "It's my time", welches den berauschenden 5. Platz belegte, wollte Grossbritannien auch dieses Jahr wieder ähnlich absahnen.

Dafür engagierte die BBC Pete Waterman, der in den 1980er Jahren zusammen mit den Herren Stock und Aitken das berühmt berüchtigte Autoren- und Komponisten Trio "Stock Aitken Waterman" bildete. Es ist diesem Trio zu verdanken, dass sich die Disco-Kugel anno domini mehr als nur einmal die Stunde zu drehen begann, aber auch dafür verantwortlich, dass die heilig gesprochenen 80er-Jahre auch eine Kehrseite erhielten.

Wie so oft, wenn man Geriatrie-Fälle der Musikbranche für ein aktuelles Musik-Projekt einspannt, erfährt man auf brutalste Weise, dass die Welt für einige Leute vor ca 30 Jahren aufgehört hat, sich zu drehen. Pete Waterman ist so einer. Was für ihn gut tönen mag, gilt noch lange nicht für den Rest der Welt.
Den Titel werde ich mit Sicherheit nie aussprechen, in der Angst, die Leute könnten meinen, dass ich ihn wirklich gut finde. "That sounds good to Pete" ist nicht einfach nur Schrott, das ist Edel-Schrott!

Nun gut. Man resp. BBC verzichtete dieses Jahr wohl aus Kostengründen auf die Casting-Runden und nominierte gleich mal sechs Acts. Die Verantwortlichen haben wohl am letzten Freitagmorgen vor der Show den 9h Bus vor dem BBC-Gebäude gekapert, in dem sich gerade 12 Personen befanden. Ihnen wurde dann Jemini's "Cry Baby" so lange vorgespielt, bis sie sich einverstanden erklärten, für Grossbritannien zu singen und öffentlich zu verkünden, dass sie Pete Watermans "That sounds good to me" gut finden. Dieses Prozedere dauerte gerade mal drei Minuten. Et voilà, man hatte die Teilnehmer beisammen.

Auf jeden Fall ging dann Josh als Sieger hervor, der sich wohl unter massivstem Druck genötigt sah, Dinge wie "What a great song!" oder "I'm so proud to sing Pete's song!" von sich zu geben. Die Briten machen in der Tat Fortschritte, wenn man sieht, dass ihre Käsegesichter beim Lügen nicht den Hauch von Röte von sich geben!

Das Lied ist
- fad wie ne salzlose Suppe, hat
- Tiefe wie das Wattenmeer,
- Persönlichkeit wie abgestandenes Wasser und ist
- sexy wie ein Morgenfurz.


Vielleicht werden nun einige merken, dass Grossbritannien 2009 nichts anderes als ein Glücksfall war, denn schon "It's my time" war ein massiv überbewertetes Wohlfühl-Gedusel längst vergangener Zeiten, dessen grossartige Platzierung einzig und alleine Jades Verdienst war.

Mit dem billigen Vorjahres-Abklatsch ihres Vorentscheids vom Freitagabend kriegt Grossbritannien das, was es verdienen: eine Klatsche mitten ins Gesicht. And that sounds good to me!

Josh mit "That sounds good to me"

Werbespot für die Psychopharma


Estland

Artist: Malcolm Lincoln
Titel: Siren

Im Normalfall könnte man über einen Beitrag wie "Siren" folgendes sagen: willst du Estland oben sehen, musst du nur die (Rang-)Liste drehen. Aber was ist schon normal in diesem magersüchtigen ESC-Jahrgang 2010.
In Anbetracht der Tatsache, dass sich nicht wenige Länder einen erbitterten Kampf um den letzten Platz streiten, könnte "Siren" vielleicht sogar den einen oder andern Punkt ergattern.

Der Song wirkt in etwa so, wie wenn man versehentlich eine Abführmittel eingenommen hat anstelle der Vitamin-Pille, die man sich an einem grauen Montagmorgen einwerfen muss, um den Tag gut zu überstehen. Man sträubt sich dagegen und hat trotzdem keine Chance.
Der minimalistische und durchwegs psychotische Beitrag hat irgendwo etwas, das gar nicht mal so übel ist, wie man zuerst denkt. Und ich sträubt mich mit Händen und Füssen dagegen und erliege diesem widerspenstigen Gefühl dann doch hin und wieder. Schande über mich, aber ich kanns nicht lassen.

Aber Schlussendlich würde der Song sich dann doch eher für eine Werbekampagne der Psychopharma eignen!

Eines muss man diesem Malcolm Lincoln lassen: die Stimme, die ist top. Und er ist somit einer der wenigen, der live ebenso gut tönt wie auf dem Video. Leider, ist man geneigt zu sagen, denn damit kommt auch der Montagmorgen-Text viel besser zur Geltung.

Malcolm Lincoln mit "Siren"

Christa Rigozzi vergibt die Punkte für die Schweiz


Schweiz

Gemäss dieser Blick-Mitteilung werden die Punkte der Schweiz am ESC-Finale von der Miss Schweiz 2006, Christa Rigozzi, vergeben. Sie wird dem europäischen Publikum zeigen, dass wir auch Schönes haben hier bei uns in der Schweiz ... und nicht nur Gutes!

Christa Rigozzi macht unter anderem Werbung für Mastro Lorenzo Kaffee

Christa Rigozzi


"Il pleut de l'or" - offizielles Video


Schweiz

Offizielles Video von "Il pleut de l'or"

Als eines der ersten Länder liefert die Schweiz resp. Michael von der Heide das Video und somit wohl auch die finale Version zum Schweizer Beitrag 2010 ab.
Dieses hält sich ganz im Stile des Songs: leicht, beschwingt und angenehm.
Gut gemacht!

Nun wäre es aber an der Zeit, dass MvdH seinen Song mal live bringen würde, dann wüsste man nämlich auch, was uns Schweizer Fans am 27. Mai erwarten wird. Nach den letzten drei Jahren ist unsereins vorsichtig geworden...!
Also, lieber Michael, hopp auf die Bühne und zeig es uns!

Michael von der Heide mit "Il pleut de l'or"

Jemand musste ja gewinnen!


Schweden

Artist: Anna Bergendahl
Titel: This Is My Life

Die Mutter aller ESC-Vorausscheidungen gehört unterdessen auch wieder der Geschichte an. Und mit dem Gewinn Anna Bergendahls fand die Ausgabe 2010 auch wieder eine Siegerin.

Was kann man über die Melodifestivalen-Ausgabe 2010 sagen? Mir kommt da spontan nur Alanis Morissette in den Sinn, die in ihrem Lied "Ironic" (ironischer gehts nun wirklich nicht!) folgende Zeile zu bieten hat: "It's like ten thousand spoons, when all you need is a knife".

Da werden in Schweden über 3000 Songs eingeschickt, und was kommt dabei heraus? Ein Sieger, der gesiegt hat, weil einfach schlussendlich einer siegen musste!

Das Angebot 2010 war mies, schlichtweg mies. Und mit "This is my life" hat der Berg einfach eine Maus geboren! Klar, der Song ist nicht übel, aber er schleift mehr Schimmel auf sich mit herum als ein gut gereifter Roquefort-Käse mit Schleifchen!

Nicht einen Song gabs, auf den sich Windmaschinchen hätte freuen können. Da war schlicht und ergreifend nix da, worauf man sich hätte freuen können. Letztes Jahr (welches übrigens auch nicht besser war!) hatte man wenigstens noch die Hoffnung, dass Ober-Matrone Sarah Dawn Finer vom Gabelstapler fliegen würde, aber nicht einmal dies ging in Erfüllung!

Dieses Jahr? Duschen auf der Bühne! Woooooowww! I'm impressed!

Die Punkte-Vergabe mag ja für "Douze-Points-Fetishisten" geil sein, aber die internationalen Jurys bringen ja nun wirklich nichts, denn das (Zwischen-)Ergebnis drehte sich von dem Moment an, als die nationalen Jurys zum Zuge kamen.
Und der Mulitplikator-Faktor beim Televoting führt das ganze Vorgeplänkel ad absurdum! Warum fügt ihr nicht noch gleich einen Windmachine-Faktor hinzu? Dann hätte unsereins wenigsten etwas zu ...... tun!

Machts doch nicht so kompliziert, liebe Schweden! Die (nationalen) Jurys könnt ihr beibehalten und wandelt dann einfach das Zwischenergebnis in die berühmten 12, 10, 8 usw. Punkte um. Dann zieht ihr das Ergebnis des Televoting heran, wandelt dieses ebenfalls um, addiert das Ganze, et voilà, ihr habt einen Sieger! Bei Punktgleichheit entscheidet entweder die Jury oder das Televoting! Halb Europa machts schon so! Noch Fragen?

Und nun nochmals zu den internationalen Jurys, die ihr dieses Jahr erstmals eingesetzt habt. Wie gesagt, forget about them! Was ihr braucht, liebe Schweden, ist eine internationale Jury/ein Panel/Fachleute/Experten/Kapazitäten/Autoritäten - you name them - welche die Vorauswahl, die Erstauswahl treffen, dann landet nämlich Dumpfbacken-Pop à la "Hollow" (dieser Titel war wohl der grösste Wink mit dem Zaunpfahl) gleich von Beginn weg dort, wo er hin gehört: auf dem Mist!
Euer Auswahlverfahren ist so was von inzestiös, dass einem das nackte Grauen packt! Ihr seid die eigenen Gefangenen eures "Allsång på Skansen"-Syndroms. Hey, öffnet die Tore, wake up and smell the coffee! Es gibt noch mehr als diesen belanglosen Schweden-Pop und Schlager, den ihr uns Jahr für Jahr um und in die Ohren haut! Auch wenns nicht jedem gefällt, aber es gibt da noch so etwas wie Rock, HipHop, Gothic, Alternative und vieles, vieles mehr! Schaut doch einfach mal nur übers Wasser nach Finnland. Die habens schon lange vorgemacht!

Und hier noch ein weiterer Tipp: alles was mit "Kempe" beschriftet ist, ist gemeingefährlich, kontaminiert und gehört auf den Sondermüll!
Har du förstått det, liebes Schweden?

Und jetzt noch was zur Sendung: das Präsentations-Trio könnt ihr ebenfalls gleich mitentsorgen! Das war so was von unlustig und unspontan, es fehlen mir die Worte! Die Sendung ist zu Tode organisiert. Hier gibts kein Platz für Spontaneität, kein Platz für das Publikum. Kein Platz fürs Leben, Mitfiebern und Miteifern des ESC-Fans. Denn sie sind es, die euch tragen, die euch euren Lohn einbringen. Nicht einmal Fähnchen dürfen die Leute offenbar mit in die Halle nehmen. Nein, es herrscht ein striktes und rigides TV-Regime vor, wie man es vom chinesischen Parteitag her gewöhnt ist!
Man schaue sich dazu nur die Schlussszene an, nachdem Anna Bergendahls Sieg feststand. Diese freute sich verständlicherweise über ihren Sieg, wurde von allen abgeknutscht und wollte ganz einfach den Moment geniessen. Aber nein, die hysterische Präsentatorin schleifte sie in forschem Ton geradezu auf die Bühne. Dass sie nun endlich vorwärts machen solle! Nein, so macht das Melodifestivalen keinen Spass! Mir jedenfalls nicht!
Und um Männer zu sehen, welche in Kleidern eine Dusche nehmen, brauche ich nun wirklich nicht das Melodifestivalen zu schauen, dafür habe ich andere Kanäle....!

Anna Bergendahl mit "This Is My Life"

Samstag, 13. März 2010

So ist der Balkan! Und so tönt er!


Serbien

Artist: Milan Stanković
Titel: Ovo je Balkan

Wolltet ihr schon immer wissen, was mit dem Michel aus Lönneberga geworden ist? Ja? Er ist in Belgrad gelandet und singt für Serbien am ESC 2010!

Nun, nur die Hälfte davon stimmt. Milan Stanković ist nicht der Michel aus Lönneberga, aber Milan Stanković wird Serbien am ESC 2010 vertreten. Mit dem klar besten Song der drei vorgestellten Titel machte er das Rennen.

Unverkennbar der musikalische Stil des Titels "Ovo je Balkan"! Goran Bregovič steht mit dicken, fetten Lettern über dem Song geschrieben! Ein rassiger, fetziger und publikumswirksamer Titel. Kompromisse ist er deswegen keine eingegangen. Diese wurden einzig und alleine in der Präsentation gemacht: traditionell gekleidet stehen Milan und seine Helferlein auf der Bühne. Halbwegs durch den Song entledigen sie sich dann "der Tradition" und präsentieren sich dann in moderner und aufgefrischter Aufmachung.

Sicher, "Ovo je Balkan" ist nicht der grosse Wurf, aber er ist ein kleiner authentischer Farbtupfer eines Landes namens Serbien. Oder, um dem Titel wohl eher gerecht zu werden: es ist ein authentischer Farbtupfer einer Region namens Balkan. Goran Bregovič pur!

Endlich ist das serbische TV aus dem übergrossen Konzertsaal ins kleine, aber schmucke Studio umgezogen für ihre Vorausscheidung. Weiser Entscheid. Alles kam viel gemütlicher und gelassener rüber.

Was dann während der Abstimmungsphase auf der Bühne vor sich ging, war ganz grosses Kino, ehhm Musik!

Zu Windmaschinchens Schock trat Marija Šerifović im Rock auf! Lys Assia sei Dank, dass es sich aber dabei um einen Herren-Rock handelte. Da war Windmaschinchens Welt wieder in Ordnung. Was diese Frau dann aber vorgetragen hat, hat nur noch Gänsehaut pur verursacht. So etwas Grandioses hat Windmaschinchen schon seit langer, langer Zeit nicht mehr gehört. Mensch, war das SCHÖÖÖÖN!
Dasselbe gilt für Jelena Tomašević, deren glasklare Stimme von solcher Sehnsucht und Würde geprägt ist, dass man sich nur noch nach der Kleenex-Schachtel sehnt.
Selbst "meine" Regina (B&H 2009) und der serbische "Schuhwerfer" 2009, Marko Kon, gaben sich die Ehre. Es war phänomenal, was die alle zusammen mit Goran Bregovič und seinem "Wedding and Funeral Orchestra" auf die Bühne zauberten.

Das war ein äusserst gelungener Abend in Belgrad und tat der wunden ESC-Seele einfach nur gut.

Danke Goran - danke Serbien!

Milan Stanković mit "Ovo je Balkan"


Nachtrag: Windmaschinchen kanns nicht lassen und muss einfach noch den phantastischen Auftritt Marija Šerifovićs veröffentlichen!

Marija Šerifović



Wäre jetzt einfach noch schön, wenn man wüsste, worüber hier so herzhaft melancholisch gesungen würde...! Aber wie auch immer, schön wars - einfach schön!

Opa, wach auf!


Griechenland

Artist: Giorgos Alkaios & Friends
Titel: Opa

Schön! Da denkt endlich mal jemand an die ältere Generation! Herzig, wie Giorgos Alkaios seinem Opa ein Liedchen gewidmet hat, und diesem immer wieder laut zuruft, um den unterdessen eingeschlafenen Opa wieder wach zu kriegen! OPA, OPA - wach auf!

Dieser wacht auf, hört die inbrünstigen "Huh's" und sieht die reinkarnierten Jünger Dschinghis Khans auf dem Bildschirm und weiss, weder wo er ist, noch in welchem Jahr er gerade aufgewacht ist. Er ist sich einzig und alleine sicher, dass er Opa sein muss, denn irgendjemand schreit ständig nach ihm.

Apropos wach auf! Die Stimmen der Jungen hat Giorgos mit diesem Lied im Nu in der Tasche, denn der zu Beginn zu hörende Klingelton wird die Jungschar am TV komplett aus dem Häuschen bringen, weil die meinen, sie hätten nun endlich wieder einmal eine SMS erhalten. Bis die dann merken, dass es sich dabei lediglich um einen Teil des Liedchens handelt, werden die Minderbejahrten nur noch "Opa, Opa" rufen, das ganze "voll fett" finden und dann erstaunt feststellen, dass man bei dieser Sendung SMS schicken darf, tun dies und so kommt Griechenland unverhofft zu seinem zweiten Sieg! Voll krass so was!

Das griechische Staatsfernsehen ist schon dabei, Hellas' galaktische Finanzkrise auszuloten, denn pro SMS-Voting wurde dem armen Volk schon mal €1.18 berechnet. In Relation dazu bewegte sich die Gesangsqualitäten der Mitschreier auf etwa 12,34 Cents! Immerhin war "Opa" einer, der den Schnitt noch massiv nach oben gerudert hat.

Es hätte also um einiges schlimmer sein können und mit Kurvenschuhen findet man schon fast Gefallen an diesen drei Adonis-bestückten Minuten!

Giorgos Alkaios & Friends mit "Opa"

James Blunt Light


Belgien

Artist: Tom Dice
Titel: Me And My Guitar

Meine heilige Assia! Wer hätte nur gedacht, dass es den Edel-Schmusebarden James Blunt auch noch in einer Light-Version geben würde?

Mensch, ist das ein gottsjämmerlich langweiliger Song!

Stellt euch jetzt einmal seinen Auftritt in Oslo vor! Da jammert dieser Tom, Dick or Harry mal seine drei öden Minuten vor sich hin. Und wenn dann alles vorbei ist und das Licht in der Halle wieder angeht, schaut sich der arme Belgier um und stellt fest, dass ausser ihm und seiner Gitarre (und vielleicht noch dem wagemutigen Typen, der das Licht in der Halle angemacht hat!) kein Schwein mehr in der Halle zu sehen ist - ausser vielleicht die totgeschlafenen Fans, die es nicht mehr schafften, die Halle schnell genug vor dem Schlaftod zu verlassen. Einfach nur noch er - zusammen mit seiner Gitarre!

Dieser Würfel hat auch eine Seite mit einer grossen, dicken, fetten NULL drauf!


Tom Dice mit "Me and my guitar"

Endstation Sehnsucht


Serbien

Goran Bregovič
Website: Goran Bregovič
Wiki: Goran Bregovič

Windmaschinchens letzte Hoffnung heisst - einmal mehr - Serbien! Serbien: das Land, das der Welt "Lane Moje" sowie "Molitva" beschert hat. Zwei Songs, die für die Ewigkeit geschrieben wurden. Zwei Songs, die wie ein Geschenk auf ein Land wirkte, das, aus welchen Gründen auch immer, eher selten zu solchen Geschenken kommt!

Spätestens beim in Belgrad stattgefundenen ESC-Finale 2008 wurde Goran Bregovič (und sein "Wedding and Funeral Orchestra") einem breiteren westlichen Publikum näher gebracht. Der damals im Westen lediglich einem kleinen Kulturkreis bekannten Artist fand somit auf einen Schlag den Weg ins Mainstream-Geschäft. Ob ihm dies in der Form wirklich lieb war, ist nicht bekannt, denn seine Musik ist wohl fürs Volk gedacht, aber nicht fürs Massenpublikum beabsichtigt.
Sein Auftritt in Belgrad wurde dann auch artig und kopfnickend vom ESC-Publikum anerkannt, liess aber das Melodie-süchtige, Key-Change-hörige und Kitsch-verwöhnte Fan-Publikum nicht gerade zu Beifallsstürmen hinreissen.

Was mir an Goran Bregovič am meisten imponiert, ist die Tatsache, dass er sich musikalisch (und wohl auch ideologisch) um national-politische und religiös-motivierte Korsetts futiert. Ihm gefällt, was ihm gefällt! Und dies ist in einer emotional-politischen und zwangs-religiösen hochbrisanten Gegend wie im Ex-Jugoslawien eine wohl immer noch seltene Rarität.

Nun also komponiert Goran Bregovič (zusammen mit Marina Tucaković) den ESC-Beitrag für Serbien. Lässt sich Goran dazu bringen, Musik für "die Massen" zu produzieren, oder bleibt er sich und seiner Musik treu? Zu welchem Spagat ist er - wenn überhaupt - bereit?

Lieber Goran, Windmaschinchen hofft, dass du die ESC-Saison 2010 noch retten kannst mit einem weiteren Jahrzehnt-Beitrag aus Serbien. Dein Name, Goran, bedeutet offenbar in Serbien "der Grosse", "der Hohe". Hoffen wir, dass wir diesen Attributen noch "der Beste" anhängen können!

Coitus interruptus


Deutschland

Artist: Lena Meyer-Landrut
Titel: Satellite

Das Phänomen geht - nicht unerwartet - weiter! Das "wilde Huhn" fliegt nun also tatsächlich auf nach Oslo!

Liebe Lena, waren das am Schluss nun Tränen der Freude über den Sieg oder Tränen der Enttäuschung, dass nicht der von dir favorisierte Song gewählt wurde? Auf jeden Fall war es ein Moment der Überwältigung für Lena, die ihren Tränen freien Lauf liess und einfach mal nach einem Glas Wasser fragte! Diese Frau ist echt sympathisch!

Tja, es kam, wie es in so manchem Fall kommen kann: kurz vor dem Höhepunkt stürzt das ganze Gebilde in sich zusammen. Nach dem ersten Song hatte Windmaschinchen noch Hoffnungen, denn es gab ja noch drei weitere Lieder. Nach dem zweiten Song: es gibt ja noch zwei andere Songs, einer davon wird schon gut sein. Nach dem dritten wurde Windmaschinchen langsam ein bisschen nervös und nach dem vierten war dann klar: nix gewesen! Ich konnte mich schon gar nicht entscheiden, wen der beiden jungen Damen ich schicken möchte und schon gar nicht mit welchem Song!

Katerstimmung auf der ganzen Linie!

Als ich mich dann doch entscheiden musste, war es klar, wen ich wählen würde: Lena! Warum? Ganz einfach: wenn schon der Song nicht für Aufsehen sorgen wird, dann wenigsten die Interpretin und diese Aufgabe ist ganz klar auf Lena zugeschnitten! Jennifer blieb mit ihren banalen Songs schlichtweg auf der Strecke und wäre in Oslo mit welchem Lied auch immer blattflach rausgekommen, und das wäre für die ebenfalls sympathische Deutsche ein Fiasko geworden.

Wer immer für die Songauswahl zuständig war: das war ein Schuss ins eigene Knie!

Es ist zum Mäuse Melken! Da werden in Deutschland endlich einmal grosse Anstrengungen unternommen, um den ESC dem abgetörnten deutschen Volk wieder etwas näher zu bringen, und dann wird diesem eine Songauswahl vorgeworfen, die alle Bemühungen gleich wieder zunichte machen! Unverständlich die Songauswahl. Damit erreicht man nämlich genau das Gegenteil dessen, was man beabsichtigt hat: Vorurteile abzubauen. Jetzt heisst wieder: es geht ja doch nur um die Show und nicht um die Musik!

Apropos Vorurteile: es wäre wünschenswert, wenn das übrige Europa sich vielleicht (hier) die eine oder andere Episode von "USFO" anschauen würde, denn die Sendung hätte viele vorherrschende und plakative Vorurteile gegenüber den Deutschen abbauen können. Dann hätten nämlich all diese vorurteilsbelasteten Europäer gesehen, dass mann/frau in Deutschland Spass haben kann, mitfühlen kann, leiden kann, offen sein kann und weinen und lachen kann! Ja, liebes Europa: es gibt in der Tat andere als Dieter Bohlen!

Es bleibt jetzt vor allem die Hoffnung, dass Lena die kommenden Monate gut übersteht, denn das, was auf die 18-Jährige zukommt, wird ein ganz grosser Brocken sein! Es wird krass werden, voll krass sogar!
Ich hoffe einfach, dass ihr ein Umfeld zur Verfügung gestellt wird, welches genau weiss, wie man mit einer 18-jährigen jungen Frau umgeht, die eben gerade ins Haifischbecken der egozentrischen, überstylten und überschätzten Möchte-Gern-Douze-Points katapultiert wurde. Honey Lena, you're not in Kansas anymore!


Tja, liebes Deutschland, es scheint, als ob Windmaschinchen seine letztmals 2006 gebrauchte Deutschland-Flagge auch dieses Jahr wieder zuhause lassen muss. Hätte sie liebend gerne (zusammen mit meiner Schweizer-Flagge natürlich) dabei gehabt, aber der Song ist einfach zu schwach.

Lena Meyer-Landrut mit "Satellite"

Freitag, 12. März 2010

Unser Star für Oslo


Deutschland

Unser Star für Oslo

Nun ist es endlich soweit: Deutschland sucht heute Freitagabend seinen Star für Oslo. Nach etlichen Vorausscheidungen stehen sich heute Abend Lena Meyer-Landrut und Jennifer Braun gegenüber.

Ist in Deutschland die neue ESC-Euphorie ausgebrochen? Nein, mitnichten, denn das gross angelegte Projekt ist einzig und alleine Stefan Raabs Kind. Um einen Meinungsumschwung in Deutschland einzuleiten, brauchts schon noch ein bisschen mehr! Allem voran ein guter Song, und der ist bis jetzt noch nicht bekannt. Dieser wird - aus einer Auswahl - heute Abend vom Publikum gewählt und in dessem Schlepptau dann auch die Interpretin. Was immer auch die Qualitäten dieser zwei blutjungen Frauen sind, ist der Song schlecht, wird der Ganze "USFO"-Aufwand innert Sekunden in Schall und Rauch aufgehen.



Stefan Raab geht also mit seine Show ein beträchtliches Risiko ein. Was immer man von Stefan Raab halten mag, sein Engagement für den Eurovision ist äusserst lobenswert. In Deutschland würde sich ansonsten niemand für dieses Mega-Event engagieren lassen.

Windmaschinchen war noch nie ein grosser Fan dieser Talent-Shows. Ein paar wenige Teilnehmer dieser Mach-mich-zur-Sau-Veranstaltungen hatten ihre 15 Minuten Rampenlicht, die meisten anderen schämen sich noch Jahre später über ihre 15 Minuten der Scham. Und wenns dann noch solche Scharfrichter, die unter dem Namen Juroren, ihre Pimmelchen-Bruch-Geschichten an die Öffentlichkeit tragen müssen, stellt Windmaschinchen seinen Dienst kurz mal ein.

Umso wohltuender wars dann zu sehen, dass Stefan Raab und seine munteren Juroren die ganze Chose dann doch ein bisschen humaner angingen. Dies wohl ein gewollter Kontrast zu der hinlänglich bekannten Fallbeil-Methodik ähnlicher Sendungen.
Dies gesagt, bleibt nur noch der Hinweis, dass die letzten zwei Sendungen vor dem Finale dann aber doch ein bisschen zu sehr nach "Group-Hug" à la Golden Girls zu verkommen drohte.


Rückblick aufs Halbfinale

Kerstin Freking
Das Halbfinale anfangs Woche hatte es dann in sich. Dass Kerstin Freking als erste Kandidatin rausflog, war weiter nichts Überraschendes. Zu eindimensional und unspektakulär war ihre Stimme. Sie war auch die "am meisten am Boden gebliebene" Kandidatin, bot dabei aber keinen Kontrast zu den andern drei! Sympathisch war sie aber alleweil, doch genügte das zu diesem Zeitpunkt nicht mehr.



Christian "Dursti" Durstewitz
Dann die grosse Überraschung: Christian "Dursti" Durstewitz überlebte zur Überraschung aller den nächsten Cut auch nicht mehr. Alles deutete auf einen Final zwischen Christian und Lena hin, und peng, bist du draussen. Ich war heilfroh über dieses Ergebnis, denn der "Dursti" kam mir viel zu lässig über die Bühne. Fast schon ein bisschen nonchalant, um nicht sogar überheblich zu sagen. Das Ewige "alles ist cool" und "überhaupt", ging mir von Beginn weg auf den Geist. Sicher, er hat einiges zu bieten. Bei ihm geht voll die Post ab, er singt in der Tat nicht schlecht und versteht es, das Publikum zu packen.



Bei solchen Sendungen kommt ja nie alles durch, wer und was so einen Mensch ausmacht, aber bei "Dursti" hatte ich nie das Gefühl, dass der sich bewusst war, was für eine einmalige Chance er mit "USFO" erhalten hatte. Er war einfach hier, lümmelte sich auf die Bühne, lieferte sein Ding ab (und dies gekonnt) und das wars dann mal. Ganz nach dem Motto "Es wird schon irgendwie gehen". Und es geht nicht immer einfach so, sehr häufig sogar nicht!

Wenn der "Dursti" das nächste Mal in irgendeinem schummrigen Schuppen mit einer angesoffenen Band das sturzbetrunkene Samstagabend-Publikum unterhalten will, wird er merken, was für eine Chance er hatte bei Stefan Raab. Talent alleine genügt nicht, weder bei "USFO" noch im sonstigen Leben! Wäre schön, wenn er - bei all seinem vorhandenen Talent - etwas von dieser einmaligen Erfahrung mitnehmen würde.


Lena Meyer-Landrut - Die widerspenstige Zähmung

Was will man über diese junge Dame bloss sagen? Sie hat weder eine wirklich gute Stimme, noch trifft sie alle Töne korrekt. Sie scheint kaum in der Lage zu sein, geradeaus laufen zu können, noch ihre wild gestikulierenden Hände unter Kontrolle zu halten. Beine und Füsse scheinen vom Oberkörper losgelöst zu sein. Sie ist ein Zampano und Zappelphilipp, eine wilde Göre und ein verrücktes Huhn. Aber: sie hat Talent - immenses Talent. All diese "Unperfektheiten" vereint sie mit ihrer Liebe zur Musik, ihrer eigenen Art, Musik spüren zu können, Gefühle atmen zu lassen und ihrem innersten Ich freien Lauf zu gewähren. Und all das macht sie zu dem, was sie ist, was sie will und was sie kann.



Hier steht jemand auf der Bühne, der sein darf, was er ist: ein Mensch, der Musik lebt. Lange hatte man das Gefühl, dass ihre Songs zu einseitig, zu eingleisig sind. Ihre "Show" schien sich von Song zu Song zu wiederholen, bis sie sich entschied, "Mr. Curiosity" zu singen. Wow, was für ein Wake-Up call das war. Eine wahre Offenbarung! Gänsehaut von oben bis unten und zurück. Für einen klitzekleinen Augenblick hat man während der grandiosen Präsentation das Gefühl, dass hier gerade ein Mensch erwachsenen geworden ist! Das leicht missratene "The Lovecats" von The Cure holen einem dann aber wieder ein bisschen auf den Boden zurück!

Lena Meyer-Landrut bringt viel, sehr viel mit, um es im knochenharten Showbusiness weit zu bringen. Das grösste Hindernis auf ihrem Weg dorthin ist - sie selbst! Sie darf nicht "zum Programm" werden, sondern sie muss Programm machen. Dies allein wird entscheidend sein, ob Lena ein Sternchen bleibt oder zum Star avancieren wird.


Jennifer Braun - das Wintermärchen

"Die Frau, die sich traut", "Das hässliche Entlein". Jennifer Braun, die unscheinbarste Kandidatin unter fast allen, hat sich fast unbemerkt und klammheimlich ins Finale geschubst. Auf Englisch würde man sagen "She has a run". Sie ist wohl jene Kandidatin, die sich am meisten bewusst ist, was gerade mit ihr passiert in diesen Tagen. Sie geniesst sichtlich jede Sekunde, denn sie ist sich bewusst, dass zu jeder Zeit das Ende des Traumes erreicht sein könnte. Ihr Bekenntnis, dass sie gerade die schönste Zeit ihres - noch jungen - Lebens durchwandere, nimmt man ihr voll und ganz ab. Sie ist diesbezüglich das Gegenstück von "Dursti".

Hat diese Frau eine Entwicklung durchgemacht in den letzten Sendungen! Da schmettert sie im Halbfinale zuerst in überbordender Manier Gossip's "Heavy Cross" auf die Bühne, um eine Runde später Christina Aguilera's verletzliches "Hurt" zu intonieren, dass die Gänsehaut-Maschinerie nach Lenas Auftritt erneut auf Hochtouren gebracht wird!

Da scheint zu Beginn der Staffel jemand nicht sonderlich von sich selbst überzeugt gewesen zu sein. Jetzt, wo man ihr von ihrem Talent erzählt hat, holt sie zum grossen, ganz grossen Erfolg aus. Nach dem unglaublichen Halbfinale sagt sie nicht mehr "Platz da, hier komm ich!", nein, sie sagt auch gleich "...und tschüss!". Jennifer Braun ist voll auf der Überholspur.

Viele meinen, dass sie es war, die den "Dursti" rausgehauen hat; ich meine, es war die Lena! Jennifer führt die Truppe an. Und ich wäre weder sonderlich überrascht, noch wirklich böse, wenn aus dem "hässlichen Entlein" der grosse schöne Schwan würde, der in geraumer Zeit Richtung Oslo abfliegen würde. Jennifer: carpe diem - geniesse den Tag

Windmaschinchen ist ganz happy mit den zwei Damen. Jetzt bleibt nur noch die Frage nach dem Song offen, und somit auch die Frage, ob Stefan Raabs Effort, den Deutschen den ESC wieder etwas näher zu bringen, mit "Ende gut, alles gut" oder mit "Viel Lärm um nichts" vermerkt werden kann.

Dienstag, 9. März 2010

Freddy Quinn auf russisch


Russland

Artist: The Peter Nalitch Band
Titel: Lost And Forgotten

Wie es dem armen Bettler wohl geht, dem Peter Nalitch die Kleider gestohlen hat?

Was am Sonntagabend bei der russischen Vorausscheidung über die Bühne ging, würde man hierzulande als Gebührenvernichtung bezeichnen.

Der Frust lag Windmaschinchen dermassen auf der Brust, dass es sich schon fast die sechs Babuschkas nach Oslo wünschte, welche unter den bodenlos schlechten Beiträgen wenigsten optisch für etwas Abwechslung sorgten. Sechs stämmige "Mütterchen" standen da auf der Bühne, kaum mehr fähig etwas zu beissen, aber immerhin für Aufsehen sorgend.

Buranovskiye Babushki - Kak zhit

Sie landeten damit auf dem dritten Platz!

Wann ist der musikalische Tiefpunkt dieser Saison erreicht? Mal für Mal hoffte man schon, dort angelangt zu sein. Aber nein, die Tiefengrabungen gehen munter weiter. Letzte Messpunkt: Russland.

The Peter Nalitch Band mit "Lost And Forgotten"



An Tage wie diesen


Portugal

Artist: Filipa Azevedo
Titel: Há dias assim

Es gibt Tage wie der vergangene Samstag, an dem es nicht so läuft, wie der eine oder die andere sich das vorgestellt hat! Während sich in andern Ländern Jury und Publikum - mehr oder wenig - einig sind, kommt es in Portugal schier zu Tumulten wegen der unterschiedlichen Bewertungen dieser zwei Fronten.

Die Fans entschieden sich einstimmig für das tanzbare aber kaum hörenswerte dafür schon hundertfach geträllerte "Canta por mim", gesungen vom "bonequinha" (Püppchen) Catarina Pereira.
Die Jury ihrerseits verschmähte diese Magerkost und fiel gleichsam auf das Pseudo-Drama "Há dias assim", gequakt von einem weiteren "bonequinha", Filipa Azevedo, herein.

Mit einem Punkt Vorsprung siegte schlussendlich das Dröge vor dem Öden!

Diese Entscheidung führte dann zu oben genannten "Tumulten". Erst die Wiederholung des Siegerlieds brachte die Pfeifenden zum Schweigen, denn jetzt mussten sich diese mit den Fingern wieder die Ohren zuhalten!

Nein, Gutes war nichts zu finden in der portugiesischen Ausscheidung. Aber grosses Kompliment an das portugiesische TV: 4 gross produzierte ESC-Sendungen innert einer Woche ist eine tolle und lobenswerte Sache (eigentlich warens ja nur deren drei - 2 Halbfinale/1 Finale-, aber das monumental lange Voting-Prozedere in Portugal interpretiere ich als eine einzelne Show!).

Meine 12 Punkte gehen garantiert nicht an Portugal 2010, dafür ans Publikum in der Halle, welches in allen Sendungen für eine fantastische und beeindruckende Stimmung sorgte! Cumprimento!

Filipa Azevedo mit "Há dias assim"