Samstag, 28. Februar 2009

Hellenischer Hormonschub

Griechenland

Artist: Sakis Rouvas
Titel: This Is Our Night
2. Halbfinal




Web: Sakis Rouvas
MySpace: Sakis Rouvas
Wiki: Sakis Rouvas

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Sakis Rouvas mit "This Is Our Night"


Griechenland war für einmal das erste Land, das seinen Vertreter für die neue Saison bekannt gab! Bereits im August letzten Jahres verdarb mir die unsägliche Meldung, dass Sakis Rouvas für die Griechen antreten werde, den verbleibenden Sommer. Somit kommt die ESC-Gemeinde nach 2004 bereits zum zweiten Mal in den Genuss dieses griechischen Gottes der Hormone!

Wahrscheinlich wird man bei seinem Auftritt auch dieses Jahr wieder den Zuschauerraum um volle drei Meter nach hinten schieben müssen. Seine von Hormonen getriebenen Auftritte können selbst auf vier Metern Distanz zu unerwarteten Schwangerschaften führen! Der würde mit Garantie keinen Doping-Test überstehen.

Es gilt zu sagen, dass Sakis in Griechenland wirklich DER Superstar schlechthin ist. Er verkauft tausende und abertausende von Alben. Mal für Mal! Es müssen bereits Preise erfunden werden, um seinem Status gerecht zu werden. Und Zeus hat sich schon längst mit einer Statistenrolle zufrieden gegeben, soll es heissen!

Einzig: ein Sieg am ESC fehlt ihm, Sakis, noch. Und dies soll dieses Jahr geschehen - mit dem treffenden (??) Titel "This Is Our Night". Der Song ist grottig und einfallslos, getrieben von überheblicher Selbstgefälligkeit und testosteroner Selbstdarstellung. Hätten wir hier einen 08/15-Song, hätten wir bereits ein Meisterwerk.

Wird Sakis 2009 also floppen? Von wegen! Er ist mit Bestimmtheit ein Anwärter auf den Sieg, denn die griechische Diaspora wird ihn auf den Olymp hieven. Griechenland hat ihm dort oben bereits Wohnrecht erteilt, nun soll dies noch auf europäischer Ebene geschehen! Zeus behüte uns davor!

Griechenland hat gute Musik, und selbst Sakis hat ein paar wirklich gute Songs drauf, einzig am ESC müssen sie immer diese penetrant aufdringlichen und berechenbaren Happy-Clappy-Songs bringen. Kalomiras 3-Minuten-Helium-Song "Secret Combination" war der bisherige traurige Höhepunkt dieser Manie! Hier herrscht absolutes Risiko-Verbot vor, ständig auf Nummer sicher aus und bar jeglicher Innovation (nein, ich sprech jetzt gerade mal nicht vom griechischen Fussball...!). Rock? Vergiss es! Balladen? So ein Weichei! Rap/Hip-Hop? Mache doch nicht Selbstmord! Von Vielfalt keine Spur!
Und Griechenland hat Erfolg damit - es ist in der Tat ihr Erfolg: der Erfolg der Griechen - wo immer diese auch leben mögen...! Aber es ist nicht der Erfolg Europas!

Langer Reden, kurzer Sinn: Griechenland wird auch 2009 zu den Favoriten gehören, ob ich das nun wahr haben will oder nicht!

Hotter than Potter: Alexander der Grosse aus Norwegen!

Norwegen

Artist: Alexander Rybak
Titel: Fairytale
2. Halbfinal

Wiki: Alexander Rybak
MySpace: Alexander Rybak


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Alexander Rybak mit "Fairytale":

Wir erinnern uns kurz: Belgrad 2008: Maria Haukaas Storeng ersang mit dem Lied "Hold on, be strong" den für norwegische Verhältnisse fantastischen 5. Platz. Der Song war wirklich nur mittelmässig, aber Marias Ausstrahlung und die dezente, aber äusserst wirkungsvolle Interpretation (inkl. guter Startnummer 25) verlieh dem Song ungeahnte Flügel! Für ewig bleibt mir ihre Handbewegung bei der Stelle, wo sie "true, true, true" singt, in Erinnerung!

Machen Sie eine typische Handbewegung, bitte, Frau Maria Haukaas Storeng:


Unvergessliche ESC-Choreographie!

Nachdem Norwegen also letztes Jahr mit einem eher durchschnittlichen Song ein überdurchschnittliches Resultat ersungen hat, haben die Nordländer Appetit auf mehr, auf Grösseres gekriegt! Sie wollen den Sieg!

Und sie sind nahe dran! Oslo 2010 ist mehr als nur eine Möglichkeit, denn dieses Jahr wird der norwegische Harry Potter, Alexander Rybak, die Halle zum Kochen bringen. Sein relativ simples "Fairytale" kommt dermassen eindrücklich, ungezwungen, aber wuchtig und mit voller Fahrt auf die Hörer zu, dass einem ganz schwindlig wird dabei. Ein richtiger Gassenhauer haben wir hier, der ebenso gut beim Musikantenstadl oder irgend einer anderen Chilbi auftreten könnte. Der Song ist explosiv, voller Schwung und hat einen unglaublichen Drive. Einfache Musik (und das ist sie) geht nun mal einfacher in die Ohren hinein. Und dort bleibt sie auch noch für eine lange, lange Zeit. "Fairytale" gräbt sich erbarmungslos im Gehörgang ein, und man lässt es auch gerne mit sich geschehen, selbst wenn einem diese Art von Humpa-Humpa-Musik nicht sonderlich liegt!

Neckisch ist er schon dieser Alexander Rybak. Der in Minsk, Weissrussland, geborene Norweger zieht die Zuschauer mit seiner jugendlichen Unschuld im Nu auf seine Seite, und singen kann er eigentlich auch recht gut! Die Choreographie beim norwegischen Finale war bereits eine Klasse für sich und zielt natürlich auf die eher jüngeren Zuschauer! Hier geht einfach die Post ab! Die A-Post, um genau zu sein!
Niedlich übrigens, wenn er mit seinem Babyface singt "Years ago, when I was younger"!

Norwegen ist von den bis jetzt bekannten Songs DER Favorit! Und Norwegen könnte doch stolz sein auf einen..... 2. Platz. Ist ja keine Schande, gegen Patricia Kaas zu verlieren...!

Gerade gehört: "The Highest Heights" auf ...#*"3

Soeben (14.12h) ist "The Highest Heights" von Lovebugs über den Äther gegangen! Ja, ich gebs ja zu, habe eben DRS3 gehört...! Schande über mich! Aber es war wirklich ein Versehen, ich schwörs!!!

Aber was nützt uns dies, lief doch auf DRS3 gerade das unsäglich und blödsinnig einfältige "Ursi, Spitz und Unten-lang"...! Also jene Sendung, die mehr Mitarbeiter generiert als Zuhörer. Hab schon umgeschalten!

Donnerstag, 26. Februar 2009

To bang or not to bang?

Deutschland

Artist: Alex swings! Oscar sings!
Titel: Miss Kiss Kiss Bang
Als Big4-Nation direkt fürs Finale qualifiziert


Web: Oscar Loya
MySpace: Oscar Loya


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Alex swings! Oscar swings! mit "Miss Kiss Kiss Bang"


Vor drei Jahren bin ich noch mit einer Deutschland-Flagge durch die Strassen Athens gezogen und habe wie wild für "Texas Lightning" gefänt! Meine ganze Ver- und Bekanntschaft habe ich gemobbt, damit sie zuhause in der Schweiz für Deutschland voten sollen! Für Cicero habe ich noch den Hut gezogen in voller Ehrfurcht (und mit weichen Knien...!). Und für die "No Angels" habe ich, eh ....! Lassen wir das mal sein!

Und jetzt? Dieses Jahr? Das grosse Fiasko!

Was haben sich die deutschen Verantwortlichen nur dabei gedacht? Zuerst wurde der bei den eingefleischten ESC-Fans sehr beliebte Vorentscheid ersatzlos gestrichen! Ich konnte damit eigentlich noch gut leben, war dieser VE in den letzten Jahren halt doch ein bisschen angestaubt dahergekommen und beim besten Willen nicht mehr ganz so lustig wie zuvor. Und: es fehlten einfach die grossen Stars, und Deutschland hat gerade in der heutigen Zeit ein ungemein grosses Becken an guten Gruppen und SängerInnen. Deutschland hat endlich wieder einmal eine richtige "Deutsche Szene" - eine wirklich gute und vor allem vielfältige dazu!!

Ein neues Konzept musste also her, und dieses wurde ... nicht gefunden. Also entschied man sich, die Suche nach dem deutschen Song für Moskau intern anzugehen! Genau darin lag auch die ganz, ganz grosse Chance, einen "grossen" Namen an Bord zu holen. Viele andere europäische Länder (unter anderem die Schweiz) gehen genauso vor und haben sehr häufig auch Erfolg damit (unter anderen NICHT die Schweiz). Es wäre also DIE Chance gewesen, Grosses aufzugleisen!

Und was ist dabei herausgekommen??? Eine Schnösel-Nummer mit einer schnöden Anleitung, Frauen flach zu legen.

Wer auch immer diese von Panik gezeichnete Entscheidung getroffen hat, muss seine Gründe gehabt haben, aber es waren mit Bestimmtheit keine "öffentlich-rechtlichen" Gründe!

So billig, zweitklassig und so wirklich schlecht wie dieses Jahr ist die deutsche Wahl noch nie ausgefallen - in jeder Beziehung!

  • Fangen wir gleich beim Sänger, Oscar Loya, an, dann haben wir das gleich hinter uns: Oscar Loya hat eine Ausstrahlung wie ein Morgenkuss! Sein Auftritt bei der offiziellen Präsentation an der Echo-Verleihung war hölzerner als die Stelzendarbietung des bulgarischen Beitrags. Wo sind da nur die "singing, dancing and acting skills", welche auf seiner Homepage angepriesen werden? Zwischen Bauchnabel und Oberschenkel??
  • Wer um Himmels Willen glaubt echt daran, dass lausige zwei Jahre nach dem (unverdienten) Misserfolg von Roger Cicero ein erneuter Swing-Beitrag Deutschland auf die Erfolgsstrasse zurück führen würde? Roger konnte wenigstens noch ein paar Knuddelpunkte ins Rennen werfen - davon ist der gute Oscar meilenweit entfernt! "Frauen regier'n die Welt" war wenigstens noch ein Song mit Qualitäten und Authentizität. Hier ist weder vom einen noch vom andern etwas vorhanden! Im Gegenteil! Roger bezirzte wenigsten noch die Frauen, bevor er sie in die Horizontale legte, davon lässt der gute Oscar mal schon seine Hände. Er legt gleich mal sich selber in die Volle-Flache! Die Prioritäten, wer wen ins Zentrum stellt, ist von Anfang an klar! Und somit sind wir nahtlos beim nächsten Punkt!
  • "Miss Kiss Kiss Bang" - was für ein scheusslicher Titel. Der Name ist Programm...! Kann man offenbar auch im negativen Sinne gebrauchen! Übersetzt man sich den Titel jetzt einmal so auf deutsch, guckt einem das nackte Entsetzen ins Gesicht! "Fräulein Kuss Kuss Knall". "...und es hat wumm gemacht" (fast frei nach Klaus Lages "1000 und eine Nacht") , kommt mir hier so spontan in den Sinn...! Toll! Es wird noch schlimmer: "to bang" heisst übersetzt vor allem knallen, krachen und schlagen. "To bang" bedeutet aber auch "Liebe machen", aber in der vülgären Umgangssprache. Capisce? Falls nicht, hier noch ein bisschen Nachhilfestunden: eine Bombe, die explodiert, macht xxxx! Elster, Spatz und Rabe sind xxxxx! Und ein (einfaches) Café in Schweden wir xxx genannt! Ich hoffe nur, dass Deutschland direkt vor Rumänien singen muss, sollte sich deren noch grottigere Song überhaupt fürs Finale qualifizieren, denn dieser ist auf dem etwa gleichen (bodenlosen) Niveau anzutreffen und heisst "The Balkan Girls"!
  • Der Song ist in etwa so sexy wie das Schweizer Bankgeheimnis!
  • Über den Songtext brauche ich mich nicht lange aufzuhalten, aber ich frage mich schon, wer die Zeile "Shake your sweet, sweet, sweet little thing" nun eigentlich singt resp. singen sollte: er oder "Miss Kiss"...!?
  • Wie aufgeblasen der diesjährige deutsche Beitrag ist, zeigt sich alleine schon in seinem Webauftritt: es existiert eine Homepage von Oscar Loya, ebenso wie eine MySpace-Site (s. ganz oben). Aber die sind so was von leer, dass wirklich nur noch der Song dazu passt! Eine blank polierte Fülle von nichts!
  • Es bleibt anzumerken, dass Oscar Loya wahrscheinlich nur ein Alter Ego vom Produzenten und Komponisten, Alex Christensen, ist, der in Oscar Loya seinen Lebenstraum erfüllt sieht. Anders kann ich mir nicht vorstellen, dass sich dieser als Co-Interpret hat einschreiben lassen und somit auch auf der Bühne von und zu Moskau auftreten wird.
Und hier schliesst sich der Kreis: der Begriff Alter Ego geht (gemäss Wikipedia) "... auf den römischen Politiker und Philosophen Cicero zurück".

Deutschland, du hättest mit einer internen Wahl eine einmalige Chance gehabt und hast es verbockt.

Dienstag, 24. Februar 2009

Jimmy Somerville trifft "Herr der Ringe" auf bulgarisch!

Buglarien

Artist: Krassimir Avramov
Titel: Illusion
1. Halbfinal

Web: Krassimir Avramov
MySpace: Krassimir Avramov


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Krassimir Avramov mit "Illusion" --> "live" gesungen:


Ach du heiliger Krassimir! Leute, wer hat dem guten Krassimir erst fünf Minuten vor dem Final-Auftritt erklärt, dass nur die Musik aus der Tube kommt, nicht aber der Gesang?? Echt gemein!

Er kommt dann auch entsprechend verdattert auf die Bühne und muss sich von einem regelrechten Zirkus in Acht nehmen, der auf der Bühne abgeht! Fall mir ja nicht von der Bühne. Reicht schon, dass du von der Rolle bist...!

Der gute Junge kann sich noch so fest in die Vaterschaften kneifen, die hohen Töne trifft und trifft er einfach nicht. Und nach genau 2:10 scheint er dabei auch noch abgerutscht zu sein. Der Jauchzer ist Beweis! Ein echtes Talent! Dem Armen bleibt auch nichts erspart!

Eigentlich ist alles noch viel schlimmer. Noch viel, viel schlimmer. Seine Mimik ist krassimir (Steigerung vom Wort "krass"). Da schaut er ständig auf den Boden, als hätte er den Text - welchen Text? - vergessen. Greift sich zwischendurch an den Kopf wie ein Junge, dem gerade der erste Jugendtraum abgegangen wäre! Da bleibt echt nur noch zu hoffen, dass wir in Moskau beim Schleuder-Teil des Stelzenpäarchens einen Stelzenbruch auf der Bühne miterleben werden. Stage diving à la Bulgarien, so zu sagen...! Dann gibts aber Fleischvogel nach europäischer Art in Anbetracht der vielen fahnen- und flaggenschwingenden Fans im bühnennahen Bereich...! Aber vielleicht besser auch nicht, denn sonst müssten wir die Händen von den Ohren nehmen, um Applaus zu spenden!

Da braucht das bulgarische TV sagenhafte 17 Vorausscheidungen, um am Schluss mit diesem Rohrkrepierer dazustehen! Jetzt begreife ich endlich das Sprichwort "Der Berg hat eine Maus geboren"...! Aber wenigsten lebt die Maus im Sprichwort. "Illusion" bleibt leider keine solche und ist eine komplette Missgeburt vom ersten bis zum letzten falschen Ton. Echt krassimir!

Das wirklich einzig Positive am bulgarischen Beitrag ist die Tatsache, dass sie im selben Halbfinal starten werden wie die Schweiz (im 1.)!! Alles hat irgendwo sein Gutes!

Damit ihr in etwa wisst, wie es eigentlich hätte tönen sollen, hier eine Studio-Aufnahme:

Lovebugs zu den "Höchsten Höhen" oder vor dem Absturz?

Schweiz

Artist: Lovebugs
Titel: The Highest Heights
1. Halbfinal (12. Mai 2009)




Web: Lovebugs
Wiki: Lovebugs
MySpace: Lovebugs

Lovebugs mit "The Highest Heights":


Nun ist es also offiziell: Lovebugs spielen "The Highest Heights" ihres gleichnamigen Albums am ESC in Moskau! Der Song muss gemäss Reglement noch auf drei Minuten eingedampft werden, dann ist er endgültig ESC-konform!

Mir gefällt der Song sehr gut, und er hat Drive, Dampf und Pfupf und einen unverkennbaren Beat und Gitarren-Riff. Er kommt ehrlich, ja schon fast ein bisschen lässig, zügig, gradlinig und modern daher. Je lauter, je besser wird der Song!

Werden Lovebugs mit "The Highest Heights" die höchsten Höhen des ESC erreichen: den Sieg? Nein, mit Bestimmtheit nicht! Warum?
Sein Hauptproblem: er bringt nichts Überraschendes mit! Dies gilt eigentlich für die gesamte neue CD von Lovebugs. Viele wirklich gute und auch eigenständige Songs, aber - eben - mit keinen wirklichen Überraschungen. Ich habe mir die neue Scheibe gekauft (!!!!!!!!) und rauf und runter gehört, konnte mich aber beim besten Willen nicht für einen (ESC-)Song entscheiden! (Fast) alle waren sie gut bis sehr gut, aber der Hammersong, der fehlte mir! Am nächsten kam mir "Tumbling Down", aber der viel ja wohl schon des Titels wegen aus dem Rennen! Da war es dann doch schon nahe liegend, dass man sich für "The Highest Heights" entschied! Was mir an der neuen Scheibe sehr gut gefällt, sind die für Lovebugs-Verhältnisse raueren Töne und die zum Teil grossartigen Beats!
(bin übrigens echt gespannt, wie DRS3 reagieren wird, welche Lovebugs doch ziemlich häschelet u bäschelet, sich aber mit Händen und Füssen gegen alles wehrt, was das Label "ESC" trägt. Da werden wohl auch einige über den eigenen Schatten springen müssen.... und endlich einmal von ihrem hohen Ross herunter kommen! Dies nur so nebenbei....!)

Wird die Schweiz überhaupt den Final erreichen? Schwer zu sagen, aber ich bezweifle es! Meine Zweifel basieren aber weniger aufgrund der Qualität des Songs, sondern vielmehr aufgrund der Tatsache, dass dieser Song die Schweiz vertritt. Die Schweiz ist und bleibt ein kleines Land, das nicht auf Nachbarschaftshilfe rechnen kann; zu wenig Schweizer leben im Ausland, um dadurch einen Unterschied machen zu können. Also anders als die Vielvölkerstaaten Ex-Jugoslawiens, Ex-UdSSR, sowie all die fanatischen im Ausland lebenden Griechen und Türken.

Wir müssen also unsere grosse Party bereits im 1. Halbfinal am 12. Mai 2009 steigen lassen, denn danach wird mit grösster Wahrscheinlichkeit Schluss sein. Wenns denn so sein soll, dann ists wirklich nicht der Fehler von Lovebugs!!!

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! Gründe, warum es die Schweiz dieses Jahr vielleicht trotzdem in den Final schafft:
  1. Der Song ist gut!
  2. Im Meer von Balladen wird "The Highest Heights" Wellen werfen und herausstechen!
  3. Nur wenige (Pop/)Rock-Songs soweit
  4. Lovebugs können live singen und haben Bühnenpräsenz
  5. Sehr viele positive Feedbacks aus der ESC-Szene nach Bekanntgabe des Titels (was uns in den letzten zwei Jahren dann aber auch nichts geholfen hat....!)!
  6. Lovebugs: lasst euch etwas "Geniales" einfallen beim "oh, oh, oh, ohh...."-Übergang gegen Ende des Songs. Da hats Platz für etwas Überraschendes!!!! Zum Beispiel uns Schweizer-Fans auf die Bühne holen....!
  7. ODER: da euer Song ja eigentlich extrem Windmaschinen-feindlich ist, könnt ihr beim vorher genannten Übergang die Windmaschinen für einmal GEGEN das Publikum richten statt auf euch, wie das ja sonst üblich ist....!!! Wäre das nicht herrlich: ich im Spot-Wind am Eurovision...! Das wäre nun in der Tat ein echter "Coup de théatre", der uns mit Bestimmtheit zweihundertachtundzwanzig Extra-Punkte einbringen würde.

Hey Jungs, danke, dass ihr für die Schweiz den Kopf hinhält. Geniesst es einfach, was immer auch passieren wird, denn trotz allem ist und bleibt der ESC ein wirklich spassiges Ungeheuer mit mehr Fans, als ihr euch erdenken könnt. Ich bin auf jeden Fall auf eurer Seite und freue mich auf Moskau!

Die Windmachine wünscht euch viel Glück, wir sehen uns in Moskau!

Lyrics (Quelle: www.lovebugs.ch)
The Highest Heights

I CLIMB A TREE
SO MIGHTY HIGH
I SEE THE WORLD
JUST FROM BENEATH THE SKY
THE DREAMS I DREAM
THEY TAKE ME HIGH

THE AIR IS THIN
MY THOUGHTS ARE CLEAR
I CAN FEEL SOMETHING
IS IN THE ATMOSPHERE
THE DREAMS I DREAM
THEY TAKE ME HERE
OH, BEYOND THE LAST FRONTIER

THE TIME IS NOW
THERE’S NO EXCUSE
EVERY ONE I KNOW
HOPE YOU LIKE THE NEWS
THE TIME HAS COME
THE CURTAINS CALL

WILL YOU CATCH ME WHEN I FALL
FROM THE HIGHEST HEIGHTS OF ALL

I CLIMB THIS TREE
THE HIGHEST HEIGHTS
FROM BENEATH THE STARS
I SEE LITTLE LIGHTS
THE DREAMS I DREAM
DEMAND THEIR RIGHTS
OH, I’VE GOT NO HEAD FOR HEIGHTS

THE TIME IS NOW
SO STOP THE TEASE
AND MAY I HAVE
YOUR ATTENTION PLEASE
THE TIME HAS COME
THE CURTAINS CALL

WILL YOU CATCH ME WHEN I FALL
FROM THE HIGHEST HEIGHTS OF ALL
OH, HOW WILL I EVER KNOW?
ALWAYS I’VE GOT TO KNOW

Sonntag, 15. Februar 2009

Jekami-Sound aus Litauens

Litauen

Artist: Sasha Son
Titel: Pasiklydes žmogus

2. Halbfinal (14. Mai 2009)

MySpace: Sasha Son


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Sasha Son mit "Pasoklydes žmogus"


Nicht "Heiteres Beruferaten" sondern heiteres Musikstil-Raten heisst es aus Litauen! Haben wir es hier mit einer (weiteren...) reinen Ballade zu tun? Oder ist es ein R&B-Titel? Oder kommt hier sogar eine Spur Hip-Hop hinein? Oder doch nur einfacher Pop? Sogar ein paar Rock-Gitarren fanden Eingang im Jekami-Beitrag aus Litauen. Selbst Streicher verlieren sich darin, und dann gibts da noch die gute alte Chorsängerinnen-Unterstützung, die in alter ESC-Manier zur Musik hin und her wippt! Köstlich! Wahrlich eine Meisterleistung dieser Mischmasch-Orgie.

Vielleicht hätte es noch Platz für den Jodlerklub Wiesenberg, dem auch nichts mehr zu schade ist, um seinen volkstümlichen Ruf endgültig zu ruinieren!

Litauen tut sich immer noch sehr schwer mit dem ESC. Seine zwei Brudernationen aus dem Baltikum, Lettland und Estland, haben den ESC bereits einmal gewinnen können. Nur Litauen schaffte dies bis anhin noch nie! Daraus wird auch dieses Jahr nichts, auch wenn der Song eigentlich gar nicht so schlecht ist. Er ist bestimmt das Beste, was je aus Litauen gekommen ist! Aber wohin der Song eigentlich gehen sollte, weiss wahrscheinlich einzig und allein Sasha Son.

Ich würde den Song als "gehobene Lift-Musik" bezeichnen. Doch dieser Fahrstuhl bleibt wohl im Halbfinale stecken!

Is it true? - Yes, it is!

Island

Artist: Jóhanna Guðrún Jónsdóttir
Titel: Is it true?
1. Halbfinal (12. Mai 2009)





Gesponsert von: Insulin


Jóhanna Guðrún Jónsdóttir mit "Is it true?"


Island ist definitiv in der (ESC-)Depression gelandet. Die Wirtschaftskrise hat das Land geläutert und erschüttert nun auch die isländische Vorausscheidung! Die Isländer konnten noch so oft der Verliererstrasse entlang jodeln, sie blieben unerschütterlich und sendeten Mal für Mal eine Tanz-Nummer an den ESC. Ausnahme 2004 mit Jonsis "triff-doch-einen-Ton-richtig!" "Heaven". Zwischendurch gabs auch schon mal eine Lachnummer (2006 mit Silvia Night und "Congratulations"), aber tanzen konnte man zu allem, was aus Island kam.

Diese Zeiten sind definitiv vorbei! Und Island hat gut entschieden! Die haushohe Favoritin, Jóhanna Guðrún Jónsdóttir, entschied am Samstagabend das Finale zu ihren Gunsten. Island hatte gar keine Chance! Der Song "Is it true?" war trotz hervorragender Konkurrenz eine Klasse für sich. Imposant, mit welcher stimmlichen Brillanz Jóhanna Guðrún Jónsdóttir ihren Titel dargeboten hat! Das war einsame Spitze.

Der Song als solcher ist vielleicht ein bisschen altmodisch, und eine Spur zu süss, ja schon fast ein bisschen schmalzig und "vom Winde verweht", aber Jóhannas Darbietung rettet ihn vor dem Zuckertopf! Aber es besteht höchste Diabetes-Gefahr beim Hören!

Wohin fliegt dieser Schmachtfetzen? In Anbetracht der Tatsache, dass wir dieses Jahr von Balladen geradezu beworfen werden, besteht allein darin schon eine Gefahr des Untergangs. Tja, und der Osten, der will gefälligst Rambazamba und keinen Herz-Schmerz. Davon hatten sie bis zur politischen Öffnung ja selber schon genug.
Sobald die Startreihenfolge bekannt sein wird, kann man über die isländischen Chancen besser spekulieren, aber ein Startplatz zu Beginn der Show, wird der isländischen Delegation wohl ziemlich viel an Hotel-Spesen sparen!

Ich bin übrigens entzückt, dass Jóhanna Werbung für unsere SBB macht, trägt sie doch an der linken Hand einen Ring in SBB-Uhr-Form. Damit hat Jóhanna die 3-Minuten-Regel bestimmt immer unter Kontrolle!

Liebes Schweden, ihr kommt ja sicher wieder mit einem Camion voller Windmaschinen in Moskau an (sofern diese nicht als Bestandteile zum Bau terroristischer Waffen deklariert werden von den russischen Einreisebehörden!!!), nicht wahr? Bitte, bitte gebt doch der isländischen Delegation eine eurer Windmaschinen, denn "Is it true?" ist absolut windmaschinen-fähig! Sonst müssen wieder wir Fans wieder mit dem Hotelföhn antraben. Und davon gibt es in Moskau wahrscheinlich auch nicht allzu viele!

Hier schon mal ein bisschen Windmachine-Alarm:

Mittwoch, 11. Februar 2009

Ungarisches Drama 2. Teil

Ungarn

Stärne Föifi! Was soll denn das? Ungarn setzt einen drauf und zieht auch seinen zweiten Song zurück.



Die Dame, Kátya Tompos, hat ein Theater-Engagement... während des ESC! Was spielt sie denn gerade? Warten auf Godot, oder was?

Ja, ******** nochmal, hat sie das nicht vorher schon gewusst! Habt IHR (TV) das nicht vorher abgecheckt???? Habt ihr die Dame überhaupt gefragt, ob es OK sei, ihren Song nach Moskau zu schicken? Oder hat sie dies so nebenbei aus dem ungarischen Blick erfahren?


Vielleicht hätte man der guten Frau auch sagen müssen, dass der Song nicht von selber nach Moskau geht. Dazu braucht es sie schon...!

Ich glaube, ihr braucht langsam aber sicher eine Check-Liste, liebes staatliche Fernsehen von und zu Ungarn, um endlich zu einem Song zu kommen! Beim euch scheint das nackte Chaos zu herrschen. Mensch, ihr braucht wirklich langsam aber sicher eine Checkliste!


Ich geb euch eine kleine Starthilfe:
  1. Wollen wir, Ungarn, überhaupt am ESC teilnehmen? Wenn nicht, ist es fürs 2009 ZU SPÄT! Ohne saftige Busse kommt ihr nicht um eine Teilnahme herum! Eigentlich hättet ihr ja so schon eine verdient! So viel Dilettantismus muss einfach bestraft sein!
  2. Song auswählen! Wenn's irgendwie geht einen guten...! Zur Erinnerung: der Song darf nicht länger als 3 Minuten dauern. Also nichts von Bartók! Alles von Bartók ist mit Bestimmtheit schon mal vor dem 1. Oktober 2008 (= ESC-Deadline!!!) veröffentlich worden und dauert mit ebenso grosser Sicherheit länger als 3 Minuten!
  3. Nach erfolgreicher Song-Auswahl bitte auf Youtube nachschauen, ob der Song schon mal veröffentlicht wurde! Schaut euch zudem auch bei allen Big Brother-Sendungen dieser Welt um...!
  4. KomponistIn fragen, wann der Song geschrieben wurde, und ob der Song schon einmal an einer ungarischen Chilbi vorgetragen wurde. Gebt ihm/ihr dabei das genaue heutige Datum bekannt. KomponistInnen sind ein vergessliches Völkchen!
  5. InterpretIn fragen, ob er/sie willens ist, am ESC teilzunehmen! Wenn nicht, wird mit Gulasch-Entzug nicht unter einem Monat gedroht.
  6. Klaut ihm/ihr die Agenda, um zu schauen, ob er/sie am 14. Mai 2009 (Halbfinale) evtl. einen Termin hat! Wenns ein guter Song ist: auch der 16. Mai 2009 (Final) abchecken!!!! Falls für diese Daten keine Termine gebucht sind: umgehend Agenda wegschmeissen!!!
  7. Fragt danach bei allen Theatern, Klub-Veranstaltungen, Big-Brother-Containern und anderen Hundsverlocheten nach, ober er/sie vielleicht doch nicht ein 2-minütiges Erscheinen versprochen hat!
  8. Schaut in eurer eigenen TV Agenda nach, ob ihr am 14. und evtl. am 16. Mai 2009 irgend ein 3.-Liga-Fussballspiel auf dem Programm habt, dem ihr den Vortritt gebt!
  9. Ihr müsst euch bis Mitte März 2009 (!!!) definitiv für einen Song UND eine Interpretin/einen Interpreten entschieden haben! Falls ihr das nicht schafft, kommt Dima Bilan (ESC-Gewinner 2008) nach Ungarn und singt sein grottenschlechtes Lied! PS: ohne Fiedler und ohne Eismann!
Falls ihr noch Fragen habt, steh ich gerne zu Diensten!

Und hier zu eurer Erinnerung, liebe Ungarn, was ihr vermasselt, vergeigt, verbockt, versaut, vergurkt und verkackt habt!!!!!



Mensch, Bartók, und ich habe mich bereits nach Hotels umgeschaut in Budapest...! Vermasselt, vermasselt, vermasselt!

Fortsetzung folgt mit Bestimmtheit...!

Die Windmachine zieht ihren Stecker raus und gibt jetzt volle Kraft voraus Richtung Frankreich! Auf die kann man sich wenigstens verlassen!

Sonntag, 8. Februar 2009

What if we ... changed the song for a change?

Malta

Artist: Chiara
Titel: What if we?
1. Halbfinal

Wiki: Chiara



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Chiara mit "What if we?"


She did it again: und sie hat es wieder geschafft! Ihr Song "What if we" ging als Sieger einer unglaublich schlechten Song-Auswahl hervor!

Chiara nimmt somit nach 1998 und 2005 erneut für Malta am ESC teil. Folgt nach dem 3. Platz 1998 und dem 2. Platz 2005 jetzt der lang ersehnte Sieg am ESC? Nein, mit Bestimmtheit nicht! "What if we?" ist der schlechteste ihrer drei ESC-Songs. Und was das Ganze noch schlimmer macht: der Song ist echt schlecht! So gerne ich Chiara mag, aber mit diesen drei Minuten hätte sie besseres anfangen können! Zum Beispiel singen!

Was hat sie nur dazu bewogen, dieses Gedusel zu akzeptieren? War da wirklich nichts Besseres vorhanden? War der Publicitydrang einer dritten Teilnahme grösser als der eigene musikalische Stolz, als der eigene musikalische Anspruch. Ich bin geneigt zu fragen: wo bleibt der Respekt der Musik und vor allem der eigenen Stimme gegenüber?
Ihre dritte Teilnahme kommt mir langsam vor wie der Film "Groundhog Day" ("Und täglich grüsst das Murmeltier"), wo Bill Murray immer wieder denselben Tag durchmachen muss, bis er "es" endlich checkt!

Wie bei ihren zwei Teilnahmen zuvor bekundet Chiara grosse Mühe, in den Song einzusteigen! Die tiefen (und ruhigen) Töne passen nicht zu ihr. Sie passen einzig ins unsichere und unbehagliche Gefühlskostüm, in dem Chiara zu stecken scheint. Ihr wird es erst so richtig wohl, wenn sie zum, wie die Engländer sagen, "rousing" Teil des Songs kommt, wo sie all ihre Gefühle perfekt und gezielt einsetzen darf. "A belting voice", um die Engländer nochmals zu strapazieren! DAS ist Chiara, so wie sie von fast allen geliebt und verehrt wird.

Bei der Interpretation von "What if we?" gibt es noch jede Menge zu tun. Die falschen Töne zu Beginn des Songs müssen weg, und die Unsicherheit muss weg. Ersteres kann man durch gezieltes Üben beheben, Letzteres wird schon ein bisschen schwieriger zu bewerkstelligen sein!

Was läuft hier sonst noch alles falsch? Chiara besitzt offenbar keine eigene Webseite, Chiara besitzt kein MySpace-Auftritt! Aber es gibt einige Fan-Sites über Chiara. Schön und gut, aber Lobhudeleien bringen dich nicht weiter, liebe Chiara!

Es mag ja wirklich nicht einfach sein, einen guten Plattenvertrag abzuschliessen, einen Produzenten zu finden, der sich in erster Linie um dich kümmert und nicht um seinen eigenen Geldbeutel. Auf Malta scheint zurzeit eh eine grosse Komponisten-Flaute vorzuherrschen! Wenn dich die guten Komponisten auf Malta schon nicht finden, dann pack deine Sachen und finde du sie - anderswo. Deine Stimme hat besseres verdient! Kick ass, before someone else kicks yours!

Freitag, 6. Februar 2009

Patricia Kaas: Interview der "Kölnischen Rundschau"

Patricia Kaas




Die "Kölnische Rundschau" hat HIER ein Interview mit Patricia Kaas veröffentlicht.




Hier ein Video ihres ESC-Songs "Et s'il fallait le faire", das Bilder ihrer Kabaret-Tour beinhaltet! Weiter Informationen zur Tour findet ihr HIER

Patricia Kaas mit "Et s'il fallait le faire"

Poperdisco & Malladen aus Malta

Malta vor dem nationale Finale

Malta am ESC: Malta (www.songcontest.ch)

Malta ist eines jener Länder, das bis heute den ESC noch nie gewinnen konnten. Dies ist um so bedauerlicher, denn ein ESC auf Malta im Mai wäre so etwa das Nonplusultra der Fans! Schwulenfreundlich, warm (hm, sagte ich doch gerade!) und mediteran!

Zweimal war Malta nah dran: 2002 erreichte Ira Losco mit "7th Wonder" Platz 2.
Ira Losco mit "7th Wonder":


Ebenfalls auf Platz 2 landete die ESC-Walküre und Fan-Favourite der Schwulen, Chiara, mit "Angel" 2005. Über sie später noch mehr!
Chiara mit "Angel":


Für Chiara war dies bereits der zweite Auftritt am ESC. Sie nahm bereits 25 Kilo früher, ehhh 7 Jahre früher teil. Damals mit dem grandiosen "The one that I love". Sie kam damit auf Platz 3:
Chiara 1998 mit "The one that I love":


Malta beklagt sich (wie eigentlich fast alle Länder, die den ESC nicht gerade jedes Jahr gewinnen) sehr häufig über die Punktevergabe. Hier macht sich das Inselleben für einmal negativ bemerkbar: wer keine Nachbarn hat, kriegt auch keine Nachbarschaftspunkte. Wie viele andere erfolglosen Länder auch, wird die Qualität der eingereichten Songs sehr häufig zu wenig oder überhaupt nicht in Betracht gezogen, wenn es ums Analysieren des Misserfolgs geht! Da wird einfach drauflos gejammert, was das Zeug hält. Da haben wir Schweizer ja neben dem Inselleben bereits eine zweite Gemeinsamkeit...!

Das Jammern wird auch dieses Jahr nicht aufhören, denn die 20 Beiträge, welche am Samstag ins Finale gehen werden, sind unisono ..... nicht gut. Nein, ich muss es sagen, wie es ist: sie sind allesamt schlecht.

Hier zeigt sich ein anderer negativer Nebeneffekt des Insellebens: die musikalische Inzucht! Die Songs sind so was von altmodisch, verstaubt und einfallslos, dass selbst ein Lebensmittelinspektor den Laden schliessen müsste! Malta ist in jeder Beziehung ein kleines Land und mit lediglich 410'000 Einwohnern gehört es zu den Zwergstaaten. Dies ist sicher ein Handicap und der Output an guten Songschreibern ist entsprechend klein! Aber hey, Island ist mit nur 310'000 Einwohner noch um einiges kleiner und bringt trotzdem immer wieder gute Songs an den ESC!

Die Vorausscheidungen waren TV-technisch gesehen dermassen amateurhaft, dass ich echt das Gefühl hatte, sie hätten eine Einspielung aus dem Jahre 1974 gebracht! Das Licht, der Ton, die Ausstattung, die Kamerapositionen, die Regie und die Stimmung im mit drei Zuschauern ausverkauften Studio brachten das Ganze auf Chilbi-Niveau runter. Und die Musik trug das ihre bei! Und warum schickte das maltesische Fernsehen ausgerechnet zu dieser Zeit den einzigen Kostüm-Designer auf Malta nach Lappland in die Ferien? Die waren ja angezogen, aber wie....!

Was bei den diesjährigen Finalisten extrem auffällt, sind die vielen "Pop goes Classic"-Songs. Da herrscht dieses Jahr auf Malta echt eine Epidemie. Und einigen reicht das Gemisch von Pop und Klassik noch nicht aus und fügen auch noch gleich eine Prise Disco dazu. Und sie rangeln sich allesamt um den letzten Platz. Gegen unten herrscht ein echtes Gedränge!
Wer nicht am "Poperdisco" teilnimmt, kommt mit einer Ballade daher, die mehr eine "Mallade" ist. Denn schön und gut ist anders!
Müsste ich mich wirklich für einen Song entscheiden, käme vielleicht gerade noch "Avalon" in Frage. Aber nur unter Stimm-Zwang!

Georgina & Ruth Casingena mit "Avalon":


Und nun noch zu Chiara! Wie oben schon geschrieben, ist Chiara die Schwulen-Ikone schlechthin. Mit ihrem Aussehen und Gewicht gehört sie - wie die Schwulen - einer personifizierten Minderheit an. Sie entspricht nicht der Norm, dem publizistischen Bild, passt nicht in den vorgeschriebenen Life-Style und passt ebenso wenig in den 16:9 Breitbild TV hinein. Sie muss also kämpfen, mehr als die meisten andern, die sich auf der Bühne räkelnd, powippend und busenschwingend zur Schau stellen. Ihr wurde dafür eine göttliche Stimme gegeben, mit der sie jeden und jede von der Bühne pustet! So eine Stimme fehlt den meistens andern - trotz Po, Busen und Silikon!

Chiara wird verehrt, sie ist eine Göttin und würde auf Händen getragen, so man(n) das dann könnte!

Bei Ikonen, Göttinnen und Musen besteht aber meistens auch eine grosse Gefahr: man hinterfragt diese nicht. Man lässt keine Kritik gelten! Man stellt sie unter eine Käseglocke und freut sich, dass man für "jemanden" bis zuletzt kämpfen würde. Bis zum bitteren Ende. Erst wenn die Glocke bricht, merkt man, dass all diese kompromisslosen Gefühle und Verehrungen einer Einbahnstrasse entlang trudelten. Nichts kommt zurück, man fällt unter den Tisch und bemitleidet sich so, wie man zuvor verbissen verteidigt, verehrt und "geliebt" hat.

Chiara hat eine göttliche Stimme, das ist unbestritten. Warum aber nur, singt sie immer und immer wieder denselben Song? Da wird einfach das Notenblatt zweimal durchgeschüttelt und flugs hat man einen "neuen" Song. Ganz nach "Dinner for one": "The same procedure as every year"!
Wovor hat Chiara nur Angst. Sie ist weit über den ESC hinaus bekannt und müsste sich eigentlich vor guten Song-Angeboten kaum erwehren können. Nein, sie singt immer und immer wieder den selben Song! Eine göttliche Stimme zu haben ist nur der eine Teil des Glück. Sie zu gebrauche der andere! Könnte es einfach nur sein, dass du, liebe Chiara, deine Stimme einfach nur vergötterst und unter eine Käseglocke stellst? Nur du weisst es!

Donnerstag, 5. Februar 2009

Chippendales beim slowenischen Musikantenstadl

Slowenien

Artist: Quartissimo
Titel: Love Symphony
2. Halbfinal


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Quartissimo mit "Love Symphony":


Das war mit Sicherheit eine Fehlschaltung des slowenischen Fernsehens! Die übertrugen doch den slowenischen Musikantenstadl anstatt die ESC-Vorausscheidung. Da hatte es ja Beiträge dabei, die einem das Blut gefrieren liessen. Da ging ein Land aber gewaltig auf Nummer sicher, um den ESC nächstes Jahr nicht ausrichten zu müssen!

Slowenien hat in der Vergangenheit sehr oft Mut bewiesen, wenn es darum ging einen Song auszuwählen. Sie fielen leider auch sehr oft auf die Nase damit - sehr oft unverdient! Wie z.B. 2005/2006 mit den hervorragenden "Mr. Nobody" (2006) oder "Stop" (2005) ! Einzig im Jahre 2007 als die grandiose Alenka Gotar mit "Cvet z juga" für Furore sorgte, wurde die Strasse des Misserfolgs für einen (kurzen) Moment verlassen!
Beim Komponisten von "Cvet z juga" handelt es sich um denselben, der nun für den slowenischen Beitrag dieses Jahres, "Love Symphony", zuständig ist: Andrej Babić. Er trat schon verschiedentlich und für verschiedene Länder als ESC-Komponist in Erscheinung, letztmals für Portugal 2008 ("Senhora do mar", imposant interpretiert von Vânia Fernandes).

Dass man zu fünft ein "Quartissimo" bildet, kann man ja noch als mittelmässig lustig abtun. Aber dass sich die Sängerin (oder ist sie lediglich die Background-Sängerin???) ganze 2 Minuten und 15 Sekunden gestikulierend hinter einem Paravent versteckt hält (so viel zum Thema "Background Sängerin"...), um dann ganz zum Schluss ein paar Schreie von sich zu geben, ist wohl das Stümperhafteste, was wir dieses Jahr zu sehen bekommen! Für einen kurzen Moment hat man das Gefühl, sie halte eine Pistole in der Hand, was sich dann leider als Trugschluss herausstellt. Es handelt sich lediglich um das Mikrophon...!

Quartissimo sind ja vor allem die vier Streicher, die sich in schlechtester Rondo Veneziano Manier an ihren Instrumenten vergehen (die Bassgeige allein kann eine Geschichte erzählen...!) Nun kommt aber die Musik bekanntlich ausschliesslich aus der Dose (also Playback) und nur der minimal ausgefallene Gesang wird live gesungen. Diese Komik in sich selber verdient alleine einen halben Punkt.

"Love Symphony" ist überdüngerte Pseudo-Klassik, breitbeiniges Machotum mit einer hausgemachten, stroboskopischen Glühbirnenshow.

So viel Möchtegern in drei Minuten zu verpacken, verdient ein spezielles Lob.
Es fehlt gerade noch, dass sich die vier Fiedler à la Chippendales die Kleider vom Leibe reissen, und den Geigenstock für andere Zwecke missbrauchen. Nun, das wäre hingegen eine gute Idee...!

Auch in Slowenien wurde eine Jury-Wertung (zu 50%) einbezogen, und diese vergab diesem Generika-Beitrag die Höchstnote von 12 Punkten. Wie bereits in Rumänien geschehen, hat sich auch in Slowenien die Jury-Wertung jenseits der Realität disqualifiziert. Wir werden in Moskau mit grösster Wahrscheinlichkeit unser blaues Wunder erleben. Die Vorzeichen lassen nichts Gutes erahnen! Aber das Leben ist nun mal so, dass man zuerst einmal auf die Nase fallen muss, um zu lernen. Daran ist eigentlich nichts auszusetzen. Schlimm wird es erst, wenn mann ZWEImal auf die Nase fallen muss, um zu lernen.

Die Windmachine wird hier ganz klar abgezogen, um bläst weiterhin Richtung Frankreich und Ungarn.

Vom Stahlbeton zurück in die 1990er!

Finnland

Artist: Waldo's People
Titel: Lose Controle
1. Halbfinal

Web: Waldo's People
Wiki: Waldo's People
MySpace: Waldo's People

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Waldo's People mit "Lose Control" (Live):


Waldo's People mit "Lose Control" (Video):


Nach ein paar Jahren höchst erfreulichem und vor allem höchst erfolgreichem Holzhacker-Monster-Rock-Sound wendet sich Finnland dem Eurodance zu. Waldo's People ist eine im Finnland der 1990er Jahre recht erfolgreiche Dance-Kombo. Ein tanzbarer und fahnenschwingfähiger, aber schlussendlich doch überraschungsloser Track, über den mir schlichtweg nichts anderes mehr in den Sinn kommt. Also lass ich es auch dabei.

1. Halbfinal: YouTube-Videos 2009


1. Montenegro:


2. Tschechien:


3. Belgien:


3. Weissrussland:


5. Schweden:


6. Armenien:


7. Andorra:


8. Schweiz:


9. Türkei:


10. Israel:


11. Bulgarien:


12. Island:



13. FYRO Mazedonien:


14. Rumänien:


15. Finnland:


16. Portugal:


17. Malta:


18. Bosnien & Herzegowina: