Donnerstag, 30. April 2009

And here are the results from Eurovision-Windmachine



Die Windmachien vergibt ihre Punkte wie folgt:

  • 1 Punkt: Dänemark
  • 2 Punkte: Aserbaidschan
  • 3 Punkte: Moldawien
  • 4 Punkte: Litauen
  • 5 Punkte: Estland
  • 6 Punkte: Finnland (Schweiz)
  • 7 Punkte: Island
  • 8 Punkte: Norwegen
  • 10 Punkte: Bosnien & Herzegowina
  • 12 Punkte: Frankreich

So ein Krampf....! Die höchsten vier Punktewertungen waren ja noch relativ einfach zu vergeben, aber danach geriet alles ins Stocken! Ich musste dann schon bald zwischen Cholera und Pest auswählen...! Wäre ich nicht Schweizer, wären Lovebugs problemlos mit sechs Punkten belohnt worden mit ihrem guten Song. Natürlich liess ich sie aussen vor und musste mich bereits in die Untiefen des Seichten und Bedeutungslosen begeben!

Punkte für Finnland und Estland konnte ich ja noch mit gutem Gewissen verantworten, aber danach hätte ich genausogut blinde Kuh spielen können! Mensch, haben wir wirklich einen so magersüchtigen Jahrgang gezogen...? Keiner scheint gewillt zu sein, in diesen horrenden Zeiten den ESC 2010 ausrichten zu wollen!!? So sei es dann...!

Ich hab dann mal meine Wertung mit jener der Schweizer ESC-Fan-Gruppe (OGAE - Organisation Générale des Amateurs de l'Eurovision) verglichen, und da fällt mir doch glattweg der Schmalztopf auf den Kopf....! Hier ihre Wertung:
  • 12 United Kingdom
  • 10 Sweden
  • 8 Lithuania
  • 7 Denmark
  • 6 Israel
  • 5 Norway
  • 4 Malta
  • 3 Portugal
  • 2 Cyprus
  • 1 Estonia
Eine doch eher erstaunliche Bewertung! Da überrascht es schon fast, dass Spanien keine Aufnahme gefunden hat! Würde eigentlich perfekt in dieses Bild passen, nicht? Dass Frankreich aber mit einem glatten Nuller abgestraft wurde, erstaunt bei diesem Abstimmungs-Resultat hingegen wiederum nicht! Dito Bosnien & Herzegowin und Island. Nun, die Geschmäcker sind nun mal verschieden.



Dienstag, 21. April 2009

Windmachine-Awards: Ein Song für DRS3 - Der Langweiler-Song des Jahres 2009








Der DRS3-Song als ultimativer Langweiler des ESC-Jahres 2009 geht an:

Polen



Lidia Kopania mit "I don't wanna leave" (auch wenn sie meistens "I don't wanna LIVE" singt...! Aber vielleicht zeigt die gute Frau auch nur brachial guten Sinn für zynischen Humor....!)


Da stimmt so in etwa alles an diesem Song: er ist lieblich, gut gesungen und unaufdringlich, klinisch rein, und auf Nebenwirkungen getestet. Er eignet sich perfekt fürs Büro, zum Bügeln, zum Briefkastenleeren, WC-Rolle Wechseln, Haarbürste Reinigen, zum Kochen und zum Telefonieren. Glatt poliert bis zum Erguss, auf Mainstream geeicht bis ihn DRS3 spielt. Ja, er bietet viel, der polnische Beitrag 2009.
Er stört nicht, ist einfach nur so da und schmiert einfach nur so vor sich hin und sabbert einem einfach nur so die teuren Lautsprecher voll. Einer jener perfekten Songs, wie sie uns DRS3 täglich serviert. Langeweile pur!

Früher hätte man diese Art von Songs "Lift-Musik" genannt, aber selbst Schindlers-Lifte haben ihren Stolz! Nun gibt's solche Musik jeden Tag frei Haus geliefert vom Mainstream-Kommerz-Anbieder-Sender DRS3! Musik, zum Glück, die ich glücklicherweise nicht zum Glück brauche!

Montag, 20. April 2009

Windmachine Awards: Chübu-Awards: Ab in den Eimer - Das Schlechteste von 2009



Chübu-Awards 2009
(Für Nicht-Schweizer: Abfalleimer-Awards 2009)

Oben in der Tabelle war es relativ einfach, die Besten zu küren! Gegen hinten hingegen wurde die Sache schon ein bisschen schwieriger, da eine Gedränge vorherrschte wie zu Ostern am Gotthard...!



Hier die drei schlechtesten Songs des ESC 2009 in unbegründeter Reihenfolge!


Lettland:
Kaum zu glauben, in welcher Reihenfolge sich Töne anordnen lassen....!

Tipp: Sendet nächstes Jahr doch ganz einfach einen SONG ein!
Hier geht's lang!


FYRO Mazedonien:
Dieser Song tönt wie ein Lastwagen mit schlecht gesicherter Ladung! Da scheppert's und klappert's einfach nur noch. Zwischendurch ertönen noch ein paar Hilfeschreie, und fertig ist das Ganze! Das gibt Trommelfell-Starre!

Tipp: Fragt mal hier an für nächstes Jahr!


Ukraine:
Mutter Loboda, hier ein paar Tipps:

- lerne englisch!
- lerne singen!
- lerne, dich zu schminken!

Tipp: Hier gibt's Nachhilfestunden!

Sonntag, 19. April 2009

Windmachine-Awards: Kategorie "Bester ESC-Song 2009" - PLATZ 1




Bester ESC-Song 2009 -

1. Platz



Goldene Windmachine:


Frankreich

Windmachine-Kritik von "Frankreich 2009"

Patricia Kaas mit "Et s'il fallait le faire":



Platz 1 war von Beginn weg unbestritten! Selbst als die meisten Songs noch gar nicht erst bekannt waren, war für mich klar, dass Patricia Kaas' "Et s'il fallait le faire" eigentlich nur ganz schwer zu toppen sein würde. Und so ist es auch rausgekommen! Trotz Meisterwerk aus Bosnien & Herzegowina und einem sympathischen Wirbelwind aus Norwegen, die Klasse von "Et s'il fallait le faire" allein übertrifft alle antretenden Songs um Längen!

Was hat Mademoiselle, was die andern nicht haben? Die Harmonie zwischen und das Zusammenspiel von Musik, Text, Stimmung, Präsentation und Sängerin ist nahezu perfekt. Die seelische Nacktheit, die mit diesem Song vorgetragen wird, ist etwas vom Eindrücklichsten, was menschliche Ohren seit sehr, sehr langer Zeit zu hören bekommen haben - nicht nur beim ESC! Patricia Kaas lehnt sich in jeder Beziehung weit aus dem Fenster! Wer erlaubt es sich schon, sein Intimstes, sein Äusserstes und sein Persönlichstes je so klar zu artikulieren, in Musik umzuwandeln? Wer erlaubt es sich schon, sein Innerstes in solcher Weise zu präsentieren und immer noch glaubwürdiger in der Runde zu stehen, als alle andern in der Runde!

Lange habe ich mich gefragt, ob es dem Song nicht vielleicht doch etwas an Intensität fehlt. Fast schon gebetsmühlenartig wartete ich auf eine instrumentale Steigerung, auf einen Punkt ohne Wiederkehr, wie wir es zum Beispiel in genialster Weise bei Molitva erleben durften! Erst viel später merkte ich, dass, dies im Gegensatz zu den meisten andern Songs, bei "Et s'il fallait le faire" nicht der Text die Musik komplementiert, sondern gleich umgekehrt. Hier untermalt die dezente Musik den wunderschönen Text! Als ich das einmal "gecheckt" hatte, gab's kein Halten mehr! Was juckt es mich, falls Patricia Kaas am 16. Mai 2009 Schiffbruch erleiden wird? Das Chanson ist einfach das Chanson! So einfach ist es! Dass ich mich angesprochen fühle bei diesem Song, ist mein ganz grosses Glück!

An dieser Stelle ein ganz grosses Kompliment an den Texter, Anse Lazio, und an den Komponisten, Fred Blondin!

Ich glaube aber nicht, dass PK Schiffbruch erleiden wird. Sie wird einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Und jetzt wage ich mich mal weit, aber wirklich ganz weit aus dem Fenster: falls es möglich sein sollte, den norwegischen Harry Potter in Bedrängnis zu bringen, wird es PK sein. Sollte es einen einzigen positiven Grund geben, dass die Jury wieder ins Spiel gebracht wird, ist es PK. Um diesen Song kommt keine Jury herum! Nicht die türkische, nicht die aserbaidschanische, nicht die montenegrinische und selbst nicht die britische Jury kommen um PK herum! Ich bin wirklich kein Freund von der Rückkehr der Jury, aber im Falle von PK mache ich eine Ausnahme...! Soviel Rosinenpickerei sei mir gegönnt!

Es bleibt aber auch anzufügen, dass fast der gesamte Osten mit diesem Lied nicht viel wird anfangen können. Dies sei ohne jegliche Häme gesagt!!! Den meisten osteuropäischen Ländern ist das Chanson ebenso fremd wie die französische Sprache selbst! Diese Tatsache wiegt wahrscheinlich noch schwerer als der unglückselige dritte Startplatz, den Frankreich gezogen hat! Wenn schon das nichts hilft, dann vielleicht der nächste Gedanke, für den ich mich schon fast ein bisschen schäme, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass "Reality-TV" noch vor nichts halt gemacht hat, wenn es darum ging, Emotionen in die Waagschale zu werfen...!

Tja, und dann gibt's da eben noch diese eine andere Tatsache, die sich mit Sicherheit bis spätestens am Finalabend des 16. Mais herumgesprochen haben wird: am 16. Mai 2009 jährt sich der Todestag von Patricia Kaas' Mutter zum 20. Mal. Ihre Mutter, Irmgard, verstarb am 16. Mai 1989 an Krebs. Seither hat es Patricia Kaas Jahr für Jahr vermieden, an ebendiesem Datum aufzutreten. Bis 2009 und bis der Eurovision Song Contest kam. Es ist wirklich sehr, sehr erstaunlich, dass sie ausgerechnet am 20. Todestag ihrer Mutter mit dieser Regel brechen wird, und es wir vor allem für sie, aber auch für viele Anwesenden ein ganz spezieller Moment darstellen, wenn sie, ganz allein auf der Bühne stehend, diese wunderschöne Ode an die Grenzenlosigkeit vortragen wird.
War sich Patricia Kaas wohl bewusst, als sie dem französischen Fernsehen zusagte, an welchem Datum der Final sein wird....?

Text: "Et s'il fallait le faire" (Quelle: www.eurovision.tv)

Text: Anse Lazio
Komponist: Fred Blondin

S’il fallait le faire,
J’arrêterais la Terre,
J’éteindrais la lumière
Que tu restes endormi.

S’il fallait pour te plaire
T’écouter chaque nuit
Quand tu parles d’amour,
J’en parlerais aussi…

Que tu regardes encore
Dans le fond de mes yeux,
Que tu y vois encore
Le plus grand des grands feux.
Et que ta main se colle
Sur ma peau, où elle veut.
Un jour si tu t’envoles
Je suivrais, si je peux…


Et s’il fallait le faire,
Je repousserais l’hiver
A grands coups de printemps
Et de longs matins clairs.


S’il fallait pour te plaire
J’arrêterais le temps,
Que tous tes mots d’hier
Restent à moi maintenant.

Que je regarde encore
Dans le bleu de tes yeux,
Que tes deux mains encore
Se perdent dans mes cheveux,
Je ferai tout plus grand,
Et si c’est trop ou peu,
J’aurais tort tout le temps
Si c’est ça que tu veux…

Je veux bien tout donner
Si seul’ment tu y crois,
Mon cœur veut bien saigner
Si seul’ment tu le vois,
Jusqu’à n’être plus rien
Que l’ombre de tes nuits,
Jusqu’à n’être plus rien
Qu’une ombre qui te suit.

Et s’il fallait le faire…

Samstag, 18. April 2009

Windmachine-Awards: Kategorie "Bester ESC-Song 2009" - Platz 2




Bester ESC-Song 2009 -

Platz 2



Silberne Windmachine:


Bosnien & Herzegowina

Windmachine-Kritik "Bosnien & Herzegowina 2009"

Regina mit "Bistra voda":


Klare Sache hingegen um Platz 2! Bosnien & Herzegowina liefert 2009 sein Meisterstück ab! "Bistra voda" rangiert ohne Wenn und Aber an erster Stelle aller B&H-Songs, seit sie mitmachen!
Was macht ihn denn so gut, denn der Song ist an und für sich ein ganz simpel gestricktes Lied? Es sind dies mal seine spürbare Ehrlichkeit, die er ausstrahlt. Dann trumpft der Leadsänger mit einer Stimme auf, die echt betörend, beschwörend und unsagbar eindringlich daherkommt! Die Mischung aus Hymne und Marsch überzeugen auf der ganzen Linie. Alles ganz leicht und sensibel arrangiert! Die Musikalität und Intensität steigern sich von Vers zu Vers. Herzerwärmend und eindringlich, ohne je ins Kitschige oder ins Selbstverliebte abzudriften. Der bosnische Hintergrund resp. der bosnische Unterton in der Musik vervollständigen dieses Meisterwerk.

Hvala puno, Bosna i Hercegovina!

Freitag, 17. April 2009

Windmachine-Awards: Kategorie "Bester ESC-Song 2009" - 3. Platz





Bester ESC-Song 2009 -

Platz 3


Bronzene Windmachine:


Norwegen

Windmachine-Kritik von "Norwegen 2009"

Alexander Rybak mit "Fairytale":




Langezeit konnte ich mich nicht entscheiden, wen ich auf Platz drei setzen möchte. Neben Norwegen kam auch Island in Frage! Vom Gesang her ist "Is it true?" von Yohanna sicherlich um einiges anspruchsvoller als "Fairytale"! Dafür ist der isländische Beitrag halt eben schon ein bisschen altmodisch. Dies gab dann schlussendlich auch den Ausschlag, Norwegen aufs Treppchen zu stellen!
Selten zuvor hat mich ein Lied dermassen in Fahrt gebracht wie das norwegische! Eine Zeitlang habe ich noch versucht, mich dagegen zu sträuben, aber lange hab ich es nicht geschafft...! Dieser Song ist dermassen generationenübergreifend, dass selbst ein Neugeborenes versuchen wird, am 16. Mai für den niedlichen Alexander (Potter) Rybak zu stimmen!
Alles andere als ein überlegener Sieg Norwegens wäre wohl die grösste Überraschung in der langen ESC-Geschichte! Die Rekordbücher werden neu geschrieben werden müssen!
Oslo 2010? Ich könnte mehr als gut damit leben! Viel Glück Norwegen!

Donnerstag, 9. April 2009

Windmachine-Awards: Kategorie "Bester Key-Change 2009"




Nach den "Besten Nicht-Qualifizierten Songs 2009" sowie dem "Besten Vorentscheid 2009" erfolgt nun die Vergabe des "Besten Key-Changes 2009"




Bester Key-Change der ESC-Saison 2009 geht an....:



MIRELA
für "Nada es comparable a ti"
:



Nach dem ersten Hören war mir bereits klar, dass Mirela den besten Key-Change der Saison bringen wird. Wie immer in der Vergangenheit gab's auch dieses Jahr jede Menge an Key-Changes, aber die meisten waren vorherhörbar, und einige waren schlichtweg öd und "uninspiriert" (z.B. Holland!).
Mirelas Key-Change hingegen gab dem Lied den nötigen Pfupf und einen Rhythmuswechsel, den ich so in dieser Art noch nie gehört habe. Schwierig zu singen, und noch schwieriger zu bringen!
Mirela hat diesen KC dann wirklich sehr gut gebracht, dafür fehlte dann beim Rest des Songs ein bisschen das Leben und der nötige Mut. Es machte fast den Anschein, als ob Mirela sich einzig und alleine auf diesen schwierigen "Parcours-Wechsel" konzentrierte und dabei den Rest des Songs "vergass" zu performen. Aber was soll's? Diesen Key-Change wird noch des öftern auf meinem iPod seine Runden drehen....!

Windmachine-Awards: Kategorie "Bester Nationaler Vorentscheid"



Teil 2

Nach den Awards für die "Besten Nicht-Qualifizierten Songs 2009" vergibt die Windmachine nun die Awards an den "Besten Nationalen Vorentscheid 2009".


Platz 3: Island


Island brachte auch dieses Jahr gute Songs mit in die Vorausscheidung. Zwei davon ("Dagur Nyr" und "Is It True?") können der Extra-Klasse zugeordnet werden! Letzterer schaffte dann auch verdient die Qualifikation für Moskau!
Dieses Jahr wurde - glücklicherweise - auf einen Mega-Marathon-Vorentscheid wie letztes Jahr verzichtet. Herausgekommen ist ein würdevoller, kleiner, aber sehr feiner Vorentscheid! Island zeigte somit Mut zur Bescheidenheit und liess somit Klasse vor Masse walten. Chapeau! Gut gemacht!



Platz 2: Rumänien


Auf Rumänien war auch dieses Jahr Verlass! Fast! Wie in den letzten Jahren suhlten sich die Rumänen in einem Bad grossartiger Songs. Die hatten nun soviele gute bis grossartige Songs zur Verfügung, es hätte für ein halbes Jahrzehnt gereicht...! Dass sie (oder wer auch immer....!) dann gerade den schlimmsten von allen auswählten , damit müssen sie selber leben! Nichtsdestotrotz ein verdienter zweiter Platz!


Platz 1: Spanien


Über Platz eins musste gar nie diskutiert werden. Spanien brachte mit "El Retorno" das fortschrittlichste, übersichtlichste, aktuellste, vielfältigste und zuschauerfreundlichste Format aufs Tapet! Das Onlinestellen der Songs ist der Weg, den andere Länder (allen voran Schweden) unbedingt übernehmen müssen! Dieser Weg ist zwar kein Garant auf Erfolg, aber es verhindert, dass irgendwelche verknöcherte, industrieabhängige, alteingesessene, antiquierte, weltfremde und quotengeile TV-Verantwortliche am Publikumsgeschmack vorbeientscheiden, um das mal sanft auszudrücken!
Die Anzahl guter und sehr guter Songs war bei weitem überdurchschnittlich. Und mit Alaska als Präsentatorin haben die Spanier das grosse Los gezogen! Die muss für die nächsten 20 Jahre gebucht werden!
Ich zieh den Hut vor Spanien. Umso mehr, als dieses Land in der Vergangenheit (manchmal zu recht und manchmal zu unrecht) arg unten durch musste.


Mittwoch, 8. April 2009

Windmachine-Awards: Kategorie "Bester Nicht-Qualifizierter Song 2009"



Teil 1

Kategorie: "Bester Nicht-Qualifizierter Song 2009"

Berücksichtigt wurden ausschliesslich Songs, welche in einem Vorentscheid mitgemacht haben, den Sieg aber verpasst haben.

Im Gegensatz zu den Hauptawards ("Bester Nationaler Vorentscheid", "Bester Key-Change" und "Bester ESC-Song 2009"), welche zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden, habe ich hier mehrere Songs pro Award (Gold, Silber, Bronze) erkoren!

Da es sich hier "lediglich" um nicht-qualifizierte Songs handelt, werden natürlich nicht Windmachines verteilt, sondern lediglich ... Haartrockner!


Goldener Haartrockner

Einen GOLDENEN HAARTROCKNER erhalten:

Spanien: Mirela mit "Nada es comparable a ti":


Island: Heiða Ólafs mit "Dagur nyr":


Silberner Haartrockner
Einen SILBERNEN HAARTROCKNER erhalten:

Rumänien: Popas Band mit "Striga":


Rumänien: Zero mit "Sunny Days":


Spanien: Isi mit "Ahora No":


Bronzener Haartrockner
Einen BRONZENEN HAARTROCKNER erhalten:

Rumänien: Blaxy Girls mit "Dear Mama":


Schweden: Sarah Dawn Finer mit "Moving on":


Spanien: El Secreto de Alex mit "Por esta vez":


That concludes the Windmachine-Vote for best non-qualified song 2009!

Sonntag, 5. April 2009

Wo sind die Matrosen?

Ungarns Zoli Ádok übt seine ESC-Choreografie mit ... Frauen! Hey, wo sind die Matrosen abgeblieben?


Hey, Zoli! Die Matrosen gehören mit auf die Bühne! Du setzst Dutzende von Punkten aus den traditionellen Schifffahrtsnationen, wie Spanien, Portugal, Holland, Grossbritannien und der Segelnation Schweiz aufs Spiel, wenn du die Matrosen nicht mit nach Moskau nimmst! Nichts gegen Frauen, Ehrenwort, aber in deinem Song passen sie nun nicht wirklich rein! So viel Ehrlichkeit sei mir an dieser Stelle erlaubt!

Hier das im Netz aufgetauchte Kurz-Video, welches momentan für etwas Wirbel sorgt unter den matrosenphilen ESC-Anhängern:




Wieso um Lys Assias Willen übt also Zoli Ádok zusammen mit Frauen? Hier ein paar mögliche Gründe:
  1. Die Matrosen sind gerade auf hoher See und üben ihre Duty aus, was immer die auch beinhalten mag!

  2. Zoli Ádok will damit nur die Konkurrenz in die Irre führen!

  3. Zoli Ádok will damit nur das offizielle Moskau beruhigen, welches vielleicht, eventuell, unter Umständen, möglicherweise, aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen glauben könnte, dass der ungarische Beitrag im Entferntesten etwas mit Ho..., Ho...., Homo....., Homosexualität zu tun haben könnte! Njet, natürlich hat Ungarns Beitrag nichts, aber auch gar nichts damit zu tun! Njet, njet! Neeeein, neeeein!

    Nein, nein! Homosexuell ist der Song nicht! Lediglich stockschwul von der Haarwurzel bis hinunter in die Zehenspitzen und gleich wieder zurück! Und daran können auch die Russen nichts, aber auch gar nichts ändern daran!!!!!




  4. Vielleicht wärmt sich Zoli Ádok nur gerade mit den Putzfrauen zusammen auf, währenddem sich die Matrosen in ihre Kostüme stürzen!

  5. Vielleicht SIND das die Matrosen!? Einfach nur IN ZIVIL!

  6. Vielleicht sind die Matrosen zurzeit lediglich beim Musical "Anything Goes" engagiert!? Sie sind dann verantwortlich für die Choreografie zu folgenden Songs: "Buddy beware" (das Intro??), "Blow, Gabriel, blow (aaahh!), "All through the Night" (wow!), "Anything Goes" (wirklich, anything?), "You're the Top" (Wenn du das wünschst!?) und "I get a kick out of you" (You're the Master, Sir!)!". PS: Falls die weibliche Hauptrolle der Reno Sweeney von einer gewissen Kátya Tompos gespielt wird, würde ich sicherheitshalber mal in eurer Agenda nachschauen, ob ihr am 14. und am 16. Mai wirklich keinen Termin habt....!
Es gibt also noch kein Grund, auf Panik zu machen. Noch deutet also nichts, aber auch gar nichts darauf hin, dass die Matrosen NICHT nach Moskau mitgenommen würden!

Deshalb - zur allgemeinen Beruhigung - hier nochmals das Video (erst ab 1:00 Minute interessant!):


Donnerstag, 2. April 2009

Rückblick & Gedanken zu den Vorausscheidungen

Rückblick und Gedanken zu den Vorausscheidungen 2009

Die Kurzversion dazu könnte in etwa so lauten: der Osten Europas ist so schwach wie nie zuvor. Der Westen rafft sich auf!
Der ESC-Jahrgang 2009 ist aber insgesamt gesehen eher enttäuschend!

Dabei deutete vieles auf ein wunderbares ESC-Jahr hin: Island startete verheissungsvoll mit vielem guten Material, Rumänien hatte die Qual der Wahl, Spaniens Online-Voting war geradezu inflationär gut besetzt, Ungarn brachte nach dem ersten Fiasko einen potentiellen Siegertitel aufs Tapet, bevor dieser gleich wieder in einem Fiasko endete, Andrew Lloyd Webber wurde für Grossbritannien angeheuert und bald machten sich Gerüchte breit, dass Patricia Kaas für Frankreich an den Start gehen könnte. Alles schien auf einen würdigen und beeindruckenden Jahrgang hinzudeuten, denn es fehlten ja noch ein paar grosse ESC-Nationen der Kategorie Fanatiker, wie z.B. Schweden, Serbien, Russland und die Ukraine.


Ost-Europa: ein Überblick

Und dann kam's knüppeldick - und zwar aus dem Osten: die Ukraine schickt ihren mit Abstand miesesten Beitrag nach Moskau, den das Land je produziert hat! Ähnliches lässt sich von Weissrussland und vor allem von Russland sagen! Die Songauswahl zum russischen Finale war etwas vom Grässlichsten, was menschliche Lauscher je zu hören bekamen!
Es kam mir vor, als müsste ich zwischen Pest und Cholera entscheiden! Dass am Schluss die Ukrainerin Anastasiya Prikhodko den Sieg holte, war die Sahne auf dem Klo und brachte wenigstens noch etwas an Zynik mit sich! Gespannt bin ich auf die letzten 20 Sekunden, wenn die Furie zum Nervenzusammenbruch ansetzt. Hält wohl der Boden?

Am meisten enttäuscht wurde ich von Serbien. Wer hat wohl hier für die Vorauswahl der Teilnehmer gesorgt? Ich komm einfach nicht um den Gedanken herum, dass hier sicherheitshalber mal alle qualitativ guten Songs gar nicht erst ins (Halb-)Finale zugelassen wurden...! Die finanziellen Folgen des letztjährigen ESC müssen erdrückend sein...! Gewinnen, dann aber auf die Ausrichtung des folgenden ESC zu verzichten, kommt natürlich für ein so stolzes und nationalistisches Land wie Serbien nicht in Frage! Wieso denn eigentlich nicht, es gäbe genug Länder, welche den ESC auch ohne Gewinn übernehmen würden - trotz weltweiter Wirtschaftskrise! Da schickt man dann doch besser von Beginn weg ein schlechtes Lied! Dies nur so als Gedanke!

Slowenien und Kroatien enttäuschten ebenfalls massiv. Slowenien verkaufte seine Seele dem Kitsch, und Kroatien bringt althergebrachte Folklore in falschen Tönen auf die Bühne. Aber es gab weder beim einen noch beim andern Besseres auszuwählen. Frustrierend aber auch beängstigend schlecht!

Montenegro hat dieses Jahr den Siegel-Joker eingesetzt und bringt somit den für Montenegro bisher besten Song an den ESC, was nicht unbedingt für die Qualität von "Just get out of my life" spricht, als vielmehr gegen die grottenschlechten Beiträge der montenegrinischen Vergangenheit ...! Das war taktisch aber eine Meisterleistung, lieber Ralph! Wie in einem früheren Beitrag schon mal geschrieben, hat der gute alte Mann in Andorra ähnliche Perspektiven! "Ein bisschen Frieden" wird er sich wahrscheinlich auch in Zukunft nicht gönnen und hat vermutlich bereits 5'429 weitere Songs in petto!

Mazedonien ist zuverlässig: es enttäuscht auch dieses Jahr - diesmal nur gewaltig! Diese 3 Minuten zeigen auch bei einem weichgeklopften und an Masochismus grenzenden ESC-Fan wie mir die Grenzen des Tolerierbaren auf. Dass Gitarren so was überhaupt spielen. Da kann ich nur zum Mikrofon-Streik aufrufen!

Vielleicht sollte Albanien für einmal seinen Song als letzte Nation auswählen, dann würde eventuell auch einmal das Niveau steigen. La-la-la mit Zuckerwasser!

Auf Bosnien & Herzegowina ist Verlass! Als EINZIGE Nation aus dem Osten kümmert sich Bosnien & Herzegowina weder um Weltwirtschaftskrise noch um den finanziellen Ruin, der ihnen droht, sollten sie dieses Ohr-Qualen-Festival gewinnen! Chapeau!

Über den Langstrassen-Beitrag Rumäniens will ich mich nicht länger aufhalten, zu frustriert bin ich heute noch über die Wahl ihrer 3-minütigen Zumutung. Da warf man "Perlen vor die Säue", und am Schluss wurde das Tier genommen....!

Tschechien bleibt sich treu - ganz dem Motto "Jemand muss ja Letzter werden". Da die Konkurrenz um die hintersten Plätze dieses Jahr aber heftig ist, könnte für einmal vielleicht ein zweitletzter Platz herausschauen. Alles andere wäre eine Überraschung!

Die Slowakei und Polen hinken der Zeit um Jahrzehnte hinterher und gelten auch heuer als Kanonenfutter. Bei der Slowakei fragt man sich nur, wie schief die hohen Töne durch unser Mark und Bein jagen werden! Was mich direkt zum krassen Krassimir nach Bulgarien bringt. Auf die Darbietung dieses Beitrags bin ich echt gespannt, ja freu mich sogar darauf! Da geht's um so wichtige Fragen, wie: halten die Stelzen, falls nein, wie weit fliegt das Opfer, reicht es bis in die vierte Reihe? Wann, wenn überhaupt, trifft Krassimir seinen ersten richtigen Ton? Trifft er die Bühne überhaupt? Tragen Kameramänner eigentlich einen Gehörschutz? Wir werden's sehen, und wir werden's fühlen (müssen).

Die Baltischen Staat (Estland, Lettland, Litauen) überzeugen auch dieses Jahr durch Mittelmass und Belanglosigkeit!

Fazit: es ist wirklich sehr, sehr erstaunlich, wie schlecht die osteuropäischen Beiträge dieses Jahr sind. Zufall? Oder doch nicht? Angst vor dem millionenschweren Unterfangen ESC? Geht dem Osten langsam aber sicher seine Stars aus? Pulver verschossen? Einzige löbliche Ausnahme dieses Ost-Flops: Bosnien & Herzegowina!

West-Europa:
ein Überblick


Skandinavien ist so kompakt und überzeugend wie selten zuvor. Die ESC-Euphorie ist nach wie vor ungebrochen!
Norwegen ist nach dem letztjährigen guten Abschneiden in eine wahre Euphorie geraten, welche sich mit Alexander Rybaks "Fairytales" nur noch gesteigert hat! Trotz qualitativer guter Titel in der Vorausscheidung kam es zu einem regelrechten Erdrutschsieg des "Märchens"! Die allgemeine Frage ist nur noch, wer hinter Norwegen auf Platz zwei erscheint!

Island trotzte der Wirtschaftskrise mit einer kleinen, aber feinen Vorausscheidung. Es geht also auch ohne grosses Brimborium! Herausgekommen ist eine Ladung wunderbarer Songs mit einer verdienten Siegerin! Ein grosses Bravo nach Island!

Finnlands Vorausscheidung war vielleicht schon stärker als dieses Jahr, brachte mit "Lose Control" dann aber doch einen überzeugenden, wenn auch leicht verjährten Beitrag.

Falls Niels Brinck noch an stimmlicher Power zulegt, wird auch Dänemark Freude haben am diesjährigen ESC.

Schwedens ehemalige Vormacht am ESC bröckelt weiterhin dahin. Die Aufmachung ist immer noch gewaltig, die Hingabe der Schweden immer noch legendär, aber an der Lieder-Front sieht es ganz böse aus. Schweden kommt nicht darum herum, sein ganzes System zu überdenken. Vor allem muss die Songauswahl komplett umgestellt werden!

Wohin es gehen könnte, zeigt uns Spanien ganz gut vor. Die eingereichten Songs werden online gestellt, und dann entscheidet das Volk übers Weiterkommen. Nicht irgend ein altmodischer Fersehdirektor oder ein Verantwortlicher der Einschaltquoten! Nein, den Zuschauern gehört die Macht! Spanien brachte mit Abstand die besten Songs mit in die Vorausscheidung - weil das Volk entscheiden konnte! Hallo Europa: so wird es gemacht! Dass mir der Siegertitel nicht so wahnsinnig gefällt, ist lediglich mein Problem.

Die jährlichen Favoriten Griechenland und die Türkei bringen überraschend leblose Songs mit nach Moskau. Die gezwungene Ungezwungenheit ihrer Beiträge nervt mich gewaltig. Die Ideenlosigkeit grenzt nahezu an Langeweile! Herzlose Gleichgültigkeit hier wie dort!

Andorra ist wie immer schwach! Belgien und Holland kümmern sich einen Deut um die Qualität ihrer Beiträge, jammern dann aber doch immer wieder über das miese Abschneiden ihrer Songs! Reisst euch zusammen, oder lasst es sein! Nur um der Tradition Willen braucht niemand mitzumachen!

Deutschlands Wahl ist nichts weniger als eine einzige grosse Peinlichkeit. Da verzichtet man kurzfristig auf den üblichen Vorentscheid, entscheidet sich für eine interne Auswahl und kommt dann mit einem Kalifornier im Gepäck zurück! Aber hallo, was soll denn das? Da hättet ihr für einmal die Möglichkeit, mit euren selbstverliebten Stars einen Deal auszuarbeiten, nur damit sich diese nicht in einem direkten Duell eines andern deutschen Stars messen müssen, und ihr verbockt euch diese Möglichkeit gleich selbst. So eine einzigartige Möglichkeit kriegt ihr nicht so schnell wieder! Habt's verdient! Da macht es ja sogar unser Schweizer Fernsehen noch besser mit ihrer Wahl.

Grossbritanniens Neuanfang war gut gemeint, aber mit der Wahl von Andrew Lloyd Webber zeigten die Insulaner kein gutes Händchen. ALW in Ehren, aber mit seinem altmodischen Song zeigt er uns lediglich, dass seine Zeit wohl abgelaufen ist!
Ich finde es eh fragwürdig, einen einzigen Song zu haben, und erst danach nach den geeigneten Interpreten zu sorgen. Der aufgeblasene Musical-Song "My Time" erhält wenigsten durch Jade eine Art von Dimension. Ansonsten ein Song zum Vergessen! I'm not amused!

Einmal mehr schlägt Frankreich seinen Erzrivalen alter Zeiten, Grossbritannien, um Längen - ja, sogar um Meilen! Die Wahl Patricia Kaas' war wohl DER coup de théatre der vergangenen zehn Jahre schlechthin! Dass wir im Falle von Frankreich mit einem der allerbesten Songs aller ESC-Zeiten belohnt wurden, ist das Sahnehäubchen! Je suis ravi!

Fazit: Euphorie und Nonchalance halten sich im Westen in etwa die Waage! Hier: wie gehabt Euphorie in Skandinavien, Revolution in Spanien, französische Klasse! Dort penetrante Gleichgültigkeit aus Belgien und Holland, sowie Verjährtes aus Andorra, Zypern und Malta.

Die Diskussion, ob es besser ist, eine mehrwöchige Vorausscheidung durchzuführen (wie z.B. Schweden, Island, Norwegen, Bulgarien, Slowakei, Malta etc.), oder ob der Interpret intern erkoren werden soll (wie z.B. Bosnien, Frankreich, Belgien, Holland etc.), ist irrelevant! Es kommt einzig darauf an, WER die Songs zur Vorausscheidung aussucht, resp. WER die interne Auswahl trifft. Gegensätzliche Beispiele einer Vorauswahl sind z.B. Rumänien (Top) und Bulgarien (Flop)! Die krassesten Gegensätze einer internen Wahl sind Bosnien & Herzegowina (Top) und Deutschland (Flop). Das sind Welten!

Ich bin für beide Welten! Jede bringt manchmal das Beste ebenso wie das Schlechteste von sich hervor!